Intendant verteidigt Zwangsgebühren-Erhöhung: Systemrelevante Gier

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NDR-Intendant Joachim Knuth (r.) mit Finanzminister Olaf Scholz (Foto:Imago/DeFodi)

Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen. Es sei denn, bei dem Sumpf handelt es sich um den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Deutschland und bei den Fröschen um seine Intendanten: Diese können ungeniert die eigene mediale Reichweite nutzen, um angeblich unverzichtbare Zwangsgebührenerhöhungen zu legitimieren – so wie aktuell NDR-Intendant Joachim Knuth, der ausgerechnet mit Corona argumentiert.

Knuth, seit Mitte Januar Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR), verteidigte die Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro pro Haushalt und Monat – und hob als leuchtendes Beispiel der angeblichen journalistischen Qualität, die durch die dem Bürger zwangsweise abgepressten Tarife gesichert werde, ausgerechnet die „Bedeutung der öffentlich-rechtlichen Sender in der Corona-Krise“ hervor. Gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ trat er dem Vorwurf entgegen, der ÖRR würde Geld verbrennen.

Das Gegenteil sei der Fall: Der öffentlich-rechtliche Journalismus habe in den vergangenen Wochen „ohne großes Hinterfragen den Status einer ʿsystemrelevantenʾ Branche erhalten. Das zeigt doch auch, wie wichtig wir für das Land sind. Die Angebote „kosten eben auch Geld“, so Knuth laut „Junge Freiheit„. Inwieweit allerdings der Beratungs-, Bildungs-, Informations- und Orientierungsauftrag des deutschen Staatsfunks bzw. -fernsehens durch die gegenwärtige, mehr als tendenziöse Art der Berichterstattung erfüllt wird, scheint sehr zweifelhaft.

Mehr Geld für Indoktrination

Und damit eben auch die Frage nach der „Systemrelevanz“. Der Kampagnenjournalismus gerade der ARD durch Politmagazine wie „Monitor“ oder „Panorama“, aber auch durch unseriöse Machwerke wie die gestern Abend ausgestrahlte angebliche „Reportage“ zum Thema rechter Alternativmedien im Internet, der mit beispielloser Verdachtsberichterstattung und Voreingenommenheit teilweise verleumderisches „Framing“ betrieb, sprechen eine ganz andere Sprache. Was hier mit Zwangsgebühren der Bürger finanziert wird, ist die schamlose Erziehung und Indoktrination eben dieser Bürger.

Während Knuth seine Senderfamilie als Hort der Sachlichkeit und Objektivität feiert und etwa die „Tagesschau“ als „Leuchtturm im Alltag“ lobpreist, kündigt er zugleich Einsparungen im Unterhaltungssektor an: So sollen ihm zufolge insgesamt 300 Millionen Euro alleine bei NDR-„Tatorten“ und –„Polizeirufen“ eingespart werden. Ein Zugeständnis an die Kritiker des ÖRR? Ausgerechnet diese beiden Formate nämlich waren in der Vergangenheit immer wieder mit politischen Statements aufgefallen: im Rostocker „Polizeiruf“ waren linksextreme Symbole und Anti-AfD-Aufkleber unkommentiert verwendet worden… (DM)