Koma-Saufen bis der Staat kommt

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Foto: Von Syda Productions/Shutterstock

Unsere wild gewordenen Politiker, gerade auf Wolke 7 schwebend, weil es ihnen ja so viel Vergnügen bereitet, die Bürger in die Corona-Knechtschaft zu treten, denken sich jeden Tag eine neue Foltermethode aus – und das nur, damit ein paar Todgeweihte noch ein paar Tage länger an Maschinen hängen können.

Gerade eben zum Beispiel hat Herr Dulig, immerhin Sachsens Wirtschaftsminister, mal wieder eine grandiose Idee, die garantiert sämtliche Schnapsleichen im Grabe zum munteren Herumdrehen verleiten könnte:

Er denkt im Ernst darüber nach, wenn man Mitte Mai schon mal der Gastronomie einen Gefallen tun muss, neben einer Reduzierung von Sitzplätzen in den ‎Biergärten und entsprechenden Hygieneregeln die ‎Verweildauer zu begrenzen.

Wenn Politiker schon mal nachdenken, wird es immer gefährlich. Aber dieser Gedankengang könnte das endgültige Garaus der Wirtschaften in Deutschland bedeuten.

Denn das muss man sich mal ernsthaft vorstellen. Eine Familien mit Kindern bestellt Kaffee und Kuchen und muss das ganze in Rekordzeit herunterwürgen – Erstickungsanfälle sind da vorprogrammiert.

Und was machen die armen Saufkumpane und Likörschwestern? Was bedeutet diese neue staatliche Einmischung in deutsche Trinkgewohnheiten für die vielen Stammtischbrüder und Barschlampen?

Genau, sie werden zum Komasaufen animiert. Ex und hopp. Fünf Bier in 10 Minuten, kurz kotzen und dann den Tisch für die nächsten wieder frei machen. Das muss man schließlich schon auf sich nehmen, um die verlorene Zeit der Gastronomen wieder aufzuholen. So viel Solidarität muss schon sein. Wer aber überzieht und über das ständige Schlucken die Zeit vergisst, kriegt Lokalverbot oder wird von der überall anwesenden Polizei in die Ausnüchterungszelle gesteckt.

Gemütlich und Genuss klingt anders. Und so wie wir den Staat kennen, wird es nicht bei der Saufkontrolle bleiben. Die Gesundheitsbehörden werden mit Sicherheit die Gelegenheit beim Schopf greifen und Beamte in den Toiletten platzieren, die dann den Schluckspechten Corona-Teststreifen in die Hand drücken, auf dass sie darauf pinkeln.

Und wo die Kontrollfreaks des Kanzleramtes schon mal dabei sind, werden sie sicher auch die Leberwerte registrieren, die dann bei der nächsten Abrechnung der Krankenkasse berücksichtigt werden.

So wie ich unsere halbtrockenen Politiker kenne, werden sie die Gäste auch dazu verpflichten, während des Verzehrs eine Gesichtsmaske zu tragen. Das spart viele Kalorien und zum Trinken könnte man ja dann einen Strohhalm zwischen Lippe und Stoff reinschmuggeln. Das macht dann auch schneller blau.

Bei den Friseuren brechen übrigens auch tolle Zeiten an. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, soll man so wenig wie möglich herumquatschen und dafür mehr in den Spiegel schauen. Die Salons werden also leer bleiben, schließlich ist das Gespräch zwischen Täter und Opfer wohl der Hauptgrund, warum so viele ständig zum Friseur laufen.

Sorry, aber so funktioniert das nicht mit der angeblichen Lockerung. Denn wenn das Saufen und das Föhnen lassen keinen Spaß mehr bringt, sondern nur noch anstrengend als Pflicht betrachtet werden soll, kann man es auch gleich ganz lassen.