Innenministerium: Corona-Betrugsfälle nehmen zu

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Foto: Frau mit Schutzmaske in einer S-Bahn (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Das Bundesinnenministerium registriert eine deutliche Zunahme von Betrugsfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Angst vor dem Virus werde „auf vielfältige Weise ausgenutzt“, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf einen Lagebericht des Krisenstabs des Ministeriums. So würden sich Täter als Amtspersonen ausgeben und verlangten „für angebliche Amtshandlungen hohe Geldsummen“.

Zugleich würden im Internet gefälschte Medikamente und Medizinprodukte wie Schutzmasken oder Desinfektionsmittel angeboten. Nach Einschätzung des Ministeriums von Horst Seehofer (CSU) befinde sich die Cyber-Kriminalität „auf anhaltend hohem Niveau“. Sie richte sich sowohl gegen Personen wie auch Behörden.

Unter anderem würden im Namen des Bundesgesundheitsministeriums Antragsformulare verschickt, um an Kontodaten von Bürgern zu kommen. Das Ministerium warne außerdem davor, dass mittelfristig auch Menschen- und Drogenhandel zunehmen werden, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus.

Hier weitere Meldungen zu diesem Thema:

NRW-Ministerpräsident rudert bei Grundschulöffnung zurück

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Pläne des NRW-Schulministeriums relativiert, ab dem 11. Mai die Grundschulen für alle Schüler tageweise wieder zu eröffnen. In einer entsprechenden E-Mail an die Schulen stehe eine Erläuterung, „dass alles unter dem Vorbehalt der Beschlüsse vom 6. Mai steht“, sagte Laschet am Donnerstagnachmittag. Die Kultusminister selbst hätten sich in allen Ländern „schon auf Pläne verständigt, wie das denn funktionieren soll“.

Eine Option sei, „am 11. Mai den nächsten Schritt zu machen“. Entscheidend sei aber: „Ab 4. Mai wird nur für die vierten Klassen eröffnet. Das ist bundesweiter Konsens“, so der CDU-Politiker weiter.

Am 6. Mai werde entschieden, „was dann die nächste Stufe in den Grundschulen ist“. Die E-Mail an die Schulen werde entsprechend „korrigiert“, sagte Laschet.

Gottesdienste werden erlaubt – Weitere Entscheidungen am 6. Mai

Bund und Länder wollen in der Coronakrise Gottesdienste wieder erlauben. Die Kirchen hätten ein gutes Konzept vorgelegt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach einem Treffen mit den Regierungschefs der Länder. Auch Spielplätze, Museen oder Zoos sollen wieder aufmachen dürfen, so Merkel.

Weitere wichtige Entscheidungen wurden auf ein weiteres Treffen am 6. Mai vertagt. Dann soll unter anderem über die Öffnung von Schulen und Kitas beraten werden, auch die Gastronomie könnte dann wieder eine Perspektive bekommen. Es gebe dabei aber keinen Automatismus.

„Wir müssen vorsichtig auf die Gesamtlage blicken“, sagte Merkel. Ziel sei weiterhin, dass das Gesundheitssystem zu jeder Zeit in der Lage sei, allen Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten.

 

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