Rossmann lässt antisemistischen Rapper im Werbespot auftreten

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Rossmann (Bild: Screenshot)

Die Drogeriekette Rossmann beteiligt sich am Cornona-Charity und will die hart getroffenen deutsche Clubszene unterstützen. Dabei scheint es Rossmann nichts auszumachen, den palästinensischstämmigen antisemitischen-Verschwörungstheorie-Rapper „Massiv“ in einem Werbespot auftreten zu lassen. Mit einer lauen Erklärung speist Rossmann Kritiker ab. 

Die immer wahnwitziger werdenden Corona-Maßnahmen der Bunderegierung haben auch in der deutschen Clubszene für einen Kahlschlag gesorgt. Um „Locations“ zu retten, hat der öffentlich-rechtliche Sender „Arte Concert“ eine Streamingplattform ins Leben gerufen. Die Einnahmen gehen in einen Rettungsfonds, der Clubs unterstützen soll. Neuester Unterstützer der Plattform ist laut dem Magazin Horizont die Drogeriekette Rossmann. Rossmann findet die Idee so toll, dass der Drogeriemarktbetreiber die Arte-Plattform mit einem eigenen Onlinespot bewirbt. Dort wird der Rapper „Massiv“ in Szene gesetzt. Völlig egal scheint es Rossmann dabei zu sein, dass es sich bei dem palästinensischstämmigen Gesangsvirtuosen um einen antisemitischen-Verschwörungstheorie-Rapper handelt.

In einem (mittlerweile gelöschten) Facebook-Post postete Massiv ein Bild von „Islamfakten“, in dem die Verschwörungstheorie verbreitet wurde, dass 4000 Israelis dem World Trade Center am Tag der Anschläge entkommen seien. In einem anderen Facebook-Post circa ein Jahr später teilte er eine Zeichnung, in welcher eine Verbindung zwischen dem IS, Israel und den USA suggeriert wird.

Neben ausgewachsenen antisemitischen Verschwörungstheorien scheint sich Herr „Massiv“ auch in der kriminellen Araberclanwerlt wohlzufühlen. Johannes Gernert und Daniel Haas berichteten 2008 auf Spiegel Online, das LKA habe Hinweise darauf, dass Massiv bei einem kriminellen arabischen Clan, vom LKA „Großfamilie“ genannt, Schutz und Verbündete gesucht habe. Es bestehe „vermutlich“ Verbindung zu einem Clan, in dem auch Bushido verwurzelt sei. 2009 kam dann sein Blut-gegen-Blut-Album auf den Index.

Aber Rossmann erschüttert das nicht und dreht mit dem 35-jährigen Antisemiten ein Werbefilmchen:

Auf seinem Facebook-Account lässt sich Rossmann für sein selbstloses Tun feiern. Jedoch finden die Promo nicht alle so „super mega“:

„Ich habe immer bei @rossmann eingekauft. Das werde ich ab sofort unterlassen. Warum? Weil @rossmann einen antisemitischen-Verschwörungstheorie-Rapper namens Massiv bezahlt, um für das Unternehmen Werbung zu machen. Oder wie versteht ihr diese Hetze von ihm nach 9/11?“

„Das war es für mich auch mit Einkaufen bei @rossmann. Es gibt andere Drogerien.“

„Ich werde Rossmann ab sofort boykottieren!“

Super lauer Rechtfertigungsversuch

Zwischenzeitlich hat Rossmann auf den Vorwurf reagiert und alles ist gut! Und auch Mr. Massiv hat sich massiv und sehr sehr glaubwürdig erklärt:

Statement Rossmann zum antisemitischen Rapper (Bild: Screenshot)

Wirklich überzeugt klingt anders:

„Nicht euer Ernst?“

„Und weil er sich seit 2015 davon distanziert hat, hat er letztes Jahr noch antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet?! Es wäre schön wenn Sie das Thema ernst nehmen und einen nicht mit Textbausteinen aus der Krisenkommunikation abspeisen würden“

„Selten so ein unglaubwürdiges Statement gelesen. Das macht mir den Wechsel in einen anderen Drogeriemarkt leichter.“

„So sieht es also aus sich nach 2015 vom Judenhass zu distanzieren. Seid Ihr bei Rossmann eigentlich genauso widerliche Antisemiten?“

 

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