„Wird keine Normalität mehr geben“: ARD-Chefredakteur Rainald Becker als Corona-Bolschewik

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Becker bei seinem gestrigen Kommentar (Screenshot:Youtube)

Ehre, wem Ehre gebührt: Übler hat bislang noch kein öffentlich-rechtlicher Volkserzieher seine grimmige Lust am Einpferchen, Bevormunden, Beschneiden von Grundrechten und Freiheiten kundgetan als ausgerechnet ARD-Chefredakteur Rainald Becker. Was dieser in seinem gestrigen Tagesthemen-Kommentar zum besten gab, stellte sogar Tiefpunkte von Wochenschau und Schwarzem Kanal in den Schatten. Der Frust über die gewährten Corona-Lockerungen triefte aus jeder Silbe.

Während die demokratisch gewählten Staatsmänner Johnson, Trump und Bolsonaro „Hasardeure“ sind, die zum Glück „hier nichts zu melden haben“, führt Beckers Schleimspur geradewegs – und wenig überraschend – ins Kanzleramt: „Dieses Land ist besser als andere durch die Corona-Krise gekommen, gerade weil Angela Merkel Kanzlerin ist.“ Gerne hätte er wohl gesehen, wenn sich diese mit ihrem Versuch, den Lockdown zu zentralisieren und fortzuschreiben, durchgesetzt hätte.

Daraus wurde – dem Föderalismus sei dank – leider nichts, und so empört sich Becker flamboyant über die Lockerungen: Schnelligkeit habe über Verstand gesiegt. Die Politik habe auf die Falschen gehört: Dass die übergroße Mehrheit der Bevölkerung die – angesichts der Entwicklung des Infektionsgeschehens überfälligen – Öffnungsbeschlüsse der Länder gutheißt, ignoriert der ARD-Mann. Für ihn sind die Motoren der Wiedererlangung von Grund- und Freiheitsrechten sinistre Kräfte, Verschwörungstheoretiker, Verrückte.

Systemwechsel und Bevormundung hurra!

Jeder, dem die Wiedererlangung des „status quo ante“ ein Herzensanliegen ist, steht bei Becker schon unter Generalverdacht, zu den „Wirrköpfen“ im Netz von „Widerstand 2020 und ähnlichen“ zu gehören. „All diesen Spinnern und Corona-Kritikern“, dekretiert er, „sei gesagt: Es wird keine Normalität mehr geben!“ Basta. Das ist Beckers großes, eigentliches Thema: Die Beseitigung der Normalität. Die staatlichen Corona-Maßnahmen müssen gar keinen epidemiologischen oder gesundheitspolitischen Notwendigkeiten folgen – sie sind entweder Selbstzweck oder unverhohlenes Instrument einer künstlichen Zeitenwende, des lang herbeigesehnten linken Zivilisationsbruchs.

Als Kronzeuge dieser heuchlerischen Kanzelpredigt zur kollektiven Umkehr bietet er die moralinsaure Creme prominenter Heuchler auf: „Madonna, de Niro und rund 200 andere Künstler und Wissenschaftler fordern zu Recht, nach der Coronakrise Lebensstil, Konsumverhalten und Wirtschaft grundlegend zu verändern“, triumphiert Becker. Vielleicht hätte er besser die Millionen von Künstlern fragen sollen, die sich als Folge einer hysterischen Corona-Politik unverschuldet in ihrer Existenz bedroht sehen – und nicht Milliardäre und Multimillionäre, die als linke Salon-Ikonen Verzicht und Genügsamkeit wie eine Monstranz vor sich hertragen und selbst feudal leben.

Das Ende des Wirtschaftssystems – weniger Konsum; Das propagiert hier ausgerechnet ein – aus von den Leistungsträgern eben dieses Wirtschaftssystems abgepressten Rundfunkzwangsgeldern fürstlich alimentierter – ARD-Chefredakteur, der dem Gebührenzahlervolk vorschreibt, wie es nach Corona zu leben, zu konsumieren und zu haushalten hat. Pünktlich zur beschlossenen Erhöhung des Rundfunkbeitrags zeigt sie sich hier in ihrer ganzen Pracht: Die hässliche Fratze des deutschen Erziehungs- und Indoktrinationsjournalismus. (DM)

 

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