Gestern Morgen beim Bäcker, oder wie die Pandemie uns alle wahnsinnig macht

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Kaffee trinken beim Bäcker - nach Corona; Foto: © jouwatch
Kaffee trinken beim Bäcker - nach Corona; Foto: © jouwatch

Diese Szene könnte direkt aus einem Film von Otto stammen. Sie zeigt, was Politiker und Bürokraten in ihrer Corona-Panik alles angerichtet haben.

Ich: „Wie ich sehe, stehen hier wieder Tische und Stühle zum Kaffee trinken?“
„Kaffee mit Milch und Zucker?“
Ich: „Zwei, bitte, beide nur Milch.“
Bäckereiangestellte entdeckt, dass ich keine Maske trage: „Sitzen darf man nur mit Maske!“
Ich (will gerade eine Maske aufsetzen und stutze): „Wie soll ich mit Maske trinken?“
Angestellte: „Am Tisch dürfen sie die Maske abnehmen.“
Sie schiebt mir einen Pappbecher mit Deckel zu.
Ich rolle mit den Augen, drehe mich um und will mich mit dem Becher setzen.
Brotteigfachverkäuferin: „Sie müssen noch den Fragebogen ausfüllen!“
Ich: „Fragebogen?“
Angestellte: „DEN Fragebogen!“ Sie deutet auf ein DINA4 Blatt.
Ich sehe mehr als 16 Spalten auf dem Blatt, alles wird abgefragt, Name, Adresse, Telefonnummer, Email, Name der Begleitperson usw.
Ich: „Und DAS muss man ausfüllen, um hier Kaffee im Laden zu trinken?“
Angestellte(leicht genervt): „Ja, das ist Vorschrift!“
Ich: „Und an DAS halten sich alle?“ Ich staune verwundert.
„DAS IST VORSCHRIFT! DAS MUSS.“ So allmählich klingt sie leicht säuerlich.
„Okay, dann trinken wir den Kaffee halt auf der Hand – draußen in meinem Auto.“
„DEN ZETTEL MÜSSEN SIE TROTZDEM AUSFÜLLEN!“ Sie schiebt mir den Zettel wieder zu.
Ich schiebe den Zettel wieder zurück. „Nein, das verstößt gegen meine Datengrundsätze.“
„Dann können Sie hier keinen Kaffee trinken!“
Den Kaffee halte ich indes schon in der Hand.
„Das will ich auch nicht mehr, ich trinke gerne woanders.“
Sie (angebiestert): „Sie müssen den Zettel ausfüllen.“
Ich: „Ich will aber nicht, dass jeder weiß, wo ich wohne und auch noch meine Daten hat.“
Brot-Expertin: „Das ist aber Vorschrift. Das muss.“
„Darf ich jetzt bitte den Kaffee bezahlen, den sie mir schon gegeben haben?“
„Aber der Zettel…“
„Den können Sie gerne selbst ausfüllen, lassen Sie sich was einfallen, werden Sie kreativ.“
Sie starrt auf den leeren Fragebogen und überlegt deutlich sichtbar.
Da sie sich nicht rührt, rechnet ihre jüngere Kollegin neben ihr meinen Kaffee ab. Ich danke und gehe raus.

Fünf Minuten später sitze ich neben meinen Auto auf einer Schaukel (eine tolle Schaukel, auf der ich immer gerne sitze), da steht plötzlich die Hefeteigprofikneterin neben mir und fragt mich und meine Begleitung: „Ich muss noch wissen, ob sie aus einem Haushalt sind?“
„Sie wissen doch gar nicht, wer ich bin?!“
Sie zieht unter ihrer Maske hörbar die Luft ein.
„Das geht so nicht, das ist Vorschrift!“

Da hat es mir gereicht. Ich habe der Brötchenbackenden gesagt, sie kriegt keine Daten von mir, zumal sie mich als Kunde ab heute eh verloren hat.

Im Anschluss sind meine Mutter und ich dann zu einem Café in den Niederlanden gefahren. Dort konnten wir sitzen wie immer – ohne Maske, ohne Fragebogen und ohne schikanierende Angestellte, die willig die Befehle der Ewigkeitskanzlerin ausführen.

Es ist einfach nur noch irre, was in Deutschland passiert.

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