Widerlich: ZDF hofiert US-Präsidentschaftsbewerber Biden – trotz Rassismus und Vergewaltigungsvorwürfen

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ZDF-Mann Theveßen in Washington, hier in einem Beitrag für "Phoenix" (Screenshot:Youtube)

Tendenziöser und voreingenommener könnte die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland kaum sein, doch es gelingt den diensthabenden Meinungsmachern dort jedes Mal aufs Neue, sich selbst zu überbieten: Nach den rassistischen Ausfällen des US-Präsidentschaftsbewerbers der Demokraten, Joe Biden, drückt das ZDF einfach alle Augen zu – und macht daraus ein Lobgesang auf dessen menschliche Größe.

Biden hatte am Freitag in der Radiosendung „Breakfast Club“ zu dem farbigen Talkgast der populären Hörfunkshow, Charlamagne Tha God, auf dessen Äußerung, er wisse nicht recht, ob er für ihn oder Donald Trump als Präsident sei, folgendes geantwortet: „Ich sage Ihnen das eine: Wenn Sie ernsthaft ein Problem damit haben herauszufinden, ob Sie für mich oder für Trump sind, dann sind Sie kein Schwarzer!“

Im politisch hyperkorrekten Amerika beging Biden damit gleich zwei Kardinalssünden: Zum einen verband er die Hautfarbe mit einer politischen Gesinnung – was ein klar rassistisches Stereotyp ist. Zum anderen ließ er damit durchblicken, dass er offenbar wie selbstverständlich voraussetzt, Schwarze müssten heutzutage automatisch Demokraten wählen.

Hätte Donald Trump eine vergleichbare Bemerkung fallen gelassen, wäre er medial direkt ans Kreuz geschlagen worden, und vor allem die ÖRR-Framinggroßmeister bei ARD und ZDF hätten wutschnaubend ihre Verachtung in die Nachrichtentexte eingearbeitet. Bei Biden hingegen schalten sie auf apologetische Nachsicht – und nehmen ihn prompt in Schutz.

Schizophrene ÖRR-Doppelmoral

ZDF-USA-Korrespondent Elmar Theveßen blieb es vorbehalten, Biden sowohl per Kommentar als auch in einem Artikel auf „ZDF heute“ zu verteidigen: Nach seinem „dummen Fehltritt“ im Radio habe er sich „reumütig“ gezeigt. „Er lernt aus Fehlern“, schwärmt Theveßen. Damit nicht genug: Wenn Biden weiter „ehrlich“ bleibe und wenn er „auch mit seinem Dementi gegen die Vorwürfe von sexuellem Missbrauch ehrlich war“, so Theveßen im ZDF, und wenn Biden „sich glaubhaft für Fehler entschuldigt und aus ihnen lernt“, dann unterscheide er sich „so sehr vom derzeitigen Amtsinhaber, dass Biden die Wahl gewinnen kann.“ Als Zwischenüberschrift wählt Theveßen schamlos die griffige Formel: „Mit Ehrlichkeit auf dem Weg zum Wahlsieg“.

Genauso wie Anfang Mai, als die Vorwürfe gegen Biden wegen sexueller Belästigung aufkamen; wie die gesamte Anti-Trump-Medienliga dies- und jenseits des Atlantiks, hatte auch das ZDF da schon Bidens Unschuldsbeteuerungen geschluckt und den Fall damit sozusagen für erledigt erklärt; es erinnerte fast an die aalglatte Generosität linker Journalisten in der Levinsky-Affäre, als ihr Musterknabe Bill Clinton nicht nur sexistischer Praktiken im „Oral Office“, sondern der Lüge vor dem Senatsausschuss überführt worden war.

Trump – das ewige Böse

Wie bei Clinton ist auch jetzt bei Biden wieder das exakte Gegenteil der Hexenjagd und Verdachtsberichterstattung zu erleben, der Trump – auch vom ZDF – wiederholt ausgesetzt ist, wann immer es ebenfalls um dessen angeblich sexuelle Übergriffe oder Anstandsdelikte ging.

Die 2016, noch vor der Präsidentenwahl gezielt lancierten Tonbandmitschnitte, als Trump – damals noch überhaupt kein Politiker – despektierliche Sprüche im vertraulichen Gespräch gerissen hatte („grab’em by the pussy“), bewiesen auch aus Sicht der deutschen Staatsmedien seine gänzliche Nichteignung zum höchsten Staatsamt. Und auch, als es um die – mit großer Wahrscheinlichkeit politisch motivierten und haltlosen – Behauptungen der 77-jährigen Anwältin E. Jean Carroll ging, Trump habe sie vor 26 Jahren vergewaltigt, war die Vorverurteilung perfekt.

Wann immer Trump von seinen Feinden – wie sich am Beispiel der Russland-Intrige zeigte: selbst ohne jeglichen Beweis – mit Schmutz beworfen und mit Verdächtigungen überzogen wird, sind deutsche Kampagnenjournalisten ganz vorne mit dabei, ihre Lieblings-Hassfigur fertigzumachen und bloßzustellen; auch als der von Trump erkorene Richterkandidat Brett Kevanaugh mit dem Vorwurf einer angeblichen jahrzehntealten Vergewaltigung zu Fall gebracht werden sollte, beteiligte sich das ZDF lustvoll an den Spekulationen und ließ kein gutes Haar an dem konservativen Juristen – obwohl es sich um eine Schmutzkampagne ersten Ranges gehandelt hatte.

 

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