Polizei in Zeiten von Corona: Milde beim Remmo-Clan, knallhart bei AfD-Kreisrat

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Symbolfoto: Collage

In Berlin versammeln sich mehr als einhundert Mitglieder der muslimischen Arabergroßfamilie und betrauern den Tod der Mutter des Clan-Chefs Issa Remmo. Die Polizei „tut sich schwer“, die Versammlung aufzulösen. Im sächsischen Pirna ruft ein AfD-Kreisrat und Polizist zum Spaziergang gegen die Corona-Maßnahmen auf und bekommt umgehend mächtig Ärger mit seinem Dienstherren.

Strafrechtliche Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und ein disziplinarrechtliches Ermittlungsverfahren wurden laut Bild gegen den 49-jährigen Polizisten Steffen Janisch eingeleitet. Außerdem werde von der sächsischen Polizei geprüft, ob dem Beamten nun das Führen der Dienstgeschäfte verboten wird, was nichts anderes als eine Zwangsbeurlaubung ist und gerne als Vorstufe für ein Disziplinarverfahren genutzt wird. Schwerste Konsequenzen also für den Aufruf zum Spaziergang auf dem Marktplatz der Stadt, dem sich insgesamt rund 180 Menschen angeschlossen hatten. Unter ihnen regional bekannte Unternehmer und Handwerker, die um ihre Existenz fürchten, aber auch „Köpfe aus der rechten Szene und Verschwörungstheoretiker“ so die Bild-Propaganda. Offenbar Grund genug, um Steffen Janisch, der AfD-Kreisrat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Gemeinderatsmitglied in Dohma ist, aus der politisch-korrekten Polizeitruppe zu entfernen.

Milde waltet dagegen mal wieder in Berlin, wenn es um muslimische Bräuche und Sitten geht. Im südwestlichen Bezirk Buckow hatten sich „mehr als 100 Menschen“ auf einem beschlagnahmten Villen-Grundstück des arabischen Remmo-Clans versammelt, um den Tod der Clan-Chef-Mutter zu betrauern.

Es kam zum Polizeigroßeinsatz und man zeigte viel Verständnis. Mehrfach wurden die muslimische Trauergemeinde aufgefordert, die Versammlung zu beenden. Offenbar zog sich der Einsatz von 13 Uhr bis zum frühen Abend hin. 60 Bereitschaftspolizisten und Beamte des LKA waren nötig, um den Hauptteil der Anwesenden in langen Gesprächen davon zu überzeugen, dass sie hier gegen das verhängte Versammlungsverbot verstoßen. Am Ende durfte offenbar eine 12-köpfige Gruppe weiter trauern, dass würde laut Polizeisprecher Thilo Cablitz den geltenden Regeln entsprechen, so die Welt.

„Wir haben natürlich Respekt vor der Trauer von Angehörigen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Aber in Zeiten einer Pandemie müssen wir auch dafür sorgen, dass Menschen nicht infiziert werden und dadurch tödlicher Gefahr ausgesetzt werden“, betonte der Polizeisprecher noch gegenüber dem Blatt.

Bereits am frühen Donnerstagmorgen musste die Polizei zu dem Krankenhaus in Kreuzberg anrücken, in dem die Frau gestorben war. Bis zu 60 Personen hatten sich innerhalb kürzester Zeit dort getroffen. Die Mitarbeiter riefen die Polizei, die wegen der „nicht angespannten Stimmung“ nur höflich auf die Einhaltung der Abstandsregeln achtete.

„Wir wohnen direkt an diesem Krankenhaus. Gestern gab es keine Parkplätze, weil alles mit AMG Fahrzeugen zugeparkt war. Ständig kamen neue Personen hinzu, die sich alle mit Handschlag und Bruderkuss begrüßt haben. Wer hier lebt und Steuern bezahlt, kommt sich ziemlich veräppelt vor“, so ein Leser-Kommentar in der Welt.

Noch in der Nacht ging es dann für die Beamten ein wenig weniger entspannt in Neukölln weiter. Dort lieferten sich Clan-Mitglieder und Polizei Verfolgungsjagden. Es ging per Porsche mit überhöhter Geschwindigkeit über rote Ampeln. Ein Polizist könnte sich bei der Kontrolle eines VW mit einem beherzten Sprung zur Seite retten, als der 18-jährige Fahrer durchstartete. Der Beamte wurde dabei leicht an der Hand verletzt. Wenig später konnte das Fahrzeug gestoppt werden, ein Messer sei sichergestellt worden. (MS)

 

 

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