Merkel, WHO und die Gates-Connection: Ausnahmezustand, bis 8 Milliarden Menschen geimpft sind?

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Bill Gates und Angela Merkel (Foto:Imago/photothek)

Kanzlerin Merkel sieht die Aufgabe Deutschlands in der Covid-19-Pandemie anscheinend nicht länger darin, das eigene Volk zu retten – sondern gleich die ganze Menschheit. So erklärt sich der demonstrative Schulterschluss mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – und die zunehmend engere Kooperation mit der Melinda & Bill Gates Stiftung. Kein Wunder, dass Gates voll des Lobes über die Kanzlerin ist.

Fortgesetztes Trump-Bashing und betulich vorgetragene Fürsorge – kein Wunder, dass der Milliardär und Philantrop, der den Kampf gegen Corona mit vielen Millionen unterstützt, voll des Lobes über Merkel ist: Sie sei eine „Führungsfigur und eine klare Stimme“ so Gates gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung„; dass sie globale Anstrengungen mit Ländern wie Frankreich forciere, sei außergewöhnlich und das genaue Gegenteil Trumps, dessen US-Regierung Gates „schwere Versäumnisse“ im Umgang mit der Corona-Krise vorwarf.

Was Gates verschwieg, Kritikern jedoch zunehmend Sorge bereitet: Seine Stiftung arbeitet eng mit Pharmakonzernen bei der Entwicklung eines möglichst globalen Impfstoffs zusammen – der später zwangsweise in ganzen Staaten zur Anwendung kommen soll, womit gigantische Absatzmärkte winken. Wenn Merkel jubelt, „wir werden dieses Virus nur dann besiegen, wenn wir unsere Kräfte bündeln und eine schlagkräftige Allianz bilden“, dann meint sie damit die globale Dimension der Anstrengung – sprich: einen weltweit verfügbaren Impfstoff.

Impfstoff: Merkel als Gates-Testimonial

Wie eine Pharma-Lobbyistin wirkt deshalb die Kanzlerin, wenn sie für das große Fernziel dieser weltweit verfügbaren Vakzine trommelt, der sich die Initiative von Gates‘ Stiftung, EU und WHO verschrieben haben: Es handele sich um ein „globales öffentliches Gut“, diesen Impfstoff zu produzieren und ihn dann auch in alle Teile der Welt zu verteilen, so Merkel laut Presseerklärung der Bundesregierung von vergangenen Freitag; Deutschland werde „diese Kraftanstrengung“ unterstützen. Ganz im Sinne Gates‘ rief Merkel „alle“ auf, „egal ob aus der Politik oder aus der privaten Wirtschaft“, die finanzielle Lücke in Höhe von acht Milliarden Euro zu schließen.

Einiges deutet darauf hin, dass die WHO- und Gates-Fixierung Berlins eine demonstrative Abkehr von „nationalen Alleingängen“ unterstreichen soll – ganz so wie in der EU-Währungspolitik oder der Flüchtlingspolitik. Bezogen auf Corona könnte dies bedeuten, dass sich die Regierung bei ihrer Risikoeinschätzung weniger von den wesentlich glimpflicherem, milden Pandemieverlauf in Deutschland, sondern dem in weit schwerer betroffenen Ländern leiten lässt – und demgemäß quasi aus „Solidarität“ Maßnahmen aufrechterhält, die durch das reale Infektionsgeschehen hierzulande gar nicht gerechtfertigt sind… (DM)