Das Imperium schlägt zurück: Verkaufsverbot für Attila Hildmann-Produkte

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Attila Hildmann (Bild: Screenshot)

Das ging ja schnell! Weil Vegankoch Attila Hildmann sich coronakritisch äußerte, sich Sorgen um die Demokratie in diesem Lande macht und im Internet zu Widerstand gegen die maßlosen Freiheits-Einschränkungen aufrief, haben der Discounter Kaufland und die Drogeriekette Vitalia seine Produkte aus dem Sortiment genommen.

Attila Klaus Peter Hildmann, Physiker, Vegan-Koch, Buchautor und erfolgreicher Gastronom – bisher immer gern gesehener Gast im Öffentlich-Rechtlichen und bekannt aus TV-Kochshows –hat offensichtlich eine andere Sicht auf den Umgang mit der sogenannten „Corona-Krise“, als erlaubt. Nicht nur, dass er zur „Freiheitsdemo für das deutsche Volk“ aufruft. „Schon seit gut einem Monat versorgt er seine Fangemeinde mit fragwürdigen Posts zum Thema Corona-Krise, hält das alles für eine große Verschwörung“, hetzte n-tv in einem Beitrag gegen den prominentn Vegan-Koch und „informiert“, dass sich Hildmann in rund 30 verfassten Beiträgen auf seinem Instagram-Account mit den verhängten Ausgangsbeschränkungen befasst und diese massiv kritisiert. Die Zuschreibung „Verschwörungstheoretiker“ folgte auf dem Fuße.

Nun haben Hildmanns „unkorrekte“ Äußerungen wirtschaftlilche Folgen für den 39-Jährigen. Denn: Der Discounter Kaufland und der Drogeriekette Vitalia haben seine Produkte rausgeschmissen. „Mit Befremden haben wir die Weltanschauung von Attila Hildmann zur Kenntnis genommen“, teilte eine Kaufland-Sprecherin gegenüber Welt mit. Diese widerspreche dem Verhaltenskodex des Unternehmens.

Auch Vitalia bestätige, dass man sich von Hildemanns Produkten trennen werde. „Die Firma Vitalia möchte sich ausdrücklich distanzieren von den Ideologien, die Attila Hildmann zuletzt im Internet verbreitet hat. Diese Meinungsäußerungen entsprechen nicht unserer Philosophie, wir stehen für einen offenen Diskurs“, so die nur noch als wahnwitzig zu bezeichnende Begründung.

Hildmann erklärte auf dem Nachrichtendienst Telegram: „Nochmal: Auslistungen sind meine kleinste Sorge! Schlafe ich in einer Demokratie ein und wache in einer Diktatur auf, ist nicht nur meine Unternehmerfreiheit eingeschränkt. Es geht hier um den Erhalt unser aller Demokratie und Freiheit, die beide in großer Gefahr sind.“

Hildmann ruft dazu auf, sich persönlich via E-Mail an die besagten Unternehmen zu wenden. (SB)

Im Kommentarbereich von Welt scheint man mit dem wirtschaftlichen Abstrafen Hildemanns durch Kaufland und Vitalia nicht einverstanden zu sein:

„Ich dachte in Deutschland gilt die Meinungsfreiheit?“

„Nanu, sie „nehmen“ die Produkte nicht aus dem Sortiment, sondern sie „werfen“ sogar damit, also dann muss ja etwas ganz Schlimmes passiert sein. Ach so, es hat nur jemand eine stark abweichende Meinung formuliert, na dann…“

„Gibt also noch gute Leute. Muss mich gleich mal in seinem Internetshop umsehn.“

„“Diese Meinungsäußerungen entsprechen nicht unserer Philosophie, wir stehen für einen offenen Diskurs.“ – Absurdes Theater, diese Äußerung! Ich kann weder der veganen Ideologie noch Herrn Hildmann persönlich auch nur das Geringste abgewinnen, aber DAS ist tatsächlich unfassbar: Wieder wird der Bürger und Konsument gegängelt und für unmündig erklärt, in der Lage zu sein, seine eigene Meinung zu den Äußerungen zu bilden und entsprechende individuelle Konsequenzen zu ziehen. Ich persönlich werde die genannten Handelsketten zukünftig meiden.“

„….so, gerade eben habe ich die Firma Kaufland auch aus meinen Einkaufszielen ausgelistet.

„Ein weiteres Symptom des allumfassenden Mainstreamismus: Wieder soll eine alternative Stimme mundtot gemacht werden“

„„Diese Meinungsäußerungen entsprechen nicht unserer Philosophie, wir stehen für einen offenen Diskurs.“ Sehr interessant, eine andere/abweichende Meinung gehört also jetzt nicht mehr zum offenen Diskurs oder wie ist das zu verstehen?“