Merkeldeutschland 2020: Das Feindbild Bürger

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Mely Kiyak, Buchmesse Frankfurt (2014) - Foto: Imago

In diesen Tagen ist man das schwarze Schaf in der Herde, wenn man darauf hinweist, daß die Hunde mit der Schäferin zusammenarbeiten, um einen zuerst zu scheren und später zum Schlachthof zu fahren. Man ist sozusagen das Verschwörungsschaf unter den Schafen. Offiziell ist Deutschland aber noch immer ein „freies Land“, was bedeutet, daß man sagen darf, was die Masse nicht hören will.

von Max Erdinger

Es gibt dieses sehr treffende Bonmot von Mark Twain, in dem er bemerkt, es sei leichter, einen Narren hinters Licht zu führen, als ihm später klarzumachen, daß er hinters Licht geführt worden sei. Vor knapp fünfzehn Jahren hieß es in der „Welt“: „Deutschland habe keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit“, sagte die Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Dieser Satz war in einer Grundsatzrede beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen der CDU im Juni 2005 gefallen. In der Politik gelte: „Wer nichts wagt, der nicht gewinnt.“

Fünfzehn Jahre später kann wirklich nur noch das dümmste Schaf nicht sehen, mit welcher Beharrlichkeit die Kanzlerin etwas wagte, und was sie gewonnen hat. Es gibt offenbar keinen praktischen Rechtsanspruch mehr auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft. Stattdessen gibt es den Gesinnungsterror eines juste milieus, als „Faktencheck“ verkleidete Zensur allerorten, eine an die Wand gefahrene Wirtschaft und das radikale Scheren der Schafsherde mit dem Fiskalgerät. Wenn man den medial verbreiteten Lobhudeleien auf Angela Merkel Glauben schenken darf, dann hat sie es sogar geschafft, das deutsche Volk in die Illusion zu schicken, keine Demokratie, keine soziale Marktwirtschaft und auch keine Rechtsstaatlichkeit mehr seien der Königsweg zur ewigen Sicherheit – und daß sie selbst die Sicherheitskönigin sei. Einhergehend damit hat das in Deutschland ansässige Verschwörungsschaf seinen Respekt vor den Mitschafen fast gänzlich verloren. Ginge es ihm nicht um seine und die Freiheit der wenigen anderen schwarzen Schafe, würde es wohl resignieren und seine Beobachterkarriere mit dem Stoßseufzer beenden, daß jede Schafsherde eben die Schäferin bekommt, die sie verdient.

Aber was soll es dann machen, das schwarze Verschwörungsschaf? Blöken muß es sowieso, weil es eben ein Schaf ist, und wenn es schon blöken muß, dann kann es natürlich auch das blöken, was es selbst für richtig hält. Jedenfalls, so lange man es das noch tun läßt.

Das Volk ist was es ist

Es hat keinen Sinn, sich vor Verzweiflung über das deutsche Volk den Schädel auf der Tischplatte zu zerdeppern. Ganz egal, was für ein Volk das ist: Seine Regierung hat geschworen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden. Davon, daß sie das tun würde, ist seit Jahren nichts mehr zu bemerke(l)n. Das Volk hat keine Rechte, sondern es hat auschließlich Pflichten. „Gerade wir als Deutsche …“ als Satzanfang führt in geschätzt 100 Prozent aller Fälle zu “ … sind verpflichtet“. Berechtigt ist das deutsche Volk zu gar nichts. Damit es sich nicht so verlassen vorkommt mit seinen ganzen Pflichten, bekommt das Volk von seiner Regierung nie nur erzählt, was es muß, sondern immer, was „wir gemeinsam“ müssen. Beim aktuellen „Lockdown“ muß es auch wieder „gemeinsam“ Solidarität zeigen, Vernunft walten lassen und weitere Wohlstandseinbußen hinnehmen, da, wo noch Wohlstand vorhanden ist. Das ist aber nur ein wohlfeiles, rhetorisches „gemeinsam“, da die Politiker- und Medienblase, die ständig von „wir“ müssen „gemeinsam solidarisch sein“ und „gemeinsam Verzicht üben“ redet, gar nicht daran denkt, selbst auf irgendetwas zu verzichten, wie die Weigerung der Parlamentarier zeigt, sich eine Diätenbeschränkung aufzuerlegen. Am schafsnasigen deutschen Volk läßt sich gar prächtig schmarotzen.

Die Verachtung für das Volk

Nicht nur die politische Klasse gefällt sich in der Rolle des paternalistischen Volksführers, was eine gewisse Verachtung für den Souverän erkennen läßt, sondern auch die linkselitäre Presse übt sich im selbstgefälligen Eindreschen auf den apolitischen und gutmütigen deutschen Michel, diesen Zahlesel. Eines der übelsten Blätter aus dem Milieu der linkselitären Verstiegenheiten ist die „Zeit“. Dort heißt der deutsche Michel „Dieter“ und dient als fiktive Figur für ein völlig schamloses Deutschen-Bashing. Vorgeführt wird er von Mely Kiyak, einer Tochter kurdischer Einwanderer, die 1976 in Sulingen zur Welt kam.

Dieters Paradies

Mely Kiyaks Unverschämtheiten dem fiktiven Dieter gegenüber finden sich in dem Artikel „Dieters Paradies„. Gleich zu Beginn der in Lockdown-Zeiten verfassten Haßrede heißt es: „Viele fordern, es müsse endlich trotz Corona eine Rückkehr zur Normalität geben. Aber das würde nichts anderes bedeuten als zurück zum Wahnsinn„. – Abgesehen davon, daß sich wohl niemand ausgerechnet von Frau Mely Kiyak erklären lassen will, was wohl der Wahnsinn sei, war der „Lockdown“ zum Zeitpunkt seines Inkrafttretens genau das: Das Versprechen, es handele sich um eine temporäre Unterbrechung des „Wahnsinns“, und daß der „Wahnsinn“ nach dem „Lockdown“ wieder seinen gewohnten Gang gehen würde. Es ist von daher schon eine Unverfrorenheit, die Zeit der kastrierten Grundrechte dazu herzunehmen, Überlegungen anzustellen, ob man nicht Vieles so lassen könnte, wie es zur Zeit ist. Wer die Grundrechte beschränken möchte, soll sich gefälligst zu den Zeiten dazu äußern, zu denen sie vollumfänglich gelten.

Der Dieter – wir sprechen hier von einem stinknormalen, mäßig gebeutelten, also alles in allem durchschnittlichen Durchschnittsdieter – bummelt am Wochenende zu Deichmann, verspeist in der Einkaufspassage im Tchibo einen überdimensionierten Schokokeks, trinkt dazu eine Tasse Kenia-Blend, bisschen Handys angucken bei Saturn, nachmittags Fußball, Schweinebauch grillen, paar Flaschen Bier und mindestens einmal im Jahr Pauschalurlaub. Trotz Internetanschluss bucht er immer im Reisebüro, weil dort seine Tochter ihre Ausbildung zur Reisekauffrau macht, und da kriegt er noch mal fett Prozente.“ – Gott bewahre, daß ich hier detailliert aufschreibe, was die kaum gebeutelte Mely macht, während Dieter tut, was er eben tut. Die käme nämlich auch nur anders, aber nicht besser weg. Dem Dieter fiele es sowieso nicht ein, sich seinen Kopf über Mely zu zerbrechen. Aus unerfindlichen Gründen wähnt sich Frau Mely Kiyak jedoch in der Position, den Dieter anzuprangern. Das heißt, so unerfindlich sind die Gründe auch wieder nicht. Man redet für gewöhnlich von einem Dünkel. Die „Zeit“ ist bekannt als das Leib- und Magenblatt der linkselitären Dünkelhaften. „He, Leute, laßt uns doch mal die Dünkelmely etwas über den thumben Dieter schreiben, damit er sich bessert …“

Die neumalkluge Mely erzählt noch ein bißchen, was ihr guter Bekannter, der Dieter, an einem freien Samstag außerdem so macht, um dann zu resümieren: „Ein gewöhnliches Dieterleben an einem gewöhnlichen Samstag, das ohne Kinderarbeit, Menschenausbeutung, Umweltverschmutzung, Konsumismus nicht auskommt. Dieter war einmal bei König der Löwen in Hamburg, und letztlich hat es ihm nichts gebracht, da macht er lieber Streamingabend, da kriegt er für weniger Geld mehr. Der Dieter, das darf man nicht falsch verstehen, ist kein schlechter Mensch, der hat das Herz auf dem rechten Fleck, aber er kann jetzt auch nicht die ganze Welt retten, und bis er sich einen Maiskolben in Alufolie mit Niedrigtemperaturmethode gart, muss schon einiges passieren.“ – Jede Wette, daß die süffisante Frau Mely das arrogante Herz auf dem linken Fleck hat, und daß sie selbstverständlich die ganze Welt retten kann, während sie sich einen Maiskolben ohne Alufolie … äh … damit etwas passiert.

Vielleicht kann man dem Dieter von ganzem Herzen wünschen, dass er sich abends ein letztes Mal auf seinen Pumpernickel ein Stück Géramont drauflegen darf, und dann soll endlich Schluss sein mit dieser katastrophalen Scheiße namens Kapitalismus ohne soziales Antlitz, der nicht zufriedenere Bürger hervorgebracht hat, sondern zunehmend Frustrierte und Radikalisierte.“ – Tja, vielleicht sollte man Frau Mely Kiyak von ganzem Herzen wünschen, daß sie sich ein letztes Mal mit einem grünen Smoothie bekleckern darf, bevor man sie von der katastrophalen Scheiße namens Kapitalismus ohne soziales Antlitz befreit, indem man sie als Auslandskorrespondentin der „Zeit“ in einen Flieger nach Venezuela, nach Zimbabwe oder Nordkorea setzt. Dort wohnen bekanntlich die gänzlich Unfrustrierten, die sich gern von einer linkselitären und arroganten Schreibse aus Deutschland erklären lassen, wie paradiesisch sie es haben. Natürlich sollte man vorher den Dieter fragen, was er von dem Vorschlag hält.

Eine Normalität war das alles hier nämlich nicht. Angefangen von einer Flüchtlingspolitik, die keine Politik ist, sondern ein nur durch Unverschämtheit und Missgunst zu erklärendes Desaster, bis hin zu einer grotesken Überproduktion von Waren, die zu Armut auf dem afrikanischen Kontinent führt, nur damit Deutschland weiterhin seinen Status als Exportweltmeister halten kann. Wenn das Normalität ist, zu der zurückgekehrt werden soll, dann bitte lieber nicht. Dann soll nach der Krise lieber alles anormal werden, und Dieter soll weiterhin Ostern auf seinem Hosenboden sitzen. Das war ja auch so ein Thema. Der Dieter wurde auf seiner Urlaubsreise alimentiert und staatlich betreut, entweder weil er nicht weg- oder weil er nicht wieder zurück konnte. Zum Schluss konnte der Dieter nicht einmal mehr Urlaub machen, ohne dass nicht immer irgendein Ministerium einsprang.“ – Wollen mal so sagen: Wäre nicht vor Jahrzehnten ein deutsches Ministerium eingesprungen, dann wäre Frau Mely Kiyak nicht in Sulingen, sondern irgendwo im kurdischen Teil der Türkei auf die Welt gekommen. Und es ist fraglich, ob sie sich dort eine solche Arroganz den Autochthonen gegenüber erlauben könnte. Immerhin ist es Dieter gewesen, der mit seinen Steuern Frau Mely Kiyaks Schulbildung finanziert hat und es ist auch Dieter, dessen Gutmütigkeit es Frau Mely Kiyak verdankt, daß sie hierzulande recht linkselitär-arrogant auf Dieter herunterschauen darf. Und es ist ebenfalls Dieter, der sich allmählich überlegt, ob er sich die „katastrophale Scheiße namens Linkselitarismus ohne dankbares Antlitz“ wirklich noch länger bieten lassen soll, wenn schon eine „neue Normalität“ gefragt ist.

Ist das normal? Während gleichzeitig die Fluchtfreiheit der Menschen in europäischen Lagern beschnitten wird, betrauerte die Kanzlerin die vorläufig ausgesetzte Reisefreiheit? Da gehen vor den Augen dieses europäischen Kontinentes Menschen auf elende Weise zugrunde. Echte Menschen mit Köpfen, Armen und Beinen, so wie Dieter auch ein Mensch ist.“ – Da hat Frau Mely Kiyak mit dem Dieter mehr gemeinsam, als ihr lieb und recht sein kann. Während „echte Menschen mit Köpfen, Armen und Beinen“ vor den Kontinentsaugen der hübschen Europa „auf elende Weise zugrunde“ gehen, sitzt Frau Mely Kiyak bequem und hochnäsig vor ihrem Computer und tippt Texte gegen Dieter, der währenddessen in seinem Garten Schweinebauch grillt. Ob jetzt der Dieter im Garten grillt,  oder ob Frau Mely vor ihrem Computer Texte gegen den Dieter tippt, ist den Echtmenschköpfen, Echtmenscharmen und Echtmenschbeinen vor den Augen des europäischen Kontinents ziemlich schnuppe. Außerdem weiß man ja nicht, ob der Dieter nicht vielleicht ebenfalls etwas tippt, während der Schweinebauch auf dem Grill bruzzelt. Einen Brief an die Echtmenschen vielleicht? – „Liebe Echtmenschen! Kehrt lieber wieder um vor den Augen des europäischen Kontinents. In Deutschland wartet eine katastrophale Scheiße namens Linkselitarismus ohne anständige Echtköpfe auf euch. Das wollt ihr nicht wirklich erleben, glaubt mir. Schöne Grüße – euer Dieter.“

Weckerklingeln

Aufwachen, Michel & Dieter! Ihr seid umzingelt! Außer der Regierung und jeder Menge Echtmenschen vor den Augen der hübschen Europa sind das auch jede Menge linkselitärer Arroganzler und Minusrassisten. Darunter unverschämte Frauenspersonen wie Frau Mely Kiyak. Die hat Thilo Sarrazin einst als lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur bezeichnet, bevor sie sich auf Dieter einschoß. Und die ist auch nicht allein! Die klugscheißt im Verein mit Deniz Yücel  – Zitat: „Der baldige Abgang der Deutschen ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird. Etwas besseres als Deutschland findet sich allemal.“ – , Yassin Musharbash, Özlem Topçu, Özlem Gezer, Hasnain Kazim, Doris Akrap und Ebru Taşdemir gegen euch! Diese linkselitären Minusrassisten dürft ihr nicht länger mehr mit Antirassisten verwechseln, sonst zahlt ihr endgültig drauf mit allem, was ihr noch habt.

Die Leute, die euch da umzingelt haben, die wollen euer Bestes nur insofern, als daß sie die paar Kröten, die euch noch geblieben sind, als euer Bestes identifiziert haben. Sogar, wenn ihr selbst nicht wirklich mehr eine Kultur habt, in Jahrzehnten sozialdemokratistischer Bildungsreformen komplett verblödet seid und euch deswegen eine Frau Mely Kiyak in der „Zeit“ bieten laßt: Vom Weiterpennen wird nichts besser. Ihr müßt euch langsam mal wehren, am besten nachhaltig, weil Nachhaltigkeit total in ist. Da ist vieles denkbar, das nichts mit Gewalt zu tun haben muß. Macht einfach nicht mehr mit. Legt den ganzen Laden einfach lahm. Ihr braucht die nicht. Die brauchen euch noch. Betonung auf „noch“.  „Gerade Ihr als Deutsche“ habt nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte. Und nicht zu knapp. Etwas besseres läßt sich aus eurem Schafstall allemal bauen. Hopp-hopp!

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