Spahn hetzt gegen die AfD: Das sind Corona-Leugner

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Foto: Alice Weidel und Alexander Gauland (über dts Nachrichtenagentur)

So viel Zeit muss sein, dass man trotz der vielen Arbeit seinem Lieblingshobby frönen kann: Der Bundeskrankheitsminister Jens Spahn hetzt in gewohnter Weise gegen die einzige Oppositionspartei und bezichtet sie als „Corona-Leugner“, was natürlich eine einzige Lüge ist. Denn nur, weil es in der AfD – im Gegensatz zur Merkel-Partei – unterschiedliche Einschätzungen zur Lage gibt, leugnet man natürlich nicht das Virus.

Aber das ist Spahn egal, er hat jetzt den Kurs der AfD-Spitze in der Coronakrise noch einmal nachdrücklich und scharf kritisiert. „Das Ziel der AfD-Führung ist selbst in einer solchen nationalen Krise nicht Sacharbeit, sondern einzig und allein destruktive Stimmungsmache“, sagte Spahn der „Welt“ (Freitagsausgabe). Er wundere sich, wie unkritisch mit den „ständigen Meinungswechseln“ dieser Partei umgegangen werde.

„Die AfD, die sich jetzt als Corona-Leugner versucht, ist dieselbe AfD, die noch vor Kurzem immer härtere Maßnahmen gegen das Virus gefordert hat“, so der CDU-Politiker weiter. Entlarvend sei der Umgang mit den Fachpolitikern der Partei, die etwa im Gesundheitsausschuss zwar mitunter kritisch, aber trotzdem engagiert in der Sache arbeiteten. Diese hätten es in ihrer eigenen Partei und Fraktion „sehr schwer“, so der Gesundheitsminister.

Man muss dazu wissen, dass die AfD bereits schon vor den Folgen des Coronavirus gewarnt hatte, als dieses von Typen wie Spahn noch „verleugnet“ wurde. So dreht man einfach die Tatsachen um. Billig und durchschaubar.

Spahn verteidigte auch den Besuch des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) bei einer „Hygiene-Demonstration“ in Dresden. „Ich finde es richtig, dass Michael Kretschmer den Dialog anbietet“, sagte Spahn. Es sei richtig, sich dieser Debatte zu stellen, so wie es richtig sei, dass Bürger ihre Sicht der Dinge aussprechen.

„Dass ein Gastronom, der vor der Existenzfrage steht, die Dinge anders einschätzt als ein Lungenarzt, der gerade einen Schwerstkranken mit Covid-19 behandelt hat, finde ich nachvollziehbar“, so der Gesundheitsminister weiter.

Und dass Spahn nicht von dieser Welt ist und nichts von einer weiteren, noch viel tieferen Spaltung der Gesellschaft mitkriegt, beweist diese Äußerung:

Zu Beginn der Pandemie habe man in Deutschland „ein neues Wir-Gefühl“ erlebt. Nach Jahren der gesellschaftlichen Polarisierung, zuerst in der Flüchtlings-, dann in der Klimafrage, habe man gezeigt, dass man eine Gemeinschaft sei und aufeinander aufpasse.

„Deswegen sollten wir notwendige Debatten so austragen, dass sie zusammenführen und nicht wieder spalten“, sagte Spahn der „Welt“. Auf die Frage, ob er demnächst selbst auf einer Demo gegen die Corona-Schutzmaßnahmen vorbeischauen würde, zeigte sich der CDU-Politiker offen: „Ich bin nicht dafür bekannt, dass ich Debatten aus dem Weg gehe.“

Na, dann freuen wir uns schon auf die nächste Begegnung auf der Demo. Spahn mit Aluhütchen in den Farben der Regierung würde auch das Gesamtbild verschönern. (Mit Material von dts)

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