Späte Einsicht: Auch Hessen beendet Zusammenarbeit mit Islamverband DITIB

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DITIB-Moschee in Deutschland (Foto:Imago/Team2)

Wiesbaden – Manche brauchen etwas länger, bis der Groschen fällt: Endlich, wenn auch viel zu spät, hat die hessische Landesregierung die Zusammenarbeit des Landes beim islamischen Religionsunterricht mit dem türkisch-islamischen Dachverband DITIB beendet.

Die schon verfassungsrechtlich höchst bedenkliche Kooperation zwischen Bundesland und dem vom türkischen Religionsministerium in Ankara direkt gesteuerten Moscheeverband war bereits Anfang vergangenen Jahres von den meisten Bundesländern – und vom Bund selbst – auf Eis gelegt worden. Dass die hessische Regierung hier endlich nachzieht, war mehr als überfällig.

Während sich die linken Parteien wie auch die der schwarz-grünen Koalition gar nicht oder nur sehr schmallippig zu der überfälligen Entscheidung äußerten, DITIB aus dem Islamunterricht an staatlichen Schulen zu verbannen, fand der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Heiko Scholz, deutliche Worte: „Wir sind froh, dass die Landesregierung endlich erkannt hat, dass Vertreter des sunnitisch-fundamentalistischen Islams wie DITIB nichts an deutschen Schulen zu suchen haben.“

Ferngesteuerte Trojaner des Erdogan-Regimes

Tatsächlich war es nur die AfD-Fraktion, die im Januar 2019 – als auch der Bund auf Distanz zum Erdogan-hörigen DITIB ging –  in einem Antrag darauf gedrängt hatte, die Zusammenarbeit mit DITIB einzustellen. Die Gründe waren damals nicht weniger dringlich als heute: DITIB ist eine organisatorisch, personell und finanziell von der Türkei abhängige Institution, die zudem in enger Verbindung zur radikal-islamistischen Muslimbruderschaft steht.

Dass sich der Verband unter anderem gar für eine Lockerung des Burka-Verbots an Schulen stark macht, zeigt die rückwärtsgewandte, mittelalterliche Grundhaltung, die mit der freiheitlich-demokratischen Ordnung nicht kompatibel ist. Scholz bringt es auf den Punkt: „Wir müssen unsere Kinder zu freien und unabhängigen Menschen erziehen, und DITIB hätte dem im Weg gestanden!“. (DM)