Enthüllung des Corona-Papiers beweist: Ohne freie Medien kein echter Journalismus

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Symbolbild:Jouwatch

Berlin – Wie wenig die zwangsgebührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen und übrige Vertreter der „vierten Gewalt“ ihren Informations- und Aufklärungsauftrag erfüllen (sofern heute davon überhaupt noch die Rede sein kann), ließ sich diese Woche am Skandal um die kritische Corona-Analyse aus dem Bundesinnenministerium (BMI) trefflich studieren: Sowohl Existenz als auch Inhalt dieses hochbrisanten Dokuments wurde weder vom Staatsfunk noch von sogenannten etablierten Medien veröffentlicht – sondern von den Vertretern der Gegenöffentlichkeit, den freien Medien.

Gäbe es diese nicht, dann hätte niemand das Papier gesehen und keiner drüber geschrieben. Nicht von ungefähr war es „Tichy’s Einblick„, welches das aus dem BMI durchgestochene hochbrisante Corona-Dokument als erstes brachte – und es waren weitere unabhängige Netzmedien, auch jouwatch, die diese Meldung aufgriffen, den Inhalt wiedergaben und journalistisch kommentierten, einordneten und auf seine spektakulären Thesen eingingen. Die Mainstream-Medien – und vor allem die öffentlich-rechtliche Organe – beschränkten sich hingegen auf Nachbetung des Regierungskurses – und Verunglimpfung des Autors – obwohl dieser kraft seines Amtes und der Zuständigkeit seines Referats nichts anderes getan hatte, als eine kritische Bewertung des (offenbar fahrlässig übertriebenen) Corona-Krisenmanagements zu erstellen und diese – korrekt und pflichtgemäß – zu Papier zu bringen. Dafür war der Spitzenbeamte nicht nur suspendiert worden, sondern wird seitdem von den vermeintlichen Leitmedien als „Stichwortgeber“ und Kronzeuge der Verschwörungstheoretiker im Land geschmäht.

In Teilen der CDU stößt nun der Umgang von CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer mit dem Beamten auf Kritik. „Die Grundaussagen des Papiers, dass die Gefährlichkeit des Coronavirus überschätzt wird, teile ich komplett“, sagte die sächsische Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) dem „Spiegel„. Der Beamte habe im Grunde bloß seinen Job gemacht. „Dass er dafür vom Innenministerium als Wirrkopf dargestellt wird, irritiert mich.“ Nicht der Verfasser der kritischen Thesen, sondern die Regierung „befeuere“ die Verschwörungstheorien, wenn man abweichende Meinungen mundtot mache. Man müsse sich sich ernsthaft mit den Thesen auseinandersetzen.

„Werk eines Irren“

Auch in der jüngsten Unionsfraktionssitzung war der Fall Thema, berichtet der „Spiegel“ weiter: Es wurde davor gewarnt, die Sichtweise des Beamten zu ignorieren. Werde das Papier als Werk eines Irren abgestempelt, sei das „Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker“, wird der Digitalexperte Christoph Bernstiel aus Sachsen-Anhalt zitiert. Seehofers CDU-Staatssekretär Günter Krings wandte sich in der virtuellen Sitzung demnach entschieden dagegen, das Papier des BMI-Beamten ernsthaft zu behandeln. Wenn man beginne, solche Papiere zu analysieren, „dann können wir demnächst auch die Jungs mit den Aluhüten zu den Bundestagsanhörungen einladen“, wird Krings zitiert.

Anscheinend sind es linientreue Vertuscher und Kommissköpfe wie Krings, die in Seehofers Haus fürs Dichthalten zuständig sind – und das Sagen haben: Seehofer selbst verteidigt denn auch das Vorgehen seines Ministeriums gegen den geschassten Beamten: „Jeder weiß, dass ich ein hohes Maß an Liberalität im Hause pflege. Ich habe deshalb kein Problem damit, dass er seine Meinung hat, die er vertritt“, sagte der CSU-Politiker laut „dts Nachrichtenagentur“. Nicht in Ordnung sei, „dass er die Infrastruktur und den Briefkopf des Ministeriums verwendet hat, um den Eindruck zu erwecken, es sei die Meinung des Ministeriums.“ Seehofer: „Bei aller Liberalität gibt es ja auch noch Loyalität.“ Fragt sich, welche Liberalität er meint: Weder wissenschaftliche noch Meinungsfreiheit wird von der Groko geduldet, wenn es um eine kritische Bewertung der Corona-Maßnahmen und der durch diese angerichteten fatalen „Nebenwirkungen“ geht… (DM)

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