„Kurz vor dem Durchbruch“: Corona-Forscher in den USA erschossen

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screenshot YouTube

Der chinesische Forscher Dr. Bing Liu wurde am Wochenende in einem Haus in Pennsylvania erschossen. Er soll mit seiner Forschung am Corona-Virus kurz vor einem „Durchbruch“ gestanden haben.

In der Nähe seines Hauses in Ross Township wurde eine zweite Leiche in einem Auto entdeckt. Bei dem Toten soll es sich um den Chinesen Hao Gu (46) handeln. Beide Männer kannten sich nach Angaben der Polizei. Es gäbe keinen Hinweis darauf, dass die Ermordung des chinesischen Forschers in einem Zusammenhang mit seiner Entdeckung stehe, behauptet die Polizei.

Nach ersten Ermittlungen soll Hao Gu den Corona-Forscher in seinem Townhouse mit Schüssen in den Nacken und Kopf getötet und sich danach selbst erschossen haben. Der 37-jährige Bing Liu war laut nbc news an der University of Pittsburgh School of Medicine beschäftigt und arbeitete an der Erforschung des Corona-Virus.

Ein „langer Streit“ zwischen den beiden „um einen intimen Partner“ sei der Grund für den Tod der beiden Chinesen, erklärte die Ross-Polizeibehörde am Mittwoch.

„Wir haben keine Beweise dafür gefunden, dass dieses tragische Ereignis irgendetwas mit der Beschäftigung an der Universität von Pittsburgh, den Arbeiten an der Universität von Pittsburgh und der aktuellen Gesundheitskrise in den USA und der Welt zu tun hat“, so die Ermittler.

Die Untersuchung wurde an die Bundesbehörden weitergeleitet, da keiner der Männer US-Bürger war.

Bing Liu, der einen Philosophical Doctorate Titel besaß (Ph.D.), studierte Informatik an der National University of Singapore und arbeitete als Postdoktorand an der Carnegie Mellon University, bevor er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Pittsburgh School of Medicine wurde.

In einer Erklärung beschrieb ihn die Universität von Pittsburgh als einen hervorragenden Mentor und produktiven Forscher, der mehr als 30 Artikel mitverfasst hatte. Seine Arbeit konzentrierte sich auf Systembiologie.

„Bing war kurz davor, wichtige Erkenntnisse zum Verständnis der zellulären Mechanismen zu gewinnen, die der SARS-CoV-2-Infektion zugrunde liegen, und die zellulären Grundlagen der daraus folgenden Komplikationen“, gab die Universität bekannt. „Wir werden uns bemühen, das zu vervollständigen, was er begonnen hat, um seiner wissenschaftlichen Arbeit zu würdigen.“ (MS)

 

 

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