Corona-Willkür: Superspreader auf Demos werden geduldet, aber Puffs müssen weiter geschlossen bleiben

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Bordelle müssen nach dem Willen vieler Gerichte weiterhin geschlossen bleiben (Foto:Imago/Gottschalk)

Unverhältnismäßigkeit und Behördenwillkür trifft das älteste Gewerbe der Welt, das wie die Gastronomie auf eines der menschlichen Elementarbedürfnisse ausgerichtet ist: Bordelle dürfen trotz weitreichender Hygienekonzepte nicht öffnen, entschieden mehrere deutsche Gerichte.

Hauptargumente der gerichtlichen Entscheidungen, die Puffs weiter geschlossen zu halten, sind zum einen die im horizontalen Gewerbe unvermeidliche Unterschreitung des Mindestabstands, zum anderen sind es angeblich häufig zu befürchtenden Falschauskünfte zu persönlichen Daten durch die Freier, die lieber anonym bleiben. Beide Gründe erweisen sich als absolut willkürlich, vorgeschoben und sind reine Farce – denn würde man diese Kriterien mit derselben Strenge bei Gastronomen anlegen, dann müssten auch die meisten deutschen Restaurants und Cafés prompt wieder schließen.

Denn auch dort dürfen Menschen unterschiedlicher Haushalte ohne Mundschutz dicht an dicht beisammen sitzen –  zahlenmäßig begrenzt zwar, je nach Bundesland zu viert bis zu zwölft (wobei von Woche zu Woche weitere Lockerungen hinzukommen). Und die vorgeschriebene Angabe sämtlicher persönlicher Angaben zur späteren Nacherfolgbarkeit etwaiger Infektionsketten erfolgt in den meisten Betrieben mehr als oberflächlich und lax; Ausweiskontrollen finden praktisch nirgends statt, so dass auch dort über massenweise Falschangaben berichtet wird – von Phantasienamen über erfundene Adressen bis falschen Telefonnummern. Eine vorgeschriebene Kontrolle der Richtigkeit wäre für die meisten Wirte allerdings auch gar nicht zu bewerkstelligen.

Bürokratische Schildbürgerstreiche

Doch obwohl die gegen die Schließung klagenden Bordellbetreiber die aktive Sicherstellung von Datenkontrollen zusagten, nur eingeschränkte, infektionsvermeidende Sexualpraktiken erlauben wollten umfangreiche Desinfektions- und Hygienekonzepte vorlegten, stellten die Behörden in Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg auf stur – und in ihrer Folge auch die Gerichte. Laut „n-tv“ scheiterten in Konstanz, Baden-Baden und Heidelberg sogar zwei Betreiberinnen von dortigen Prostitutionsstätten vor Gericht, die lediglich eine „Körpermassage nur durch die Begleiterin“ anbieten wollten – unter Verwendung von Einweghandschuhen und Masken.

Wohl als Reaktion auf die unnachgiebige Haltung der Verwaltungen in anderen Ländern und der dortigen Gerichte erhoben in Rheinland-Pfalz mehrere Kommunen gegen die dort eigentlich ab heute geplante Wiederöffnung von Bordellen – die nun doch geschlossen bleiben sollen – Klage. Aberwitzige Ausrede hier: Man wolle nicht durch Vorpreschen des eigenen Bundeslandes zum innerdeutschen „Sextourismus“ animieren.

Tatsächlich lassen nicht nur die unter 5.000 gesunkenen noch aktiven Corona-Fälle und die weiter sinkenden Neuinfektionen die wirtschaftlichen Beschränkungen zum Nachteil einzelner Branchen völlig überzogen und ungerechtfertigt erscheinen. Endgültig ad absurdum geführt sind die Maßnahmen durch die seit Tagen von der Politik beklatschten, hunderttausendfachen Verstöße durch „BlackLivesMatter“-Demonstranten, die ohne jegliche rechtliche Konsequenzen die Abstands- und Kontaktregeln mit Füßen treten. Wenn diese gesellschaftlichen Gruppen keine Nachteile durch einen kapitulierenden Staat zu befürchten haben, dann brauchen sich auch erst recht die nicht länger an Vorschriften zu halten, bei denen es ums – im Falle der Bordellbetreiber buchstäblich „nackte“ – wirtschaftliche Überleben geht. (DM)

 

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