Grüne in der Krise: Derzeit kein Bedarf an Klima-Spinnereien

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Gestriger FFF-Protest in Stuttgart (Foto:Imago/Hettrich)

Verzweifelt bäumen sich die Grünen gegen den Verlust ihres Kernthemas auf: In demselben Maß, wie plötzlich niemand mehr vom Klimawandel reden möchte, weil sich die Menschen um weitaus Elementareres Sorgen machen, schmelzen die grünen Umfragewerte wie Gletschereis. Spitzenvertreter der Partei versuchen, das Thema auf der Agenda zu halten – mit mäßigem Erfolg.

So begrüßte Grünen-Chefin Annalena Baerbock den für gestern wegen der „Klimakrise“ geplanten Netzstreik von „Fridays for Future“ und zeigte sich laut „dts Nachrichtenagentur“ hocherfreut, dass dieser Protest der Corona-Krise nicht zum Opfer fiel. Es gäbe überhaupt keinen Grund, angesichts der Coronakrise das Thema Klima zu vernachlässigen, sagte Baerbock dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Dass man „Vorsorge betreiben“ müsse, mache Corona „mehr als deutlich“.

Deshalb könnte man jetzt nicht sagen, „dass wir die Klimakrise vertagen“, so die Grünen-Chefin. Man sehe ja, wie sie weiter „dramatisch“ voranschreitet. „Demokratie und gesellschaftliche Debatten gehen Gott sei Dank auch zu Corona-Zeiten weiter – und das heißt auch diese Jugendbewegung.“ Die Klimakrise mache kein Halt, „nur weil wir jetzt die Coronakrise haben“, sagte Baerbock.

Die Deutschen sehen dies offenbar mehrheitlich inzwischen anders: Im echten Notstand will keiner mehr vom eingebildeten Notstand reden – zumal die Gelder, die Deutschland und EU für den modernen Ablasshandel ihrer Energiewende- und Klimaschutzpolitik vor der Krise, bis noch vor gerade einmal sechs Wochen noch veranschlagt hatten, wohl auf Generationen fehlen werden – und für den „grünen New Deal“ Ursula von der Leyens gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Dekadenz, angesichts Millionen akut ökonomisch gefährdeter Existenzen das ideologische Prestigeprojekt der „Klimawende“ voranzutreiben, könnte den Grünen bald schon auf die Füße fallen. (DM)

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