Mainstream-Medien als Denunzianten-Plattform

0
Pranger (Symbolbild: shutterstock.com/Von Chubykin Arkady)

Während die Mainstreammedien sich offensiv zurückhalten, wenn es nach einer Straftat um die Veröffentlichung von Täterfotos – insbesondere wenn es sich um migrantische Tatverdächtige handelt, verdingt sich die Qualitätspresse in Zeiten von Corona als Denunzianten-Plattform.

Wir kennen es bereits. Wird eine Straftat begangen, dann kann es Wochen oder Monate dauern, bis Fahndungsfotos zum Täter veröffentlicht werden. Dies hänge – so die Polizei – vom Ermittlungsverlauf und von der Dringlichkeit eines Falles ab. Bei „kleineren Delikten“ verzögere sich die „Foto-Fahndung“ durch die Verfahrenswege zwischen den Strafverfolgungsbehörden und durch die Prioritätenlisten von Staatsanwaltschaften und Gerichten. Damit die Persönlichkeitsrechte von Beschuldigten nicht verletzt werden, brauche es zudem immer eine richterliche Anordnung. Delikte wie Raub, Einbruch oder Diebstahl werden von den Strafverfolgungsbehörden und Gerichten entsprechend nicht mit höchster Priorität bearbeitet.

Ganz akkurat mit dem Schutz des Persönlichkeitsrechts geht man laut Eigendarstellung bei den Mainstreammedien um. Insbesondere dann wenn es sich um Täter mit einem Migrationshintergrund handelt, hält sich die „Qualitätspresse“ mit Veröffentlichungen von Fotos zurück.

Mediales Denunziantentum (Bild: Screenshot)

Jedoch wirft man dort jegliche Zurückhaltung über Bord, wenn es sich um ein „Maskenverbrechen“ in Zeiten von Corona handelt. So veröffentlicht das Blatt heute.at ein Bild eines weißen Mannes, das laut Bildunterschrift von einem ganz eifrigen Corona-Überwacher an die Redaktion übersandt wurde. Überschrieben ist die Fotoveröffentlichung der medialen Denunzianten-Plattform mit: „Mann fährt trotz Maskenpflicht ohne Schutz mit U-Bahn“. Detailiert dann die Beschreibung des Tatherganges. (SB)

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram