Lauterbach gegen Bundesliga-Fortsetzung ab Mitte Mai

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"Der verrückte Professor" aka Karl Lauterbach (Foto:Shutterstock)

Berlin – Der gefragteste und wohl kompetenteste Virologe seit Menschen niesen und husten, „SPD-Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach, zeigt sich mal wieder als Spaßverderber. Jetzt hat er sogar den Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga in der zweiten Mai-Hälfte scharf kritisiert. „Der Beschluss zur Bundesliga ist enttäuschend und falsch, ich bedauere ihn sehr“, sagte Lauterbach dem Nachrichtenportal T-Online. Das Hygienekonzept funktioniere nicht.

Das Signal sei „fatal“. Der Wiederbeginn signalisiere den Menschen, junge Sportler seien durch das Virus nicht gefährdet, was nicht stimme. „Es ist keine sportliche Entscheidung, sondern eine rein kommerzielle, um Sponsorenverträge nicht zu verlieren“, so der SPD-Politiker.

Irgendwelche Belege, dass besonders junge Sportler von diesem Virus betroffen sind, bietet er natürlich nicht an. Dafür nervt ihn der noch funktionierende Föderalismus:

Die sonstigen Beschlüsse von Bund und Ländern zu den Corona-Lockerungen begrüßte Lauterbach zwar weitgehend. „Insgesamt ist es ein sehr gutes Ergebnis.“ Allerdings hätte er es sich gewünscht, dass die zentrale Steuerung der Pandemie durch den Bund stärker erhalten bleibe.

Aber die Länder hätten sich nicht mehr durch den Bund steuern lassen wollen. Besonders die Obergrenze für Neuinfektionen sei wichtig, so Lauterbach weiter. „Sie ist jetzt unbezahlbar, weil so viel auf einmal gelockert wird und wir nicht mehr verfolgen können, was die einzelnen Lockerungen bewirken.“

Jedoch müsse die Obergrenze jetzt auch eingehalten werden. Es könne nur funktionieren, „wenn genug getestet wird und bei zu hohen Zahlen in den Kreisen konsequent wieder harte Beschränkungen eingeführt werden“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte.

Wenn Linke wie Lauterbach plötzlich eine Obergrenze befürworten, ist hier was oberfaul. Aber nicht alle Genossen denken so wie er:

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius zum Beispiel hat die von Bund und Ländern beschlossene Erlaubnis für die Fortsetzung des Profifußballs in der zweiten Mai-Hälfte verteidigt. „Es geht hier nicht um eine Lex Bundesliga, weil Politiker so gerne auf der Tribüne ihres Lieblingsvereins sitzen. Die Liga muss das Produkt Fußball wieder verkaufen können, sonst geht in ein paar Monaten in vielen Städten das Fußball-Licht aus“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Wegen der Corona-Zwangspause drohe vielen Vereinen die Insolvenz, da sie Einnahmen aus der TV-Vermarktung bereits ausgegeben oder verplant hätten. Insofern sei es richtig, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Erlaubnis bekomme, unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln „Geisterspiele“ ohne Zuschauer zu veranstalten. Vorschläge, die Corona-Genehmigung für den Profifußball mit politischen Auflagen wie Gehalts- oder Transferdeckel zu verbinden, hält Pistorius für nicht zielführend.

„Natürlich würde ich mir wünschen, wenn der Profifußball die Coronakrise zum Anlass nehmen würde, selbstkritisch bestimmte Auswüchse zu hinterfragen. Das aber mit einer solchen Genehmigung zu verknüpfen, hielte ich für den falschen Weg.“ (Quelle: dts)