Deutschland wird zu Afghanistan 2.0: Corona-Politik spielt Islamisierung in die Hände

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Burka - Corona-kompatible Mode (Foto:Imago/Peters)

Seit sieben Wochen ist im Land nichts mehr, wie es einmal war – und die praktischen Auswirkungen der politischen Corona-Maßnahmen leisten auf beunruhigende Weise gesellschaftlichen Veränderungen Vorschub, auf die salafistische und sonstige radikal-Vereinigungen seit langem hinarbeiten: Die Pflicht zur Gesichtsbedeckung und strikte Kontaktverbote sind hier nur einzelne Aspekte einer umfassenderen Entwicklung.

Auch wenn es keine religiös-fundamentalistischen Gründe sind, sondern formal nur gesundheitliche, die die geltenden Freiheitseinschränkungen legitimieren: Das Ergebnis gleicht mehr und mehr der Lebenswirklichkeit in Gottesstaaten der islamischen Hemisphäre: Keine Bars und Vergnügungsstätten. Keine öffentlichen Musikdarbietungen. Keine Zusammenkünfte von Jugendlichen – und damit auch keine „unzüchtigen“ Annäherungen.

In Österreich wurde gerade explizit klargestellt, dass Küsse (selbst zur Begrüßung), von anderen Intimitäten ganz zu schweigen, nicht mehr zulässig sind:  Wie „heute.at“ berichtet, hat diese strikte Regelanwendung inzwischen auch Konsequenzen auf das Beziehungsleben: „Pikant ist die Situation aber auch beim Dating. Lernt man sich spontan oder verabredet in einem Lokal kennen und verliebt sich, will man sich näher kommen. Ein Kuss beim Verabschieden oder einfach so auf der Straße zwischen nicht zusammenlebenden Menschen? Nicht erlaubt.“ Zu solchen harmlosen „Busserl“ erklärt der österreichische Innenminister Rudi Anschober (Grüne) expressis verbis: „Bestehende Regeln setzt auch das nicht außer Kraft.“ Sogar die Polizei müsste „beim Kussvorgang“ eingreifen.

Keine Musik, kein Tanzen, keine Berührungen, keine Küsse

Strenggenommen sind Zutraulichkeiten und körperliche Nähe bei neuen Bekanntschaften (also nicht zwischen Personen, die schon vor Corona liiert waren oder zusammenlebten) auch zuhause verboten. Zwar werde in den eigenen vier Wänden wohl nicht kontrolliert, doch die Abstandsregeln gelten auch dort. Diese Bestimmungen sind auch Deutschland bindend. Es stellt sich demzufolge die pikante Frage: Wie soll auf Dauer eigentlich das Beziehungsleben und damit letztlich die Fortpflanzung sichergestellt sein, wenn derartige Vereinzelungsregeln – etwa im Falle eines fehlenden Medikaments oder Impfstoffs – noch Jahre in Kraft bleiben sollten?

Die neue Prüderie, die als Nebeneffekt der Bestimmungen im öffentlichen Raum Einzug hält, ist nicht die einzige Annäherung an die rigoros sittsamen Zustände in islamischen Ländern: Im Zuge des Maskenzwangs, der in Ermangelung professioneller gesundheitlicher Produkte ausdrücklich auch Tücher, Schals und selbstgenähte Textilien zulässt, wird die „Bedeckung“, die Gesichtsverschleierung, subtil salonfähig und zur positiv konnotierten Gewohnheit; selbst Niqab und Burka werden so zur corona-hippen Mode – zur vollsten Zufriedenheit hiesiger Islamverbände.

Sogar das Kopftuch wird indirekt zum praktischen Attribut aufgewertet – weil inzwischen sogar die Haare als potentielle Virenreservate ausgemacht wurden. Zu den zahlreichen Auflagen der Friseure, die ab kommenden Montag wieder ihre Pforten öffnen dürfen, gehört zuoberst die Pflicht, sich vor dem Haarschnitt die Haare waschen zu lassen; vor allem hierdurch werde die Branche stark verunsichert, so die Hamburger Friseur-Innung laut „Kölner Rundschau„: Haarewaschen soll daher mögliche Viren abtöten – was viele Kunden erst recht abschreckt. Die Überlegung drängt sich auf: Wenn Viren auch in den Haaren lauern, müssen diese als nächste dann ebenso bedeckt werden wie zur Zeit nur Mund und Nase? Das Kopftuch wäre hier die naheliegende Lösung – zur Freude der strenggläubigen Korananhänger.

Proaktive Islamanbiederung als „Ausgleich“

Als seien diese Trends nicht schon bedenklich genug, setzt die Politik – im einseitigen Bemühen, vor allem den Muslimen ein wiedergutmachendes Entgegenkommen für die Entbehrungen des religiösen Versammlungsverbots zuteil werden zu lassen (obwohl alle Glaubensgemeinschaften davon betroffen sind!) – ein grundfalsches „Zeichen“ und erlaubt in immer mehr deutschen Städten öffentliche Gebetsrufe durch Muezzins.

Das fatale Missverständnis, Muslime würden dies als Zeichen der „Vielfalt“ oder „Toleranz“ würdigen, deckte die Berliner Frauenrechtlerin und Islamexpertin Seyran Ates in einem glänzenden Beitrag für „Cicero“ auf: „Der Ruf des Muezzins aus der NBS heraus führte jedoch nicht dazu, dass die Menschenmenge vor der Moschee dies als Verbundenheit zwischen Christen und Muslimen in schweren Zeiten auffassten, sondern als Sieg über die Ungläubigen, die Unterdrücker der Muslime“. Diverse Kommentare in den sozialen Medien unter Ates‘ Beiträgen, aber auch auf Twitter und Youtube unter Videopostings der Live-Übertragungen aus den Moschees lassen keinen Zweifel daran, dass diese Sichtweise weit überwiegt. „Die Gebetsrufe kommen als Zeichen der Solidarität daher“, so Ates; diese Sichtweise werde jedoch nur von wenigen vertreten. Die Organisatoren behaupteten zwar, dass es sich um „ein Zeichen“ handele. Die zentrale Frage sei jedoch, „wie eine derartige Aktion bei den Musliminnen oder Muslimen ankommt, die den Ruf hören“.

Bitter resümiert Attes: „Was wir sehen, sind die Vorboten eines Kulturkampfes entlang religiöser Konfliktlinien.“ Ob derartige politische Gesten daher ausgerechnet in Krisenzeiten wie der gegenwärtigen sinnvoll sind, wo den Menschen Vertrautes ohnehin abhandenzukommen droht, ist mehr als fraglich. (DM)

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