Corona-Zahlen weiter im Sinkflug, der Widerstand gegen die überzogenen Maßnahmen wächst

0
Corona (Symbolbild: shutterstock.com/Von LinaOli)

Berlin – Es gibt immer mehr Hinweise, dass es sich bei Covid-19 „lediglich“ um eine „neue“ saisonale Grippe handelt. Denn die Zahl der aktiven Coronavirus-Infektionen in Deutschland geht weiter zurück, auch liegen immer weniger Patienten mit Covid-19 auf einer Intensivstation. Das ergab die tägliche Auswertung der dts Nachrichtenagentur um 20 Uhr, die auf direkter Abfrage bei den Städten und Landkreisen basiert. Demnach stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen bundesweit zwar binnen 24 Stunden um 1.377 auf 169.756, der Durchschnitt der letzten sieben Tage sank aber auf 932 Neuinfektionen pro Tag.

Dieser Wert geht kontinuierlich den 16. Tag in Folge zurück und entspricht nun 7,9 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner. Ähnliche positiv entwickelt sich die Zahl der aktiven Infektionen, die nun nur noch bei rund 19.700 liegt – auf dem Höhepunkt Anfang April waren es fast 63.000. Ebenso ist die Zahl der mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelten Patienten weiter rückläufig und lag am Donnerstagabend bei 1.799 – dieser Wert sinkt seit 17 Tagen, als er auf dem Höhepunkt noch bei 2.782 lag. Offenbar werden wieder mehr Patienten mit anderen Erkrankungen auf Intensivstationen behandelt, die Zahl der freien Betten lag bundesweit am Donnerstagabend nur noch bei 12.461. In den letzten Tagen waren es oft über 13.000 verfügbare Intensiveinheiten.

Die Zahl der Menschen, die mit dem Coronavirus sterben, bleibt relativ konstant. Bis Donnerstagabend kamen in Deutschland 7.119 mit dieser Diagnose um, binnen 24 Stunden ein Anstieg um 113. Viele davon haben Vorerkrankungen, sodass die tatsächliche Todesursache manchmal unklar ist.

Logisch, dass da der Widerstand gegen die überzogenen und gefährlichen Maßnahmen der Regierungen größer wird.

Immer mehr Bürger klagen genau aus diesem Grund nach Angaben des Deutschen Richterbunds gegen Corona-Auflagen in Deutschland. „Bundesweit sind inzwischen rund 1.000 Eilanträge im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bei den Gerichten eingegangen“, sagte Richterbund-Geschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Und es kommen täglich neue hinzu.“

Das zeige, dass die Akzeptanz für tiefgreifende Corona-Einschränkungen allmählich schwinde. Die Gerichtsverfahren betreffen laut Richterbund etwa die Maskenpflicht, Versammlungsverbote, Reisebeschränkungen, Gottesdienst-Auflagen oder Regelungen für Geschäftsöffnungen. In den meisten Fällen werden die Auflagen allerdings für rechtmäßig erklärt.

„Nur zu einem kleinen Teil gaben die Gerichte den Anträgen ganz oder teilweise statt“, so Rebehn.

So wissen wir wenigstens, auf welcher Seite die Richter stehen. Eine unabhängige Judikative gibt es im Merkel-Staat eben nicht mehr.

Dagegen gehen mittlerweile viele namhafte Wissenschaftler und Experten kritisch mit der Corona-Politik von Bund und Ländern ins Gericht. Der Staatsrechtler und langjährige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Professor Hans-Jürgen Papier, kam die Debatte zu kurz und gingen Eingriffe zu weit: „Es geht und ging ja nicht um wissenschaftlich vorgezeichnete Entscheidungen, sondern um die politische Abwägung zwischen sich teils widerstreitenden Belangen wie dem Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung einerseits und dem Schutz von Rechtsgütern mit Verfassungsrang“, sagte Papier der „Bild“ (Freitagausgabe). Das möge „im Detail eine Angelegenheit für Runden von Bund und Ländern“ gewesen sein, „aber im Grundsatz hätte das Teil einer breiteren und ausführlicheren parlamentarischen und öffentlichen Debatte bedurft“, so Papier.

Dazu seien die gegeneinander abzuwägenden Rechtsgüter zu bedeutsam und die Konsequenzen und Eingriffe zu groß gewesen. Professor Stefan Homburg, Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen an der Universität Hannover, bemängelt die verhängten Kontaktbeschränkungen als wirtschaftlich verheerend: „Mit dem Lockdown haben Bund und Länder einen Riesenfehler gemacht. Weil die Schäden täglich größer werden, sind alle Verbote sofort aufzuheben“, sagte er der „Bild“.

Leere Fußballstadien und halb leere Gaststätten nutzten niemandem. Klaus-Dieter Zastrow, Direktor des Hygiene-Institut Berlin, wirft Bund, Ländern und Robert-Koch-Institut Panikmache vor: Die Warnung vor einer zweiten massiven Infektionswelle sei „ein Hirngespinst“. Das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregelungen sowie das Tragen eines vernünftigen Mund-Nasen-Schutzes genüge vollkommen.

„Wenn wir das konsequent durchsetzen, besteht kaum noch Gefahr“, so Zastrow. (Quelle: dts)