ZDF-Serie „Deutscher“: Grusel-Propaganda und linke Wahnvorstellungen

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Gewaltszene vor der "Machtergreifung" in "Deutscher" - Verhältnisse, die sich dann bald umkehren sollen (Screenshot:Youtube)

Am Sonntag brachte die ARD mit ihrem im „neurechten“ Milieu angesiedelten Tatort die Zuschauer bereits an die Zumutungsgrenzen; jetzt legt das ZDF in Sachen Erziehungsfernsehen nach: Mit einem Serien-„Highlight“ unter dem Titel „Deutscher“ offenbaren die öffentlich-rechtlichen Programmmacher, wie sie sich das Land nach einer „Machtergreifung“ der AfD vorstellen. 

Auch wenn der Parteiname „AfD“ geflissentlich vermieden wird und hier nur von „Rechtspopulisten“ die Rede ist, so weiß dennoch jeder, wer gemeint ist. In der provinziellen Verdichtung auf das Nebeneinander zweier Haushalte unterschiedlicher politischer Gesinnung soll im ZDF-Vierteiler „Deutscher“ die gesellschaftliche Spaltung illustriert werden.

Die befreundeten Familien – die eine der bildungsbürgerliche Akademikerhaushalt, die andere die geistig unterbelichtete Handwerksfamilie – entzweien sich, sobald die „Rechten“ in Berlin an die Macht kommen. Wer hier für linksgrün und rechtsbraun steht, kann sich jeder an zwei Fingern abzählen; die hier als Drehbuchautoren tätigen Einfaltspinsel hätten einen Orden verdient.

Mit grausigen Klischees geht es hier bis ins Detail weiter: In kompletter Umkehr der tagtäglichen Realität im Land sind es hier Migranten, die Opfer von teutscher Gewalt werden; schon kurz nach dem „Umsturz“ wird Rassismus wieder salonfähig, Ausgrenzung wird zur politischen Agenda im Land, Schlägertruppen scheinen SA-gleich mit Duldung der Regierung als eine Art Landwehr nach dem „Rechten“ zu schauen, während Farbige und Muslime in die Opferrolle geraten. Wo ist eigentlich die Antifa geblieben?

Billigste Klischees und Schablonen

Damit nicht genug: Aus einem türkisch geführten bunten Burgerladen wird – na was wohl – ein Schnitzelhaus, nachdem der Imbiss Ziel eines Brandanschlags wurde. Die Botschaft ist klar: Wenn die AfD am Drücker ist, herrscht hier wieder ’33 reloaded. Die handlungstragende Freundschaft der Söhne beider antagonistischen Nachbarfamilien, die sich – so die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ – „in pubertärem Abgrenzungsverhalten gleichermaßen von ihren Eltern abschotten, obwohl sie einander zu stützen scheinen wie die beiden Garagen“, wird auf eine harte Probe gestellt, als der Handwerkersohn von einem striefen rechten IB’ler-Verschnitt als Nachwuchs-Nationaler rekrutiert wird.

Noch schlimmer geht es bald schon in den Schulen zu: Die Klassen werden „nach Rassen“ separiert, eine Apothekerin entlässt ihren türkischstämmigen Mitarbeiter, der Nazi-Mob schreckt sogar vorm Verprügeln von Mädchen nicht zurück. Eben all das, was in der Wahnwelt linker Medienschaffender angeblich so alles im AfD-Parteiprogramm steht (oder, behelfsweise, zumindest Björn Höcke als Ziel unterstellt werden kann).

Auf bizarre Weise dokumentiert diese Serie – und darin liegt denn auch ihr einziger Unterhaltungswert – die völlig verquaste, schiefe Vorstellung und andauernde Fehlinterpretation des konservativ-werteorientierten politischen Spektrums, das in perfider Dauerdiffamierung mit völkischem Ultranationalismus oder Rechtsradikalismus gleichgesetzt wird. Die Phantomängste und -schmerzen, die Dauersorge um eine Wiederkehr des Faschismus erzeugt ihre eigene Wirklichkeit; das Bewusstsein bestimmt hier längst das Sein. So gesehen ist diese Serie in der Tat eines: typisch deutsch, ja sogar noch „deutscher“. (DM)

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