600 Millionen für GAVI – Will Merkel die ganze Welt impfen lassen?

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Foto: Von Tatevosian Yana/Shutterstock

Berlin – Es gibt wohl keine Regierungschefin auf der Welt, die so leichtsinnig und „großzügig das Geld anderer Leute – also das Geld der Steuerzahler – in die Welt hinaus trägt, wie Angela Merkel.

Bei der Video-Geberkonferenz der globalen Impfallianz (GAVI) hat die Bundeskanzlerin jetzt der Vereinigung 600 Millionen Euro über fünf Jahre zugesagt. „Wir dürfen die Standard-Impfprogramme nicht vernachlässigen. GAVI muss auch bisherigen Aufgaben weiter erfolgreich nachgehen können“, sagte Merkel am Donnerstag in der Videokonferenz.

Deshalb werde Deutschland die Impfallianz auch in den nächsten fünf Jahren mit 600 Millionen Euro unterstützen. „Hinzu kommen 100 Millionen Euro, die Deutschland im Rahmen der Covid-19-Geberkonferenz der EU zugesagt hat.“ Die Corona-Pandemie beeinträchtige auch verschiedenste andere Gesundheitsmaßnahmen – zum Beispiel Immunisierungsprogramme gegen Masern und TBC. „Die Ausbreitung anderer Infektionskrankheiten droht also wieder zuzunehmen. Schätzungen der WHO zufolge könnten hiervon bis zu 80 Millionen Kinder betroffen sein“, so Merkel. Insgesamt kamen bei der Geberkonferenz über 8,8 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre an Spenden zusammen.

Da tut sie so, als ob sie sich um die Kinder sorgen würde. Tatsächlich aber geht es hier wie fast überall ums große Geld. Die Pharmakonzerne verdienen an jedem Impfstoff so oder so, egal ob es die Geimpften bezahlen oder irgendwelche anderen für die Geimpften.

Aber nicht überall freut man sich schon auf eine Impfung.

In Deutschland zum Beispiel hält sich die Bereitschaft, sich einmal gegen das Coronavirus impfen zu lassen, nämlich in Grenzen: Nur 67 Prozent der Bundesbürger bezeichnen es als „sicher“ oder „wahrscheinlich“, ein Impfangebot anzunehmen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar/Emnid, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) berichten. Das ist der zweitniedrigste Wert innerhalb der G7-Länder der großen westlichen Industrienationen.

Nur Frankreich mit 58 Prozent liegt noch unter der Zahl in Deutschland. Die größte Impfbereitschaft herrscht bei den Briten (78 Prozent) vor den Italienern (74 Prozent). Derzeit liegt noch kein Impfstoff vor, aber weltweit forschen mehr als 70 Firmen fieberhaft daran.

Die Bundesregierung hatte mehrfach betont, dass sie eine Corona-Schutzimpfung nicht zur Pflicht machen würde. Ein knallhartes Nein zur Impfung kommt von zehn Prozent der Deutschen. In keinem anderen G7-Land gibt es so viele Verweigerer.

„Es ist ein problematischer Wert, dass Deutschland die zweitniedrigste Impfbereitschaft aufweist“, sagte der Politikforscher Torsten Schneider-Haase vom Meinungsforschungsinstitut Kantar/Emnid den Funke-Zeitungen. „Hier schlägt die relativ hohe Zahl an Impfgegnern durch, was sich zum Beispiel auch im Fall von Masern beobachten lässt.“ Die gleiche Zurückhaltung legen die Deutschen bei der Impfung ihrer Kinder an den Tag.

Laut Umfrage würden lediglich 64 Prozent ihre Töchter oder Söhne „sicher“ oder „wahrscheinlich“ gegen das Coronavirus impfen lassen. Nur in Frankreich sind es mit 56 Prozent noch weniger. An der Spitze liegen die Briten (74 Prozent) vor den Japanern (73 Prozent). Für die Erhebung befragte Kantar/Emnid zwischen dem 26. Mai und dem 1. Juni in den G7-Ländern USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada je mindestens 1.000 Personen.

Gut zu wissen, dass sich nicht alle Deutschen einlullen lassen. Da ist also noch viel Framing nötig bis sich auch der Letzte die Nadel setzen lässt. (Mit Material von dts)

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