Geht doch: BAMF investiert 40 Mio. Steuergeld in digitale Integrationskurse für Asylbewerber

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Integrationskurs (Symbolbild: shutterstock.com/Von Frank Gaertner)

Die Firmeninsolvenzen werden aufgrund der getroffenen Corona-Maßnahmen ein noch nie dagewesenes Ausmaß annehmen, die Arbeitslosigkeit wird massiv ansteigen, der nimmersatte Staat wird weniger Steuern einnehmen. Trotzdem „investiert“ das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 40 Millionen Euro Steuergeld aus dem aktuellen Haushalt, damit „die Zeit der Unterbrechungen der Integrationskurse und Sprachkurse durch digitale Angebote überbrückt werden kann“. Welch eine Fürsorge!

Mit dem Geld sollten festangestellte Lehrkräfte und Honorarlehrkräfte der Kursträger – hier ist die Asylindustrie gemeint – auch in der „Pandemie“ weiter bezahlt werden, teilte das BAMF den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit. Demnach wurden durch das Bundesamt bereits rund 7.000 Online-Tutorien und sogenannte „Virtuelle Klassenzimmer“ mit Unterricht über Videokonferenzen genehmigt.

„Aktuell lernen so fast 83.000 Zuwanderer digital“, freut sich die BAMF-Abteilungsleiterin für „Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Die digitalen Unterrichtwerkzeuge seien wichtig, um auch in Zeiten der Pandemie die Integration der Menschen in Deutschland voranzubringen. Zugleich warnte das BAMF vor den Folgen eines längeren Ausfalls der regulären Integrationskurse. „Derzeit unterbrechen 220.000 Zuwanderer in Deutschland ihre Kurse zur Integration“, so die hoch besorgte Behördenfrau.

Und auch hier wird „Corona“ als Rechtfertigung herangezogen, wenn die „Integration der Neubürger“ einmal mehr scheitern würde. Denn: „Wenn wir nicht personell und finanziell die Integrationsbemühungen auch in Zeiten der Pandemie aufrechterhalten, droht eine große Gruppe von Zuwanderern, vor allem Flüchtlinge, beim Ankommen in Deutschland zu scheitern“, so die „Warnung“.

Auch der Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) will etwas vom „Corona-Kuchen“ abhaben. Die DVV-Forderung: Das Budget für die Träger der Integrationskurse müsse aufgrund der Corona-Pandemie deutlich aufgestockt werden. Da die Schulen die Flüchtlingsklassen coronabedingt aufteilen müssen, bedeute dies eine drastische Erhöung – ja vielleicht sogar Verdoppelung der bisherigen Kosten. „Wir werden nicht daran vorbeikommen, die Kurse neu und möglichst rasch unter den derzeitigen Rahmenbedingungen aufzustellen“, teilt eine DVV-Sprechern der Funke-Gruppe mit. Hier sei die Politik gefordert, den Etat des Bundesamtes entsprechend aufzustocken. Nur so könne der Auftrag des Staates zur Integration von Geflüchteten umgesetzt werden. Und wie wir alle wissen, gibt es fast nichts Dringenderes in diesen Zeiten. (SB)