Haseloff vs. Gastronomie: Eingeschränkter Betrieb erst Ende Mai

0
Foto: Reiner Haseloff (über dts Nachrichtenagentur)

Selbstherrlich und selbstverliebt entscheidet der Landesfürst von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), einfach mal so, der Gastronomie endgültig den Saft abzudrehen. Und das, obwohl Sachsen-Anhalt vom Coronavirus bislang relativ verschont wurde.

Hier mal die aktuellen Zahlen

Seine Begründung gegenüber Cicero ist heuchlerisch:

„Wenn es darum geht zu entscheiden, ob wir Leben in einer bestimmten Altersgruppe oder Infektionsstufe zu schützen haben, so gut es geht, gilt mein Amtseid. Den verstehe ich so, dass der Schutz des Lebens oberste Priorität hat.“ Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident erinnerte an den Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes sowie daran, dass die Sicherstellung von Ressourcen, des Sozialstaats, des Gesundheitswesens, der Intensivmedizin erfolgen müsse. Zu möglichen weiteren Lockerungen der Maßnahmen beim Kampf gegen die Pandemie sagte Haseloff: „Wir gehen davon aus, dass wir Ende Mai, um Pfingsten herum, gemeinsam mit den Fachverbänden wie der Dehoga unter Zugrundelegung von Hygienekonzepten wieder einen eingeschränkten Betrieb ermöglichen können.“

Bis dahin sind die Gastronomen fast alle pleite und die Menschen in Sachsen-Anhalt verlieren die Lust am Leben. Außerdem, woher weiß Haseloff jetzt schon, dass es Ende Mai noch so viele Kranke gibt? Es sind ja jetzt schon nur noch etwas über 400 die infiziert und 191 Leute, deswegen die im Krankenhaus liegen.

Was Haseloff gerne vergisst, ist der volkswirtschafliche Schaden, den er und seine Bundesregierung anrichten. Hier mal ein wirklich brisanter Auszug aus einem „Welt„-Artikel:

Der aktuelle Wirtschaftseinbruch nimmt in Deutschland laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey dramatische Dimensionen an. In der vergangenen Woche (ab dem 20. April) ist nach Rechnung der Berater das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert geschrumpft, das entspricht einem Rückgang von 15 Milliarden Euro pro Woche. Das berichtet der „Spiegel“. In jener Woche wurde demnach eine Wirtschaftsleistung von 43 Milliarden Euro erzielt, 2019 waren es im Schnitt 58 Milliarden Euro…

Falls Deutschland die Krise nutzt und seine Volkswirtschaft mit digitalen Geschäftsmodellen und Automatisierung erneuert, dauert es laut McKinsey bis 2028, bis das Land wieder den Wachstumspfad erreicht, den es ohne Krise gegangen wäre. Andernfalls, warnt Deutschland-Chef Cornelius Baur, sei eine Rückkehr „in diesem Jahrzehnt nicht mehr machbar“.

Wie viele Menschen will der offensichtlich größenwahnsinnige Haseloff eigentlich noch zugrunde richten? (Quelle: dts)