Der Wahrheit eine Gasse: Die fabrizierte Krise

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Corona-Demo am Samstag (Foto:Imago/photo2000)

Was war und ist wirklich dran an der Corona-Gefahr? Immer mehr Kritiker wagen sich inzwischen aus der Deckung – und hinterfragen vermeintliche Gewissheiten, die das politische Krisenmanagement stets als Drohkulisse perpetuierte, um die „Moral“ der Bevölkerung zu heben. Man hätte es auch Panikmache nennen können. Jetzt wagte sich sogar „Bild“ an eine objektive Corona-Neubewertung.

Während die meisten Mainstream-Medien alles daransetzen, weiterhin die Skeptiker und Kritiker als Verschwörungstheoretiker und Fakenews-Schleudern zu diffamieren, werden sie zunehmend von der Realität eingeholt – und es stellt sich heraus, dass die vermeintlichen Irren in Wahrheit Recht hatten – und dass stattdessen, im Gegenteil, die offiziellen Verlautbarungen oft in Märchenreich gehörten. Michael Klonovsky kommentiert dies auf „Acta diurna“ treffend: „Es gibt Plattköpfe, die Lügen (und Verschwörungstheorien) für wahr halten, und keineswegs nur Plattköpfe, das ist besorgniserregend.“ Und er fragt sich zu Recht, welche Lügen sonst noch Verbreitung fanden: „Die Lüge, dass sich das SARS-CoV-2-Virus nicht über die Atemwege verbreitet (Spahn)? Oder dass die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie keinen einzigen Arbeitsplatz gefährden (Altmaier)?

Von Anfang an war die Corona-Krise ein Kampf um Bilder, und in Deutschland wäre die Akzeptanz der Bevölkerung für die Umsetzung der massivsten Freiheitsbeschränkungen seit dem Zweiten Weltkrieg niemals so groß gewesen, hätten sich nicht einige „Narrative“ und Grundannahmen über die Gefährlichkeit der Pandemie frühzeitig in die Köpfe gebrannt. „Bild“ nimmt sich heute in einem aufsehenden Beitrag dieser Kernbehauptungen an – und kommt fast überall zu ernüchternderen, realen Erkenntnissen.

So wird etwa der umstrittene „R-Wert“, die Reproduktionszahl, als statistischen Effekt, der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gerne auch mal großzügig gerundet wird, entlarvt. Dass der Neuanstieg seit vergangener Woche – scheinbares Resultat der verkündeten Lockerungen – praktisch ausschließlich auf eine Zunahme der durchgeführten Tests zurückzuführen ist, verschweigen die Staatsepidemiologen. Auch die apokalyptischen Bilder aus Italien und den USA, dort fast immer nur New York, trugen massiv zur Einschüchterung und Verängstigung der Bevölkerung bei. Was über die TV-Bildschirme flackerte, wurde von der Politik stets als allenfalls zeitlich noch aufschiebbare Gewissheit auch für Deutschland prophezeit.

Keine Triage, keine Engpässe, keine Massengräber

RKI-Chef Lothar Wieler verkündete im März: „Wir sind einfach nur eine bis zwei Wochen vor Italien.“ Was folgte, war: Nichts. Gähnend leere Krankenhäuser, ausgebliebener Systemkollaps. Schon gar keine Triage, überlastete Intensivstationen oder knappe Beatmungskapazitäten. Dafür die komplette Aussetzung der medizinischen Normalversorgung im Land infolge verschobener OP’s, Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen – mit unabsehbaren gesundheitlichen Langzeitfolgen für die Bevölkerung. Die „erste Welle“ – es gab sie schlichtweg nicht.

Offenkundig wurde in voller Absicht von vornherein mit unzulässigen Vergleichen operiert: „Obwohl Italien zu den vermögendsten Ländern der Welt gehört, ist das Gesundheitssystem völlig unterentwickelt“, schreibt „Bild“, und verweist darauf, dass es in Deutschland schon zu Beginn der Corona-Krise rund 28 Intensiv-Betten pro 100.000 Einwohner gab (inzwischen sind es deutlich mehr) – und in Italien nicht einmal fünf. Ähnlich manipulativ waren auch die aus New York gezeigten Schreckensszenarien, die – so die Zeitung – eine „Stadt inmitten der Apokalypse“ darstellten.

Tatsächlich gilt mittlerweile als gesichert, dass Gouverneur Andrew Cuomo ein besonders theatralisches Krisenmanagement betrieb, um sich von Präsident Donald Trump als Macher und verantwortungsbewusster Retter zu inszenieren – inklusive Zeltkrankenhaus im Central Park errichten, Kühllastern vor jeder Klinik und angeblich eigens angelegten Massengräbern vor den Stadttoren. Tatsächlich gab es diese Massengräber schon lange vor Corona – dort wurden seit jeher Personen ohne Angehörige oder Familiengräbern bestattet. Sogar das medienwirksam von der US-Marine angeforderte Lazarettschiff war Show: Während seines mehrwöchigen Halts wurden gerade einmal 179 Patienten dort behandelt, bis es wieder ablegte.

Schweden – erst verteufelt, jetzt imitiert

Und die Krönung der Fehleinschätzung: Die angebliche Fahrlässigkeit Schwedens, die einen angeblich hohen Preis für ihren lockeren Pandemiekurs zahlen würden. Angeblich exorbitante Todeszahlen sollten zuletzt den scheinbaren Irrweg dokumentieren. In Deutschland waren es neben Virologen und mehreren Ministerpräsidenten vor allem „Gesundheitsexperten“ wie Karl Lauterbach von der SPD, die Panik schürten („Die Schweden sind völlig verantwortungslos“).

In Wahrheit hat das skandinavische Land den Peak der Pandemie überschritten und liegt konstant bei einer R-Zahl unter 1 – ohne dass dort die Wirtschaft massiven Schaden nahm. Da ist es kein Zufall, dass sich auch Deutschland nun mit seinem neuen Öffnungskurs exakt auf das schwedische Modell zubewegt – und endlich auf Eigenverantwortung seiner Bürger setzt, unter Inkaufnahme einer moderaten und sukzessiven „Durchseuchung“ bzw. allmählichen Herdenimmunisierung. „Bild“ bringt es auf den Punkt: „Verantwortung statt Verbote: Das IST das schwedische Modell.“ (DM)

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