Hetzjournalismus am Tiefpunkt: Die Hamburger Morgenpost wird zum Anti-AfD-Wahlkampfblatt

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Hetzjournalismus am Tiefpunkt: Die Hamburger Morgenpost wird zum Anti-AfD-Wahlkampfblatt
Hetzjournalismus am Tiefpunkt: Die Hamburger Morgenpost wird zum Anti-AfD-Wahlkampfblatt

Anscheinend brachte das gestrige Urteil des Bundesverfassungsgericht zum Nachteil Innenminister Horst Seehofers die Kampagnen-Redakteure deutscher Tageszeitungen mehr auf die Palme als Seehofer selbst: Die Hamburger „MoPo“ missbrauchte mal eben ihre komplette Titelseite zum Abdruck zahlloser Schmähungen und Anwürfe gegen die AfD, um so ihre volle Solidarität mit Seehofer und den Regierungsparteien auszudrücken.

Vor allem das Wort „staatszersetzend“ wurde in fetten roten Lettern weithin sichtbar quer übers Cover gesetzt – neben den üblichen Attributen wie „asozial“ und „faschistisch“; mehr Geifer und Hass geht praktisch nicht. Triumphierend schrieben die MoPo-Schmierfinken sinngemäß darunter: Was Horst Seehofer ja nun leider verboten sei, dürften sie dank Pressefreiheit allemal.

(Screenshot:MoPo/Twitter)

Nun hatten die acht Richterinnen und Richter des zweiten Karlsruher Senats Horst Seehofer keineswegs die zitierten Verbalinjurien gegen die AfD verboten, sondern lediglich seinen perfiden Versuch, diese über die offizielle Webseite des Innenministeriums zu verbreiten: Die absurde Einschätzung als „staatszersetzend“  wie auch die übrigen Breitseiten hatte Seehofer nämlich in einem dpa-Interview geäußert – und dieses anschließend auf der amtlichen BMI-Homepage ins Netz gestellt., womit er glasklar sowohl gegen parteipolitische Neutralitätspflicht als auch ministerielles Mäßigungsgebot verstoßen hatte.

So sah es im Kern auch Karlsruhe – und gab der AfD, die geklagt hatte, Recht. Grund genug für die „MoPo“, die indirekte inhaltliche Billigung von Seehofers Ausfällen auf der eigenen Titelseite plakativ zu wiederholen. Neben soviel Regierungsnähe überrascht hier vor allem, worin dieses Blatt – wie etliche deutsche Printwerke – offenbar seine Hauptaufgabe sieht: Missliebige Oppositionsparteien zu diffamieren, niederzuschreiben und billigen Wahlkampf zu betreiben. Denn es soll einmal eine Zeit gegeben haben, da war der Zweck einer Tageszeitung, seine Leser über Nachrichten und Hintergründe zu informieren – und ihnen nicht mit der Brechstange parteipolitische Kampfparolen einzutrichtern.

Die AfD selbst reagierte auf die „MoPo“-Breitseite mit einer reichlich weit hergeholten Theorie, wonach es sich um einen verlegerischen Racheakt gehandelt habe:

(Screenshot:Twitter)

Was auch immer der Hintergrund dieses „journalistischen“ Offenbarungseids einer einst bedeutenden Hamburger Zeitung war: Ihre Macher sollten wachsam sein. Wohin nämlich zuviel tendenziöse Hetze gegen politische Gegner führen kann, durften aktuell gerade die Agitatoren des Spiegel-Ablegers „Bento“ erfahren, deren Indoktrinationsmedium für Jugendliche nun eingestellt wird – da es nachhaltig in der Verlustzone lavierte und partout nicht kostendeckend werden wollte. Offenbar zahlt sich zuviel Meinungsmache langfristig nicht aus. (DM)

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