Rassismus: Linke Journalisten „verbieten“ Schwarzen mit Schoko-Ticket zu fahren

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"Aktivisten" sehen auch außerhalb der USA überall nur noch Rassisten (Foto:Imago/AAP)

Im fanatischen Bestreben, um jeden Preis irgendwo auch in Deutschland Beispiele für „Alltagsrassismus“ auszumachen, um das penetrante Virtue Signaling unter dem Hashtag „blacklivesmatter“ mit angeblich konkreten Beispielen zu unterfüttern und eine völlig inhaltsleere, hohle Phrase so zum berechtigten Statement zu erheben, wird nun die Werbung unter die Lupe genommen. Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wurden die „Antirassisten“ dann auch fündig.

Dass es wieder mal die Profi-Framer des öffentlich-rechtlichen Zwangsgebühren-Staatsfunks waren, die sich hier als moralinsaure Philister auf die Schnüffelsuche machten, passt ins Bild. Redakteure des ARD-Senders „Cosmo“ stießen auf ein Faltblatt und Reklame im Internet, wo der VRR mit dem Foto eines Jungen mit dunkler Hautfarbe sein Schülerticket bewirbt. Dieses trägt – und trug übrigens schon lange vor der Auswahl des farbigen Jungmodells – die Bezeichnung „Schokoticket“, und zwar der für Halbwüchsige positiv konnotierten Assoziation „Schokolade = süß – positiv – lecker“ wegen; nicht etwa deshalb, weil es sich um Vergünstigung nur für „People of Color“ handelte.

Doch sowohl Ticketbezeichnung als auch Werbeträger trillerten prompten „Rassismus“-Alarm: „Auf allen Fotos sind ausschließlich weiße Menschen abgebildet. Nur beim „Schoko-Ticket“ ist es ein schwarzer Junge“, empört sich das „Cosmo“-Team auf Twitter. Auch der WDR berichtete über den „Skandal“. Und weil die gut geölten Rädchen der deutschen Empörungsindustrie perfekt ineinander greifen, meldete sich wenig später laut „t-online“ auch noch ein Sprecher der „Initiative Schwarze Menschen e.V.“ (eine Organisation, die per definitionem selbst schon positiv-rassistisch ist) zu Wort – und kritisierte die Motivwahl des VRR als „rassistisch“. Hier würden Menschen zu Objekten degradiert, es handele sich um Stereotype aus der Zeit des Kolonialismus. Diese „Darstellung“ des schwarzen Werbeträgers zeige, „wie wenig Problembewusstsein bei den Firmen vorhanden“ sei.

Ein klarer Fall von Diskriminierung also? Ganz bestimmt – mindestens ebenso schlimm wie die Tötung George Floyds oder 300 Jahre Sklaverei. An Letzterer hatten Deutsche zwar historisch keinerlei Schuld, doch weil Deutsche (noch) überwiegend weiß sind und für einige Jahrzehnte verzweifelt versucht hatten, zur Kolonialmacht aufzuschließen, hat der postimperialistische Scham- und Schuldkult derzeit Hochkonjunktur – und kein Indiz ist zu lächerlich, um eine eingebildete Rassentrennung auch hier ausfindig zu machen. Nur so machen all die schwarz eingefärbten Solidaritätsbildschirme auf Instagram Sinn, mit denen zur Stunde jeder Zweite seine korrekte Haltung untermalt.

Widerruf zur Rettung vorm Scherbengericht

Dem VRR blieb nach dieser völlig verstrahlten, absurden Kritik – zur Vermeidung schlimmeren Schadens – nichts anderes übrig, als das Bild sofort aus dem Internet zu entfernen; auch das gedruckte Faltblatt soll künftig nicht mehr das Bild enthalten. Das Unternehmen „entschuldigte“ sich zudem reumütig: Man bedauere, dass hier „Diversität nicht in angemessener Form“ abgebildet worden sei, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Das Unternehmen lege großen Wert darauf, Gruppen und Personen „nicht zu diskriminieren“. So klingt keine Entschuldigung, sondern ein abschwörender Widerruf; und um gar nichts anderes geht es hier auch.

Das Problem im vorliegenden Fall liegt freilich nicht daran, dass ein Schwarzer als Werbeträger verwendet wurde – sondern dass er für ein „Schokoticket“ wirbt. Nun ist Schokolade ein typisch afrikanisches Produkt, womit die Assoziation zumindest augenzwinkernd-sinnfällig wäre. Doch genau dies darf nicht sein. Hätte der Junge im sprachlichen Kontext für Alpenmilch oder nordfriesischen Krabben gemodelt, für Moselwein oder Schwarzwälder Schinken, wäre dies „Diversität in angemessener Form“ gewesen.

Schon absurd, dass linke Journalisten schwarzen Mitbürgern „verbieten“, mit Schokotickets zu fahren. Wenn das kein rassistischer Ansatz ist.

Denn die korrekte „Diversität“ in der Werbung sieht heutzutage bekanntlich so aus, dass man Unternehmen nach Möglichkeit ausschließlich Menschen mit Migrationshintergrund oder dunkler Hautfarbe in ihren Inseraten und Spots unterbringen sollen (man denke nur an die berüchtigten Werbekampagnen von Nike oder der Deutschen Bahn). Denn Obacht: Sollten darin dann doch noch zu viele Weiße vorkommen sollten, dann ist auch das wieder „rassistisch“. (DM)

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