Erneut Privatadressen veröffentlicht: Linksextremisten rufen zum „Kampf“ gegen Andersdenkende auf

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Frankfurt Entnazifizieren (Symbolbild: shutterstock.com/Von Jim Lambert)

Unter dem Motto „Frankfurt entnazifizieren“ haben Linksextremisten zum Kampf gegen AfD, CDU und FDP aufgerufen. Die „Antifa“ veröffentlichte eine Karte der Stadt, auf der unter anderem Adressen von Politikern und Parteibüros sowei verschiedener Vereine von AfD, CDU und FDP verzeichnet sind.

Es gäbe noch einiges zu tun, heißt es auf der Antifa-Internetseite. „Keine Akzeptanz für Nazis! Kein Platz für Nazis und rechtes Gedankengut in Behörden, im Betrieb, im Alltag und auf der Straße! Praktische Entnazifizierung jetzt!“.

Unter dem Aufhänger „8. Mai“ mobilisieren die Linksextremisten und zeigen auf, dass es auch in Frankfurt noch „weitaus genug zu entnazifizieren gibt“. Um einen „kleinen Anreiz zu bieten, sich damit auseinanderzusetzen“, findet man auf der Seite der Linksterroristen eine „Karte mit verschiedensten Akteuren in Frankfurt“. Die Auflistung sei exemplarisch und habe nicht den „Anspruch auf Vollständigkeit“, heißt es zynisch.

Dem Gewaltaufruf beigefügt eine Stadtkarte, auf der Namen und genaue Adressen von Politikern der AfD sowie von Parteibüros der AfD, CDU und FDP verzeichnet sind. Auch Privatpersonen mit den Vermerken „Rassist/AfD“, „Identitäre Bewegung“ oder „christlicher Fundamentalist“ sind zu finden. Auch finden sich mehrere Studentenverbindungen und das Erste Polizeirevier ist ebenfalls aufgelistet. Die auf der Karte aufgeführten „Akteure“ werden detaillierter in der dazugehörigen Legende beschrieben. Zu finden ist die „Entnazifizierungs“-Karte auf auf der Facebook-Seite der Linksextremisten.

Klaus Herrmann, Landessprecher der hessischen AfD, übte in einer Presseaussendung massive Kritik: „Die Antifa setzt wieder einmal demokratisch legitimierte konservative Positionen und deren Vertreter mit Rassismus und Antisemitismus und Nationalsozialismus gleich.“ Es sei besonders perfide, den 8. Mai für diese abstrusen Gedanken zu benutzen und mit einem Orts- und Personenregister einen „Anreiz“ zu „praktischer Entnazifizierung“ zu schaffen. „Das ist nicht mehr und nicht weniger als der Aufruf zu Straftaten“, so Herrmann weiter. Die Antifa wolle mit dieser Methode Angst verbreiten und demokratische Parteien, staatliche Institutionen und Personen markieren, um sie zu verunsichern und dadurch ihre politische Arbeit zu beeinträchtigen. „Die Antifa gehört als kriminelle und die Demokratie gefährdende Vereinigung nicht nur vom Verfassungsschutz beobachtet, sondern verboten“, fordert der AfD-Politiker. „Denn wer Menschen zu Zielscheiben macht, hat den demokratischen Diskurs verlassen.“

Die Polizei teilt auf Anfrage der JF mit, dass man die Seite kenne. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ könne man aber keine weiteren Angaben machen. Die benannte Internetseite der Antifa als auch die Stadtkarte mit den veröffentlichen Namen und Adressen sind aktuell immer noch online abrufbar und als Download frei verfügbar.

Immer wieder veröffentlichen Linksextremisten im Internet Adressen von ihnen missliebigen Personen. So 2018, als anläßlich des AfD-Parteitags in Augsburg auf einer linksextremen Internetseite eine Art Reiseführer hochgeladen wurde. Darin aufgelistet die Adressen von AfD-Büros und Privatadressen von AfD-Politikern, inklusive Telefonnummern und Email-Adressen, sowie „Kollaborateure“. Gemeint waren hier Gaststätten, die der AfD in der Vergangenheit Räumlichkeiten vermietet hatten. (SB)