Trotz Ramelows Presserummel: Spargelhof ist insolvent

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Spargelernte (Bild: shutterstock.com/Von U.J. Alexander)

Öffentlichkeitswirksam ließ sich Ministerpräsident Bodo Ramelow letzte Woche zur Eröffnung der Spargelsaison auf dem Spargelhof Kutzleben im Unstrut-Hainich-Kreis beim Spargelstechen ablichten. Dieser Betrieb mußte nun Insolvenz anmelden, weil Spargelhelfer fehlen. Die seit Jahren herumgammelnden jungen Männer – auch „Flüchtlinge“ genannt – für tatkräftige gemeinnützige Arbeit einzusetzen, darauf kommt der Sozialist indes nicht.

Mit großem Tam-tam hatte der sozialistische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) vor einer Woche auf dem Spargelhof in Kutzleben im Unstrut-Hainich-Kreis die Spargel-Saison eröffnet. Normalerweise arbeiten auf dem Spargelhof rund 350 Erntehelfer aus dem Ausland. Wegen den kopflosen Corona-Maßnahmen stand lange auf der Kippe, ob die Arbeiter überhaupt einreisen dürfen. Auf den letzten Drücker hatte der Geschäftsführer des Spargelhofes noch 85 ausländische Saisonhelfer einfliegen lassen können. Bodo Ramelow präsentierte sich in der vergangen Woche noch der Presse – mit Mundschutz und dem ersten geernteten Spargel in den sozialistischen Händchen. Eine Woche später hat der Spargelhof nun doch Insolvenz anmelden müssen.

„Das hat weniger etwas mit Herrn Ramelows Arbeitseinsatz auf dem Spargelfeld zu tun, als mit den coronabedingten Einreisebeschränkungen für Saisonarbeiter“, stellt der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke auf Facebook dar. Denn: Dem Traditionsunternehmen fehlen 200 Helfer, deswegen können nun bis zu 900 Tonnen Spargel nicht geerntet werden. Höcke stellt aber weiter fest:

„Gleichzeitig gehören seit fünf Jahren Gruppen von sichtlich gelangweilten jungen Männern aus aller Welt zum Thüringer Stadtbild, für deren Auskommen durch unseren Sozialstaat sicher und ausreichend gesorgt wird. Auf die Idee, diesen Gästen einmal Gelegenheit zu geben, sich durch tatkräftige gemeinnützige Arbeit für den Schutz und die Verpflegung bei dem Land zu bedanken, das sie so offenherzig willkommen hieß, kommt man in der Regierung Ramelow nicht“. (SB)

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