Auch das noch: Kein Eimersaufen am Ballermann

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Foto: Von zixia/Shutterstock

Palma – Man wird dieses Jahr später auch „das verlorene Jahr“ nennen, in dem alles, was Spaß macht und das Leben erst lebenswert macht, verboten wurde, weil zu viele Leute gehustet und geniest haben. Nun gibt es auch noch eine Horrormeldung für alle, die eigentlich in diesem Sommer wieder das kulturelle Leben in Spanien genießen wollten:

Partytouristen müssen auf den Balearischen Inseln vorerst mit starken Einschränkungen im Zuge der Coronakrise rechnen. Die Balearen wollen den Zeitpunkt der Wiedereröffnung von Nachtklubs, Diskotheken und Bars so lange wie möglich hinauszuzögern, kündigte Regionalpräsidentin Francina Armengol den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) an. In diesen Einrichtungen sei das Infektionsrisiko am schwierigsten zu kontrollieren.

„Wir möchten garantieren, dass Urlaub auf Mallorca sicher ist. Bis eine Impfung gegen das Coronavirus vorhanden ist, müssen wir wohl diesen Weg gehen“, sagte die sozialistische Chefin der Regionalregierung. Armengol rechnet damit, dass die Auflagen zur Eindämmung von Covid-19 dazu beitragen werden, dass es künftig keine Party-Exzesse mehr auf den Balearen gibt.

„Das Eimer-Saufen ist Geschichte“, sagte sie. Die Balearen stünden für einen qualitativen und nachhaltigen Tourismus, Sport, Kultur und kulinarische Erlebnisse. Bereits 2019 hatte die Regionalregierung Maßnahmen ergriffen, um den Sauftourismus an den insbesonders bei deutschen und britischen Touristen beliebten Orten El Arenal und Magaluf einzudämmen.

„Dieses Programm wird weiterhin verfolgt“, sagte die Regionalpräsidentin.

Die Coronakrise wird also dafür missbraucht, die Menschen zu braven Bürgern zu machen – auch im Urlaub, wenn die Arbeiter und Angestellten, die Studenten und Rentner mal die Sau raus lassen wollen. Spaß und Vergnügen unter staatlicher Aufsicht. Geht eigentlich noch mehr?

Hier noch weitere Infos:

Die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, sieht die bei deutschen Touristen beliebten spanischen Inseln gut gerüstet für die Wiederaufnahme des Tourismusbetriebs nach dem Corona-Alarmzustand. „Die Regierung der Balearischen Inseln arbeitet intensiv daran, alles vorzubereiten, damit die Hotels wieder öffnen können und der Tourismus so schnell wie möglich wieder beginnen kann“, sagte Armengol den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Durch die Einrichtungen im Gesundheitssystem und die Vorbereitungen in den Hotels können die Balearen garantieren, dass Touristen hier sicher sind und eine schöne Zeit verbringen können.“

Mit einem Pilotprogramm sollen 4.000 bis 5.000 Touristen vor allem aus Deutschland bereits ab 15. Juni wieder auf die Inseln kommen dürfen, um die neuen Abläufe zu testen. Anschließend will Spanien die Grenzen für Ausländer voraussichtlich am 21. Juni öffnen. „Glücklicherweise hatten Mallorca und die anderen Inseln im Vergleich zum Festland sehr wenige Erkrankte“, sagte die Sozialistin.

Um eine zweite Ansteckungswelle zu verhindern, werde bei Touristen bei der Ankunft am Flughafen die Körpertemperatur gemessen, in geschlossenen Räumen und auf belebten öffentlichen Plätzen sollen sie Masken tragen. Gruppen von bis zu 15 Personen dürfen gemeinsam an den Strand, zur nächsten Gruppe müssen sie einen Abstand von zwei Metern einhalten. Dies werde auch überwacht.

Restaurants dürfen nur eine reduzierte Zahl an Tischen belegen. „Das müssen Touristen berücksichtigen – und besser einen Tisch reservieren“, sagte Armengol den Funke-Zeitungen. Die Regionalpräsidentin bezeichnete das Gesundheitssystem der Balearen als „sehr gut“, die Krankenhäuser seien auf mögliche Corona-Fälle „bestens vorbereitet“.

Sollte es einen Fall von Covid-19 in einem Hotel geben, werde der Patient zunächst isoliert. Zudem würden nahestehende Personen ermittelt und auf das Coronavirus getestet. „Es ist aber nicht vorgesehen, dass Hotels geschlossen werden und alle Gäste in Quarantäne müssen“, sagte Armengol. (Mit Material von dts)

 

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