Nicht mehr ganz dicht: Pro-Asyl fordert Familienzusammenführung trotz Corona

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Familienzusammenführung ist derzeit nicht drin (Symbolbild:JouWatch)

Berlin – Während aktuell deutschlandweit Familien auseinandergerissen sind, Kinder ihre Eltern und Großeltern nicht besuchen dürfen und Kontaktbeschränkungen nach wie vor den Alltag bestimmen, fordern die Flüchtlingslobbyisten von „Pro Asyl“ die Wiederaufnahme der Familienzusammenführung von „Schutzsuchenden“ – als gäbe es keine Krise, kein Ausnahmezustand, keine Kontaktsperren.

Derzeit führen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus dazu, dass Anträgen auf Familiennachzug durch Asylbewerber prinzipiell nicht mehr entsprochen wird bzw. die Anträge erst gar nicht zur Bearbeitung angenommen werden. Vom gegenwärtigen Einwanderungsstopp sind alle betroffen – auch solche Personen, die bereits über ein Visum verfügen. Handelt es sich bei diesen um Verwandte hier anerkannter oder geduldeter Flüchtlinge, können sie folglich mehr zu ihren Angehörigen nach Deutschland einreisen.

Die als „Menschenrechtsorganisation“ (treffender wäre: Migrantenrechtsorganisation“ firmierende Organisation „Pro Asyl“ kritisiert diese „De-facto-Aussetzung der Familienzusammenführung zu in Deutschland lebenden Flüchtlingen“; dass die Nation derzeit eine der schlimmsten Krisen ihrer Geschichte durchläuft, dass „Familienzusammenführung“ sogar für die Einheimischen seit Wochen ein Wunschtraum ist, interessiert die weltfremden Kamikaze-Philanthropen typischerweise nicht.

Weltfremder Luxus-Humanitarismus

Bellinda Bartolucci, Juristin von „Pro Asyl“, erklärte laut „Deutschlandfunk“ gestern, dass die Corona-Pandemie nicht dazu führen dürfe, dass der „grund- und menschenrechtlich verbriefte Anspruch, endlich mit der Familie wieder vereint zu werden“, den Geflüchteten verwehrt bliebe; bezeichnenderweise verwies sie hierbei auf den Schutz der Familie im Grundgesetz. Auf den Gedanken, dass auch Millionen Deutsche derzeit ihre Familien nicht sehen können, kommt Bartolucci nicht.

Anscheinend hat es sich noch nicht bis in die Berliner „Pro Asyl“-Vertretung herumgesprochen, dass derzeit diverse grundgesetzliche Bestimmungen faktisch außer Kraft gesetzt sind – und zwar nicht für exterritoriale Rechtssubjekte, sondern für deutsche Staatsbürger selbst. Den Luxus humanitärer Symbolismen und moralischer Selbstüberhöhung wird sich dieses Land auf unabsehbare Zeit nicht mehr leisten können. (DM)