Zensur von unten: FAZ verweigert Abdruck von regierungskritischem Inserat

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(Foto: Voyagerix/fotolia)

In welch besorgniserregenden Ausmaß Meinungs- und Redefreiheit in Deutschland inzwischen unterdrückt werden, wie verengt die „Debatte“ zu Themen geführt wird, in denen es nur mehr die eine, offizielle Sichtweise geben darf, beweist ausgerechnet die einst große, traditionsreiche FAZ: Das auf strammen Linkskurs gedrehte Blatt verweigerte eine Anzeigenschaltung der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.“.

Die beabsichtigte Annonce des Vereins, für welche die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) einen fünfstelligen Betrag erhalten hätte – Geld, auf das heutzutage eigentlich kein Printmedien mehr verzichten kann – hätte einen öffentlichen, von über 16.000 Unterzeichnern unterstützten Appell an die Politik in Deutschland zum Inhalt gehabt, in welcher der Verein die Corona-Restriktionen kritisiert und fordert, „die gegenwärtigen verhängten Maßnahmen sofort und vollständig aufzuheben“, um so „Schaden von der Bevölkerung abzuhalten“. Jouwatch dokumentiert die verhinderte Anzeige nachstehend:

(Screenshot:mwgfd.de)

Man mag mit deren Inhalt nicht konform gehen, ihm widersprechen, und Journalisten mögen sich damit redaktionell auseinandersetzen. Dass jedoch seine öffentliche Verbreitung unter Berufung auf den Verlagsvorbehalt zur Ablehnung gebuchter Werbeannoncen unterdrückt werden kann, ist Beweis für das fatale Klima in diesem Land, das eine gesellschaftliche Diskussion nicht einmal mehr dann zulässt, wenn sie die einschneidendsten Grundrechtseingriffe seit Bestehen der Republik zum Gegenstand hat.

Die Wissenschaftler und Ärzte, die den Appell erstunterzeichnet haben, gelten bekanntlich als „Verschwörungstheoretiker“, die „Corona-Mythen“ im Umlauf bringen und eine angebliche Verharmlosung der Pandemie propagieren. Unter ihnen ist – neben den bekannten Namen Bakhdi, Schiffmann und Wodarg – auch der Finanzwissenschaftler und renommierte Steuerprofessor der Hannoveraner Leibniz-Universität Stefan Homburg, der einer öffentlichen Hexenjagd und Rufmordkampagne ausgesetzt ist, seit er die Corona-Politik öffentlich in Zweifel zieht. Homburg hatte die FAZ für ihre Werbezensur auf Twitter angegriffen.

Am 25. Mai hatte sich bereits seine Hochschule von Homburg in vorauseilendem Gehorsam „distanziert“: Senat, Präsidium und Hochschulrat der Universität Hannover publizierten eine gemeinsame Erklärung, in der sie zwar auf die Grundrechte der Wissenschaftsfreiheit und freien Meinungsäußerung verwiesen, Homburgs Äußerungen jedoch zurückwiesen. Diese Stellungnahme, wäre sie als Anzeige erschienen, hätte die FAZ vermutlich nicht abgelehnt. (DM)

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