Corona: Angst essen Seele auf

0
Angst (Bild: shutterstock.com/Von Vikafoto33)

Österreich – Ein geleaktes Sitzungsprotokoll legt nahe, dass die österreichische Regierung – wie die deutsche – die Angst der Bevölkerung vor einer Infektion mit dem Coronavirus bewusst voran getrieben hat. Kanzler Sebastian Kurz: „Die Menschen sollen vor einer Ansteckung Angst haben“. Was in Österreich geht, geht in Merkel-Deutschland allemal.

Einem internen Protokoll zufolge soll der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sich am 12. März in einer Sitzung der „Taskforce Corona“ dafür ausgesprochen haben, die Vorsicht der Bevölkerung mit drastischen Aussagen zu verstärken. An der Sitzung nahmen neben Gesundheitsexperten und Beamten auch Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) teil. Das berichtete das Ö1-„Morgenjournal“ am Montag.

Kurz soll dabei bedauert haben, dass er noch keine wirkliche Sorge in der Bevölkerung spüre. Der nur noch als skandalös zu bezeichnende Expertenrat: Als Beispiel für erfolgreiche Krisenkommunikation wurde dem ÖVP-Politiker der Umgang Großbritanniens mit einer Masernepidemie genannt, bei der man erfolgreich mit der Angst der Bevölkerung gespielt habe. Laut Protokoll soll Kurz daraufhin verdeutlicht haben, dass die Menschen vor einer Ansteckung Angst haben sollen oder davor, dass Eltern oder Großeltern sterben. Die Angst vor Lebensmittelknappheit sei der Bevölkerung hingegen zu nehmen.

Nachdem Ö1 bei einem Kanzlersprecher angefragt hatte, wurde als Erstes die Vermutung geäußert, es handle sich womöglich um eine Fälschung. Kurze Zeit später wurde dann die skandlöse Aussage des Kanzlers heruntergespielt: Der Kanzler habe lediglich gemeint, dass er Verständnis für die Angst vor einer Ansteckung habe, nicht aber vor Lebensmittelknappheit.

Die Opposition zeigt sich empört bis erschüttert. Während die SPÖ davon spricht, dass mans „so etwas nicht tue“, findet der ehemalige Koalitionspartner eindeutige Worte:

Kickl: Angstmache zieht sich durch Kurz´Kommunikation wie ein roter Faden

Für FPÖ-Klubobman Herbert Kickl ziehe sich diese „Angstmache“ durch die Kommunikation von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) „wie ein roter Faden“. Sie sei „die Software der ’neuen Normalität‘ der neuen Volkspartei“. Die „Schreckensbilder“ von „100.000 Toten“ bzw. „Jeder wird bald jemanden kennen, der an Corona verstorben ist“ seien noch „gut in Erinnerung“. Diese sollten wohl „die Basis für die massiven Grundrechtseingriffe legen, die die Regierung gesetzt und noch weitergehend – Stichwort App-Pflicht“ – geplant habe, so Kickl. Bei dem Protokoll handle es sich „wohl nur um die Spitze des Eisbergs“, mutmaßte er und sprach von einem „Skandal der Sonderklasse“.

Arbeitet Merkel-Regierung wie Kurz mit „Corona-Angst“?

Die Vermutung liegt nahe, dass auch in Deutschland die Bundesregierung mit „Partner Panik“ zusammenarbeitete und arbeitet. Wie jouwatch Anfang April berichtete, tauchte ein internes Papier aus dem Bundesinnenministerium zur Eindämmung der Corona-Krise auf, indem ebenfalls anempfohlen wurde, den Deutschen massive „Corona-Angst“ zu machen.

Das Innenministerium hatte – nachdem Spiegel, SZ sowie NDR und WDR darüber berichtete, sich geweigert, das Papier auf Grundlage des Presserechts und des Informationsfreiheitsgesetzes für andere Medien verfügbar zu machen: Das Dokument sei „Verschlusssache“ und „nur für den Dienstgebrauch“. Das Portal „Frag den Staat“ hatte dann das vollständige, 17 Seiten lange Papier veröffentlicht.

Wie viel Beachtung das Papier im Merkelimperium fand, ist  nicht bekannt. Innenminister Horst Seehofer (CSU) sprach jedoch erst vor Kurzem noch in der „Bild“-Zeitung davon, es könne „Millionen Tote“ geben. Merkels Haus-und-Hof-Virologe Drosten hat zumindest so gut wie keinen Tag ins Corona-Land gehen lassen, ohne mit einem neuen Horror-Szenario um die Ecke zu kommen.

Deutschland und Österreich: Opposition während Corona nicht vorhanden

Während der Corona-Angstmacherei war der Regierungsanteil in den österreichischen Tageszeitungen mit 92 Prozent vertreten, 60 Prozent davon entfielen auf Kurz´s ÖVP. Die Opposition war so gut wie nict vertreten. Das allergleiche Bild in Deutschland. Die einzige Oppositionspartei, die AfD war während der anhaltenden „Corona-Krise“ kein einziges Mal in öffentlich-rechtlichen Talkshows geladen. Gemäß einer Auswertung der AfD ergab sich ab dem 15. März in den fünf großen Formaten von Anne Will bis Maybritt Illner folgendes Bild: Die 71 eingeladenen Politiker verteilen sich wie folgt auf die fünf Talkshows:

SPD: 32 (entspricht 45,1%)
Union: 25 (35,2%)
FDP: 8 (11,3%)
„Grüne“: 4 (5,6%)
Linke: 2 (2,8%)
AfD: 0 (0,0%)

„Das ist nicht nur eine Schande, das ist zugleich in höchstem Maße perfide: Den Bürgern wird damit nämlich suggeriert, wir hätten zu diesem wichtigen Thema nichts beizutragen“, kritisierte Meuthen auf Facebook. Dabei habe die AfD sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene das Thema Corona intensiv behandelt und gute Vorschläge gemacht. Meuthen erinnerte daran, daß die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verpflichtet seien, objektiv und überparteilich alle Stimmen des demokratischen Spektrums abzubilden. „ARD & ZDF: 100% Kartellparteien, aber 0% AfD, so könnte der passende Werbeslogan dieser Sender mittlerweile lauten“, stellt der AfD-Politiker fest. (SB)

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram