Ami-Hasser und deutsche Kleingeister: Röttgen und Stegner hetzen mal wieder gegen Trump

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Hassfigur nicht nur der deutschen Linken: US-Präsident Donald Trump (Foto:Von Evan El-Amin/shutterstock)

Eingefleischte Antiamerikanisten und „visionäre“ Europäer, die Europa auf Augenhöhe mit den USA und China sehen, obwohl die EU in Wahrheit ohne jede weltpolitische Bedeutung ist – sie bilden die Frontlinie der Trump-Basher und Wadenbeißer gegen den verhassten „Orange Man“ im weißen Haus. Ob Corona-Politik, das Verhältnis zu Peking oder Weltwirtschaft – was immer Trump entwirft, wird von ihnen in Bausch und Bogen verdammt.

Besonders bunt trieben es über Pfingsten wieder einmal Politiker der zweiten Garnitur in CDU und SPD. Zuerst moserte Unions-Außenexperte Norbert Röttgen über Trumps Vorstoß, nach Angela Merkels Absage den geplanten G7-Gipfel in den USA auf September zu verschieben, und das Treffen der wichtigsten sieben Industrienationen unter anderem um Russland zu erweitern. Trump plane „die Selbstabschaffung des Westens“, schwafelte Röttgen auf Twitter, und nannte Trumps Stil „inakzeptabel in Form und Inhalt“, ohne dies näher zu begründen.

Er bezog sich damit auf Trumps Kritik an der gegenwärtigen G7-Zusammensetzung, die er laut „Handelsblatt“ eine „sehr veraltete Gruppe“ nannte, welche das Geschehen auf der Welt „nicht richtig abbilde“, wie der US-Präsident gestern Abend auf dem Flug von Cape Canaveral nach Washington vor Journalisten sagte. Trump will daher neben Russland auch Südkorea, Australien und Indien zu dem Treffen einladen – für Röttgen ebenso wie für „Mutti „Merkel ist dies anscheinend ein wenig zu viel Globalismus.

Schleichende Zerstörung der transatlantischen Partnerschaft

Verzagte deutsche Provinzler, die es aus unerfindlichen Gründen auf die Bühne der Bundespolitik schafften und sich dort sich als moralische Oberlehrer und permanente Bedenkenträger gerieren, die die Nase rümpfen, wenn die wahren Großmächte Weltpolitik machen: An diese Attitüde der Berliner Politruks hat man sich ja inzwischen gewöhnt. Gefährlich an diesen ständigen Nadelstichen gegen Washington, an dieser pausenlosen selbstgerechten Zurechtweisung der USA ist jedoch, dass das transatlantische Verhältnis immer stärker belastet wird.

Und zwar so lange, bis die Westbindung irgendwann vollends ramponiert ist und ein Deutschland, das sich ohne die USA niemals selbst verteidigen kann, mit heruntergelassenen Hosen dasteht – wenn Trump genug hat und die US-Truppen aus Deutschland abziehen und sich die für Deutschland gerade nach Corona lebenswichtigen Handelsbeziehungen verschlechtern sollten. Sicherheitspolitisch preisgegeben und von den übrigen EU-Staaten finanziell ausgeplündert, wäre die Bundesrepublik dann abwicklungsreif.

Dabei sind Trumps G7-Vorschläge durchaus sinnvoll, zumal angesichts einer zunehmenden Polarität zwischen dem Westen und der erstarkenden Volksrepublik China. Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen stellen eine globale Herausforderung dar, die nur gemeinschaftlich bewältigbar ist – auch mit Russland und anderen Partnern unterhalb der G7-Plattform. Dass diese Initiative nun ausgerechnet von der ansonsten so auf bilateralen Ausgleich und Annäherung bedachten Bundesregierung beargwöhnt und mit Missfallen gestraft wird (in Person des „nützlichen Idioten“ Röttgen), liegt vermutlich daran, dass sie von der Hassfigur im Weißen Haus ausgeht – und nicht von der Weltkanzlerin Angela Merkel.

Und gegen diese Hassfigur darf inzwischen mit wohlwollender Billigung von Regierung, ohne dass das Auswärtige Amt hierdurch elementare deutsche Interessen verletzt sähe, von Vertretern der Regierungsparteien agitiert und polemisiert werden, was das Zeug hält. Die Benchmark verschob gestern einmal mehr der mit weitem Abstand übelste Hetzer der SPD nach oben – Ralf Stegner. Dieser hat inzwischen sogar offenbar kein Problem damit, das Unmenschenvokabular der Nationalsozialisten zu bemühen, um seine Trump-Verachtung zu artikulieren:

(Screenshot:Twitter)

„Biblische Plagen“, „Heuschrecken“: Wer sich bei dieser Wortwahl nicht an die NS-Terminologie erinnert fühlt (zu deren „griffigsten“ Parolen auch das hier von Stegner auf Trump paraphrasierte „Die Juden sind unser Unglück“ zählte), der hat in Geschichte nichts gelernt. Der neue „Feind des deutschen Volkes“ – diesmal kommt er nicht von innen heraus, sondern sitzt in Washington.

Wenn sich Röttgen um die Zerstörung des „Westens“ sorgt, im Sinne einer siebzig Jahre funktionierenden europäischer Sicherheitsarchitektur, in deren Mitte die NATO und vor allem deutsch-amerikanische Freundschaft standen: Sie droht nicht von einem US-Präsidenten, der außenpolitisch neue Wege geht (und dies bislang durchaus erfolgreich). Sondern von den Zersetzern, Spaltern und Provokateuren, die den gewählten Präsidenten und sein Land beleidigen, und so die Axt an die transatlantische Partnerschaft legen. (DM)

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