Aus für Dieter Nuhr?: Unentschuldbare Witze über Merkel und ihren Chefvirologen Drosten

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Das war´s, Dieter (Bild: Screenshot/shutterstock.com)

Die links-grünen Stammzuschauer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hätten ihm eventuell die Witzeleien über ihre ehemalige Klima-Ikone Greta Thunberg verziehen. Aber nun ist es vorbei! Dieter Nuhr hat Witze über Merkel und ihren Haus-und Hof-Virologen Christian Drosten gemacht. Da kann er soviel Satiriker und Kabarettist sein, wie er will. Das ist unentschuldbar. 

„Geschmacklos“, „stillos“ – und ganz ganz schlimm – „sexistisch“ seien die Witze gewesen, die Dieter Nuhr in seiner letzten Folge im öffentlich-rechtlichen ARD da von sich gegeben habe. Nuhr „ecke mal wieder an“, weiß die Schreiberline Judith Braun vom Münchner Merkur in ihrem Meinungsartikel, der als solcher aber nicht gekennzeichnet ist, sondern als „Berichterstattung“ daherkommt, zu vermelden.

Er hat seine Heiligkeiten Merkel und Drosten beleidigt

Was aber hat Dieter Nuhr denn nun dieses Mal wieder verbrochen? Unter dem „Deckmantel der künstlerisch-ironischen Übertreibung“ – so die Braun –  äußert sich Nuhr über die Zusammenarbeit zwischen Kanzlerin Merkel und dem – Achtung! – „in Deutschland hoch angesehenen Virologen und Sars-CoV-2-Experten Christian Drosten während der Corona-Krise“: Merkel sei Drosten regelrecht „verfallen“, so die unglaubliche „Entgleisung“ von Dieter Nuhr.

Und dann auch noch die „stillose Bemerkung“: „Wer hätte gedacht, dass die Merkel noch im Herbst ihrer Amtszeit – und nicht nur ihrer Amtszeit, wenn man ehrlich ist…“ […] „Ist dieser Drosten noch ihr virologischer Berater?“ oder „Ist sie ihm inzwischen hörig?“, fragt Nuhr und bezeichnet den heiligen Drosten tatsächlich als „Mundschenk“ und „Hofnarr“, der Angela Merkel im Griff habe.

Oh, mein Gott. Da ist Polen offen. Nuhr hat das getan, was Satiriker ehemals – in „Vor-Merkelschen Zeiten“ – so getan haben. Für Judith Braun, die hoch entrüstete Schreiberline vom Münchner Merkur und die Empörer auf Twitter hier die Definition von „Satire“: „Eine Kunstgattung, die durch Übertreibung, Ironie und [beißenden] Spott an Personen, Ereignissen Kritik übt, sie der Lächerlichkeit preisgibt, Zustände anprangert, mit scharfem Witz geißelt“.

Berufsverbot! Mindestens!

Einer, der den „Shitstorm“ auf den Königs-und Königinnen-Beleidiger“ Nuhr so richtig vorantreibt, ist Arno Cao i.w.S.. Seine Vermutung:

Möchte-gern-Feministinnen fühlen sich ganz besonders abgestoßen, weil Nuhr ja in „Altherrenwitz“-Manier über Merkels Alter in einer „eklig konservativen Art“ herzieht. Von besonders berufener Stelle, von Frau Professor Barbara Flueckinger, eine Schweizer Filmwissenschaftlerin, dann dass finale Facebook-Urteil:

Ganz besonders obrigkeitshörige Zeitgenossen fragen sich, warum das öffentlich-rechtliche Fernsehen Dieter Nuhr einen Sendeplatz bietet und kritisieren deshalb die ARD: „Warum bietet ihr solch einem verwirrten Wirrkopf überhaupt eine Plattform?“, will einer dieser Blockwarte wissen. Das Urteil dieses Merkel-Klatscher-Klientels: „Mit Comedy hat die Nummer nichts zu tun. Das ist reine Diffamierung.“

„Die Obrigkeit is nicht zu kabarettieren – Nur aufblicken, verdammt noch mal!“

Im Merkur-Kommentarbereich sammeln sich jedoch – mutmaßlich zu Verdruss der „Artikelschreiberin“ – ganz andere Stimmen:

Selbst im finstersten Mittelalter durften die Hofnarren sagen, was sonst niemand sagen durfte. Das ist leider in der Demokratur von heute nicht mehr möglich, aber wen wundert das noch, es war nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hier erst der virutelle und dann der echte Zensurhammer zuschlägt. Ich geh davon aus, dass der Nuhr ebenfalls von den GEZ Günstlingen und deren Diffamierungslakaien bald entsorgt wird, wie bereits andere Kaberettisten zuvor,die nicht brav nach Parteilinie ihre Arbeit verrichten..“

„Wäre Nuhr in der DDR aufgewachen, wüsste er, dass man die Obrigkeit nicht zu kabarettieren hat. Nur aufblicken, verdammt noch mal!“

„Viele der Kommentare erinnern mich zum wiederholten Male an einen Ausspruch von Dieter Hildebrandt: „Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Aber wir müssen doch bestimmen können, wer JEDER ist.“arettistische Manier den Finger in die Wunde. Und das ist gut so.“

„Nein, er steht mit seinem bissigen Humor nicht alleine! Ich frage mich warum sich über einen Satiriker aufgeregt wird… Drosten und Merkel ändern alle 2 Tage ihre Aussagen vom Vortag, kritische Stimmen kommen überhaupt nicht mehr zu Wort. Irgendwie DDR 2.0“

„Interessant, wie nur die GEGEN Nuhr gerichteten Threads widergegeben werden . . . ein Schelm, der Böses denkt. Dass die Politik schon fast abgöttisch an den Lippen von Drosten – der auch im Artikel beschrieben als: „in Deutschland hoch angesehenen Virologen und Sars-CoV-2-Experte“ dargestellt wird – und dessen: „es könnte, wird eventuell, vielleicht und angenommen, wir brauchen keine Masken, jetzt aber doch Masken, etc. etc.“ – Äußerungen dazu führen, dass die Politik dem Volk menschliche und wirtschaftliche Kollateralschäden von unfassbaren Ausmaß aufbürdet, ist doch wohl offensichtlich und zigfach nachweisbar.“

„Nuhr legt auf kabarettistische Manier den Finger in die Wunde. Und das ist gut so.“

Die Sendung samt Majestätsbeleidigung ist – sollte sie von Merkels Corona-Polizei nicht vorher entfernt werden – noch bis 30.04.2021 in der ARD-Mediathek zu sehen: