Illegale Einwanderer rauben und zerstören auf Chios: Griechische Bauern fordern 428.000 Euro Entschädigung

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Symbolfoto:Von Cora Unk Photo/shutterstock

Auf der griechischen Insel Chios fordern Einwohner eine Entschädigung von mehr als 400.000 Euro für Vandalismus, Plünderungen und Diebstahl durch illegale Einwohner, die zu tausenden die kleine Insel in der Ägäis belagern.

Die illegalen Einwanderer hätten dutzende Morgen Zitrus- und Gemüseanbaugebiete enteignet, Hühnerställe zerstört und „alles von Türen, Fenstern bis zu Haushaltsgeräten, Kleidung von Eigentümern und Weinfässern“ aus den Häusern gestohlen, in denen sie lange Zeit untergebracht waren, so der Vorwurf der griechischen Inselbewohner. Die „Flüchtlinge“ hätten laut Greek City Times u.a. über hunderte von Metern Zäune zerstört, eigene „Sommer-Landhäuser“ errichtet und dafür Ziegel von den Dächern der Gebäude verwendet.

Jetzt fordern die Betroffenen 428.000 Euro für die Schäden, die ihnen durch die illegalen Einwanderer entstanden sind. Insgesamt würden 206 Schadensersatzforderungen angesichts von Diebstahl und Zerstörung geltend gemacht.

Betroffen sei das Gebiet um die Gemeinde Chalkious, die etwa 7 Kilometer von der Stadt Chios entfernt liegt und hat eine ständige Bevölkerung von etwa 900 Einwohnern hat. Im Süden des Dorfes befindet sich eine alte Flaschenfabrik, die 2016 in ein sogenanntes Empfangs- und Identifikationszentrum Vial umgewandelt wurde.

Seither leben dort bis zu 5.000 illegale Einwanderer, obwohl nur Platz für 1.100 vorhanden sei. Dies hat zu unerträglichen Situationen in der örtlichen Gemeinde geführt, in der die Einheimischen in den letzten Jahren die Last der erhöhten Migrationsströme aus aller Welt ertragen müssen.

Viele der Asylsuchende würden rund um das Lager Vial in behelfsmäßigen „Favelas“ auf den Feldern hausen, berichtete Euronews im Januar.

Das Leben sei härter geworden, so der ansässiger Bauer Kostas, der sich laut Euronews Sorgen um sein Land mache: „Keiner geht mehr raus, wenn es dunkel wird. Wir haben Angst. Alles ist außer Kontrolle. Unsere Felder sind voller Fäkalien, wir können unsere Ernte nicht mehr anbauen. All unsere Felder in der Nähe von Vial sind besetzt, wir können dort nicht mehr arbeiten“, so Kostas.

„Sie haben das komplette Haus in Brand gesteckt. Es ist alles verbrannt, mein Netz, mein Dach, alles, was hier drin war, ist verbrannt – außer den eisenhaltigen Sachen. Keiner hat mir gesagt, warum sie das machen. Ich kann das nicht verstehen. Was soll ich sagen, ich weiß es nicht. Wenn sie gehen müssen, was uns die Regierung versprochen hat, werde ich alles wieder aufbauen“, klagt auch der Grundbesitzer Sergios Marinos, dessen Bauernhaus abgefackelt wurde und der vor dem Ruin steht.

Nun, Monate später, berät man vor Ort über Entschädigungssummen für die gebeutelten Einwohner. Ein Komitee bewerte nun zusammen mit Polizei und Forstdiensten die angegebenen Schäden, heißt es. In einem Fall gehe es um zerstörte Einzäunungen, den Diebstahl von 33 Kaninchen, 80 Hühnern, 20 Tauben und insgesamt 700 kg Zitrusfrüchte. In einem anderen Fall verursachten die illegalen Einwanderer neben dem Raub von 10 Hühnern Schäden an der Ernte des Besitzers (1.000 Kilo Tomaten, 200 Kilo Bohnen). (MS)

 

 

 

 

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