Clan-Gewalt gegen Polizei: NRW-Innenminister will mal wieder „hart durchgreifen“

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NRW-Innenminister Herbert Reul /Foto: Imago)

Duisburg – Nach dem massiven Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt im Duisburger No-Go-Area Marxloh, bei dem 200 muslimische „Familienmitglieder“ die Vollstreckung eines Haftbefehls gegen einen 18-jährigen durch die Polizei behinderten, beschwört NRW-Innenminister Herbert Reul wieder mal die „Nulltoleranz“-Strategie. Die Clans lachen sich jetzt schon schlapp.

Ehe die Politik in Deutschland aufwacht und reagiert, muss bereits die Katastrophe eingetreten sein. Bezogen auf die völlig gescheiterte Multikulti- und Integrationspolitik, auf das Märchen vom friedlichen Miteinander und Austausch der Ethnien, bedeutet dies: In Jahrzehnten gewachsene Parallelgesellschaften haben über Generationen Verhältnisse geschaffen, denen man jetzt durch aktionistisches „Durchgreifen“ beikommen will. Ein fataler Trugschluss: Die Fehler, die schon vor 40 Jahren gemacht wurden und sich unter Merkels Willkommensmanie und schleichendem Islamisierungskurs weiter verstärkt haben, sind irreparabel.

Es kam nicht so, wie „Rechte“, Populisten, „Angstbürger“ und angeblich vorurteilsverhaftete Klischeedeutsche prophezeit haben, völlig richtig. Sondern es kam noch viel schlimmer. In Deutschland leben Millionen Menschen, die zu diesem Land und seinen Werten nicht den geringsten Bezug haben, und die es nicht abwarten können, nach alter Väter Sitte die kulturellen Rahmenbedingungen hier umzusetzen, in denen sie sozialisiert wurden. Die grenzenlose Toleranz der aufnehmenden Gesellschaft, ihrer Behörden und sogar Ordnungshüter haben sie nicht nur immer wieder ausgenutzt; mit jeder Geste des Entgegenkommens schwand ihr Respekt für diesen schwächlichen, verweichlichten Staat.

Die Politik hinkt chronisch hinterher

Ob im Ruhrpott oder in Berlin – die einzige Sprache, die Clans verstehen, ist Härte und Gewalt – und beides lässt der deutsche Kuschelstaat, in Gestalt seiner Polizeibeamten und der Justiz, seit langem sträflich vermissen. Deshalb nimmt man es in Marxloh und anderswo allenfalls mit einem breiten Grinsen zur Kenntnis, dass der Düsseldorfer CDU-Innenminister Herbert Reul fortan im Duisburger Problembezirk „hart durchgreifen“ will. Objektiv gebe es zwar keine Viertel, die No-Go-Areas seien, subjektiv empfänden „die normalen Menschen“ das allerdings so, sagte Reul laut „dts Nachrichtenagentur“. Deshalb müssten sich Politik und Polizei darum kümmern und durchgreifen.

„Was wir begonnen haben, die Null-Toleranz-Strategie, heißt ja, konsequent zu sein, jeden Verstoß zu ahnden“, sagte der Innenminister. Die Polizei werde sich von dieser Strategie nicht ablenken lassen. „Wenn jemand glaubt, uns würde die Puste ausgehen, da irren die sich gewaltig“, so Reul. Vorangegangen war Reuls Ankündigungen die Beschwerde des stellvertretenden NRW-Landeschefs der Gewerkschaft der Polizei, Michael Maatz, dass Polizisten immer wieder bei Einsätzen bespuckt, bedroht und attackiert würden. Das Ausmaß der Angriffe sei „nicht tolerierbar.“ Sei es, wie es sei: Jetzt, da der Worst Case längst eingetreten ist, muten Reuls Absichtserklärungen einfach nur höchstgradig lächerlich an. (DM)