Ökumenischer Kirchentag schließt AfD-Mitglieder als Mitwirkende aus

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Ausgesperrt (Symbolbild: Von Burdun Iliya/shutterstock.com)

Zeigte man sich beim Katholikentag 2018 in Münster noch gesprächsbereit und lud die AfD großmütig zu einer Podiumsdiskussion ein, wird das beim Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt nicht der Fall sein: Das Gemeinsame Präsidium hat sich gegen eine Mitwirkung der AfD ausgesprochen. Dass dem Laden die Schäfchen in Scharen davonlaufen, wundert immer weniger. Das Motto des 3. ÖKT sollte ernst genommen werden. Es lautet: „schaut hin“.

Der 3. Ökumenischer Kirchentag (ÖKT) soll vom 12. bis 16. Mai 2021 stattfinden. Er wird vom Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gemeinsam veranstaltet. Über 100.000 Teilnehmer werden dazu in Frankfurt erwartet. Was 2018 beim Katholikentag der Gottesgläubigen gerade noch legitim erschien – nämlich eine Mitwirkung von AfD-Vertretern – das soll es im nächsten Jahr beim ÖKT nicht mehr geben. 

In einem am Mittwoch veröffentlichtem Beschlusspapier des gemeinsamen Präsidiums wurde betont, der ÖKT solle die „Vielschichtigkeit der gastgebenden Organisationen und ihrer Kirchen, der Teilnehmenden sowie der mitwirkenden Institutionen und Verbände des christlichen und öffentlichen Lebens“ abbilden. Eine Grenze müsse aber bei Personen gezogen werden, die für rassistische oder antisemitische Überzeugungen eintreten oder für Positionen werben, die „von einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit oder von einer ideologischen Distanz zur freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung geprägt sind“. Darunter fielen unter anderem auch Mitglieder der AfD.

Roger Beckamp, AfD-Landtagsabgeordneter in NRW, kommentiert:

Roger Beckamp (Bild: Screenshot)

Wie es scheint, wollen immer weniger Gläubige mit diesem „kleinen, feigen Geist“, der in den Amtskirchen das Kommando übernommen hat, etwas zu tun haben. Das zumindest lässt der neueste Rekord an Kirchenaustritten vermuten. Das Motto des 3. ÖKT sollte ernst genommen werden. Es lautet: „schaut hin“. (SB)

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