Eine Jugend wird verdummt

0
Symbolfoto: Von Khosro/Shutterstock

Wie vertrauenswürdige Statistikinterpreten versichern, besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem wirtschaftlichen Lockdown und der Infektionskurve, soll heißen, die Kurven verlaufen in Ländern, die unterschiedliche Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ergriffen haben, nahezu identisch. Dagegen besteht ein Zusammenhang zwischen differenzierteren Distanz- und Quarantäneverordnungen auf der einen, den Infektionsraten auf der anderen Seite (auch wenn wir aufgrund der zahlreichen symptomlosen Verläufe nach wie vor nicht wissen, wie hoch der Durchseuchungsgrad eigentlich ist). Länder wie Südkorea oder Singapur haben Infizierte entschieden isoliert, aber auf einen Lockdown verzichtet. Sie stehen gesundheitlich so gut da wie Deutschland *, aber wirtschaftlich besser; die Krise wird sie weniger hart treffen.

Von Michael Klonovsky für Acta diurna

Das war der faktische Teil. Jetzt folgt die These. Sie lautet: Je höher der durchschnittliche IQ einer Gesellschaft bzw. eben doch eines Volkes ist, desto intelligenter kann sie (oder es) mit einer Krise wie der Corona-Pandemie umgehen, desto weniger Schaden wird sie (oder es) dabei nehmen. Um die Ostasiaten muss man sich keine Sorgen machen. Um das beste Deutschand, das es je gab, schon eher. Hier sinkt der durchschnittliche IQ seit einiger Zeit und mit ihm auch die Möglichkeit, die nächsten Krisen intelligent und flexibel zu meistern, trotz der sattsam bekannten deutschen Disziplin und Obrigkeitshörigkeit, und zwar – weiter mit der These – aus vier Gründen.

Erstens: Die Negativauslese in Politik, Kulturbetrieb und zunehmend auch in der Wirtschaft, wo Gesinnung mehr wiegt als Ahnung, hat zur Folge, dass immer mehr Führungspositionen von opportunistischen und phantasielosen Halbkompetenten besetzt werden, die sich mit Ihresgleichen umgeben. Auch die Eliten wechseln ins elitenfeindliche Lager. Ein Apparat verliert systematisch Intelligenz.

Zweitens noch einmal dasselbe, allerdings jetzt unter dem Leitkriterium der Frauenförderung: Immer mehr Quotenmägde verdrängen fähige Männer (und quotenfrauenexistenzabholde Frauen!).

Drittens: Die rotgrünen, von den angeblich Konservativen nicht gehinderten Bildungsreformer haben es geschafft, ein Schulsystem zu etablieren, das zwar massenhaft Abiturienten produziert, aber kaum mehr Jugendliche, die Gleichungen zweiten Grades rechnen, physikalische Formeln verstehen, anspruchsvolle Texte lesen bzw. schreiben und eine fremde Sprachen auf Konversationsniveau sprechen können. Wie ein stark sedimenthaltiger Fluss seinen Schlamm ins Meer spült, fließt das gutbenotete Dummenvolk in die Universitäten und von dort in die – zunehmend steueralimentierte – Berufswelt. Dazu kommt der Schaden, den der wissenschaftsfeindliche Poststrukturalismus und der Gender-Okkultismus in den Hirnen anrichten. Eine Jugend (wird) verdummt. Auf den „Fridays for Future“-Saturnalien konnten Interessierte den Verblödungsgrad einer ganzen Generation studieren.

Viertens: Dank der segensreichen Grenzöffnung der Bundesleitphysikerin (die angeblich keine war, aber was geschah dann am 4. September 2015?) wurde auch auf dem Importwege viel für einen sozial verträglicheren Durchschnits-IQ getan.

Paradigmenwechselwähler

(Netzfund)

* Leser *** aus Tulum (Mexico) verweist auf die „aktuellen Zahlen von der Johns Hopkins-Netzseite“ und „würde sagen, daß diese Länder nicht genauso gut, sondern erheblich besser dastehen als Deutschland. Wie auch die meisten (oder alle?) anderen Länder in dieser Weltgegend.

Japan:
135 Mio Einwohner,
16.581 Infizierte,
830 Tote

BRD:
83 Mio Einwohner,
180.802 Infizierte,
8.323 Tote

Südkorea:
52 Mio Einwohner,
11.225 Infizierte,
269 Tote

Taiwan:
23,5 Mio Einwohner,
441 Infizierte,
7 Tote

Singapur:
5,7 Mio Einwohner,
32.343 Infizierte,
23 Tote

Kambodscha
16 Mio Einwohner,
124 Infizierte,
0 Tote

Vietnam
95,5 Mio Einwohner,
327 Infizierte,
0 Tote

Was die Zahl der ‚Coronatoten‘ betrifft, stehen diese asiatischen Länder alle massiv besser da als die BRD, absolut und im Verhältnis. Bei der Zahl der Infizierten ist Singapur möglicherweise/wahrscheinlich deshalb mehr betroffen als die BRD, da es ein dichtbesiedelter Stadtstaat ist. Wenn ich recht informiert, hat keines dieser Länder einen Lockdown durchgeführt, aber alle kontrollieren ihre Grenzen und haben z.B. frühzeitig die Einreise von Chinesen untersagt.“

PPS: Zu Japan schreibt Leserin ***: „Es gab seit 7. April einen ‚Lockdown”, der gestern auch für die 40 Millionenstadt Tokyo aufgehoben wurde. Nur notwendige Geschäfte durften geöffnet werden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, auch von Polizisten in den Vergnügungsgebieten per Megafon, daheim zu bleiben. Die Leute hielten sich daran, sie haben noch ein Gemeinschaftsgefühl, und es gab im TV regelmäßig Panels mit Fachärzten, ohne zugelassene schwafelnde Laien, ebenso jede Woche für die Regierung mit diesen Professoren. In Japan trägt man in der Grippezeit und bei Heuschnupfen Masken, um andere Menschen weder zu belästigen noch anzustecken. Man stellt die Schuhe an der Haustür ab, küßt und umarmt nicht jeden Menschen, man verbeugt sich, selbst der Tenno vor seinem Volk. Auch die öffentlichen Toiletten sind im Land sauber. Rücksichtnahme gilt dort als selbstverständlich. Man ehrt die Vorfahren und denkt als jetzt lebender Menschen immer an die kommenden Generationen. Es wäre unvorstellbar, die Alten sozusagen ‚über die Klinge springen zu lassen‘.“

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram