Thüringer Erstaufnahmeeinrichtung: Lage spitzt sich zu

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Gewalt (Symbolfoto: Von igorstevanovic/Shutterstock)

Thüringen – Drogenhandel, Erpressung, Diebstahl. Die Lage in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl spitzt sich immer weiter zu. Die Forderung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) indes wirkt befremdlich. 

Von Februar bis April kam es zu 41 Einsätzen in der mit 500 sogenannten Flüchtlingen belegten Erstaufnahmeeinrichtung. Gegen die aus Afghanistan, Syrien und Eritreer stammenden Asylanten wurden im benannten Zeitraum 133 Strafanzeigen gegen 121 Verdächtige gestellt. Darunter Delikte wie Drogenhandel, Erpressung, Körperverletzung und Aufenthaltsverstöße.

Immer wieder kam es zu Polizeieinsätzen in der Erstaufnahmeeinrichtung. So Mitte April, als die Polizei eine Massenschlägerei mit einem Großeinsatz befrieden musste. 50 der „Schutzsuchenden“ gingen mit Latten und Eisenstangen aufeinander los.

„Es gibt mittlerweile täglich Vorfälle, immer mehr auch in den Stadtbezirken und dem Umland. So kann es nicht weitergehen“, so der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Hoffmann, der laut der Bild-Zeitung bemerkt, dass diese nur die Spitze des Eisberges sei. Die Beamten fühlten sich immer mehr im Stich gelassen. Manche Bewohner würden immer dreister, nähmen die Beamten nicht mehr ernst.

Jedoch ist die Schlussfolgerung des Polizeigewerkschaftlers nicht, die Gewalttäter zur Rechenschaft zu ziehen. Seine Forderung: Das Land müsse endlich mehr tun, insbesondere in der Betreuung der Flüchtlinge. Hoffmann: „Man braucht geschulte Sozialarbeiter, muss endlich Geld in die Hand nehmen. Wir löschen im Stadtgebiet Brände, das Land muss aber an den Brandherd ran.“ (SB)

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