Widerlich: Spiegel betont „jüdische“ Herkunft von Bild-Redakteur

0
Vom "Spiegel" angefeindet: "Bild"-Redakteur Filipp Piatov (Screenshot:Youtube)

Man muss nicht lange zwischen den Zeilen lesen, um beim „Spiegel“ früher oder später auf einen kaum verhohlenen Antisemitismus zu stoßen, der sich zwar hinter subtilen Anspielungen und feinsinnigen Andeutungen unangreifbar zu machen versucht, aber immer da ist. So auch in der aktuellen Sekundierung des früheren Nachrichtenmagazins zugunsten des von Christian Drosten.

Kompromisslos stellt sich das Hamburger Magazin in dessen Konflikt mit der „Bild“-Zeitung hinter Drosten – nachdem „Bild“ über wissenschaftsinterne Sachkritik an Drostens Studie zur Corona-Kinderinfektiosität berichtet und es gewagt hatte, den Lack von Deutschlands Vorzeige-Virologe Nummer 1 zu beschädigen.

Dem „Spiegel“ ist dabei offenbar jedes noch so nützliche Detail willkommen, das irgendwie geeignet ist, die tendenziös-abwertende Grundhaltung gegenüber der Springer-Presse zu verstärken. Gerne offenbar auch, indem man antisemitische Ressentiments unter den Lesern bedient, um diese in der pejorativen Einflussnahme auf die eigene Seite zu bringen.

So schreibt der „Spiegel“ über den verantwortlichen Redakteur des Artikels zu Drosten, Flipp Piatov, dieser sei „mit seiner jüdischen Familie nach Deutschland“ gekommen und falle „durch unbedingte Kritiklosigkeit gegenüber Israel“ auf. Was soll diese Information, welche Relevanz bietet sie? Erkennbar geht hier nur darum, Meinung durch Vorurteile zu triggern: Denn so ist die Stimmung der Spiegel-Leser im linken Bildungsbürgertum, wo Israel-und Netanyahu-Kritik zur mentalen Grundausstattung zählen, ebenso wie bei den muslimischen Spiegel-Lesern gleich auf den erwünschten Kurs eingenordet.

Subtiler Judenhass

Dem Juden Piatov traut die Redaktion an der Ericusspitze offenbar nicht zu, eigenständig denken zu können; sie degradiert ihn zum Befehlsempfänger eines aggressiven Einpeitschers an der Spitze der „Bild“ – Hassfigur Julian Reichelt, über dessen Rolle bei der „Anti-Drosten-Kampagne“ der „Spiegel“ schreibt: „…angeführt vom ehemaligen Kriegsreporter Reichelt und seiner Truppe eingeschworener Jungredakteure… Der Rest der Redaktion hat zu parieren.“

Doch es geht noch primitiver: „Piatov nennen sie intern ‚Reichelts Bluthund'“, heißt es in dem „Spiegel“-Artikel weiter. Wer ihn wann je so genannt haben soll -das wird vom Spiegel nicht konkretisiert; die perfide Wortwahl ist jedoch kein Zufall: Als „Hitlers Bluthund“ wurden stets NS-Mordbestien und Schreibtischtäter wie Roland Freisler, Heinrich Himmler oder Alois Brunner bezeichnet. Diesen – einfach mal lose behaupteten, angeblichen – Namensvergleich im unmittelbaren Kontext der jüdischen Herkunft Piatovs anzustellen, lässt tief blicken, wie Spiegel-Redakteure heute ticken. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram