Dauershowgast bei Anne Will: Scholz und Baerbockmist – Keine AfD

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Anne Will (Bild: Screenshot)

Lieblingsgast in der öffentlich-rechtlichen Politshow „Anne Will“ ist- ungeschlagen auf Platz eins – Olaf Scholz (SPD). Dicht gefolgt von der grünen Kobold- und Weltwirtschafts-Expertin Annalena Baerbock. Die AfD war mit Alice Weidel genau einmal bei Frau Will zu Gast.

Kein anderer Spitzenpolitiker saß bislang in diesem Jahr häufiger in der ARD-Quasselrunde von Anne Will. Eine JF-Auswertung der Gästeliste ergab, dass der Genosse Vize-Kanzler seit Januar von Will ganze vier Mal eingeladen war. Dicht gefolgt vom absoluten Darling des öffentlichen Polittalk, der Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock. Die Kobold- und Weltwirtschaftsexpertin war seit Jahresbeginn bei Will drei Mal in der Runde anzutreffen. Ebenso oft gaben sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ehre. FDP-Chef Christian Lindner, Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) und Grünen-Chef Robert Habeck wurden in diesem Jahr bislang je zwei Mal eingeladen. Ebenso Sahra Wagenknecht (Linkspartei), NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sowie der angebliche SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

Wer eine Antwort darauf haben will, warum die AfD in der Coronakrise nicht wahrgenommen wird und in den Umfragen immer weiter abrutscht: Mit mit Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel Anfang Februar war die größte Oppositionspartei im Bundestag lediglich einmal vertreten. Während der gesamten Corona-Krise saß bisher noch kein Politiker der AfD im Studio.

Ganz generell ist festzustellen, was die Häufigkeit der Einladungen der Talkgäste bei den öffentlich-rechtlichen TOP-Talkrunden im vergangenen Jahr nur bei den Unionsparteien und halbwegs noch bei der SPD mit deren Sitzverteilung im Bundestag übereinstimmt. Dann beginnt das Verhältnis, laut Statista, jedoch bereits massiv zu kippen:

Talkrunden (Quelle Statista)

Bereits im vergangenen Monat wollte jouwatch von den fünf führenden öffentlich-rechtlichen Politikformaten wissen, warum es für Lanz, Maischberger, Illner, Will oder Herrn Plasberg nicht interessant erscheint, was die AfD im Thema Corona zu vermelden hat. So teilte beispielsweise die Pressesprecherin von Anne Will mit:

„Wir wählen unsere Themen und Gäste stets nach journalistischen Gesichtspunkten aus. Die Corona-Pandemie ist derzeit das bestimmende Thema – dies spiegelt sich natürlich auch in unserer Sendung wider. So waren in den vergangenen Ausgaben von ANNE WILL dazu vor allem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Politikerinnen und Politiker in Regierungsverantwortung von Bund und Ländern gefragt.“.

Die Programmdirektion von Plasberg argumentierte ganz ähnlich, bestand aber darauf, dass auch kein Grüner, Linker oder FDPler im benannten Zeitraum eingeladen gewesen sei, man jedoch – weil man ja politisch kontrovers diskutieren wolle – dies zukünftig beachten werde. Wann ein AfDler die Ehre bekommt, werde man vor dem Hintergrund der jeweils aktuellen Fragestellung entscheiden. Und ganz wichtig: „Dabei gelten für alle Parteien selbstverständlich dieselben journalistischen Standards.“ Klar! Ist für den Zwangsgebührenzahler immer und immer wieder festzustellen! (SB)

 

 

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