Dortmunder SPD-OB will Xavier Naidoo-Konzert absagen lassen

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Ulrich Sierau will Xavier Naidoo verhindern (Naidoo: Screenshot/Bild Sierau: Stadt Dortmund)

„Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt und auch nicht jene Anhänger seiner Musik, die seine Positionen teilen“, verkündet Dortmunds SPD-Oberbürgermeister Ulrich Sierau. Über die Köpfe der Bürger und Fans hinweg will er das Konzert absagen lassen.

„Für die Stadt Dortmund ist ein Konzert des Musikers Xavier Naidoo im Westfalenpark (5. September 2020) nicht vereinbar mit ihrem Charakter einer weltoffenen, vielfältigen und toleranten Stadt“, heißt es in einer Stellungnahme vom Donnerstag auf der Internetpräsenz der Stadt Dortmund. Naidoo habe in der jüngeren Vergangenheit wiederholt öffentliche Äußerungen mit „rassistischer und antidemokratischer Tendenz getätigt. Er äußert Verschwörungstheorien mit teils antisemitischen Bezügen und pflegt in den sozialen Medien Kontakte zur Identitären Bewegung“, behaupten die Stadtoberen weiter und verkünden – über die Köpfe der Bürger hinweg:

„Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt und auch nicht jene Anhänger seiner Musik, die seine Positionen teilen“, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Xavier Naidoo und seine Äußerungen passen nicht hierher.“

Im aktuell immer beliebter werdenden autokratischen Ton, bei Linken wie dem Dortmunder Sozialdemokraten auf dem Sessel des Oberbürgermeisters besonders erfolgreich, prüfe die Stadt nun in Gesprächen gemeinsam mit dem externen Veranstalter, wie sich eine Absage am besten regeln lässt. Die Stadt Dortmund setzt darauf, dass der Vertragspartner ihre Auffassung teilt und eventuell einen Ersatz für den Termin am 5. September anbietet – in der Corona-Situation immer vorbehaltlich des Gesundheitsschutzes und der dann gültigen Auflagen für derartige Veranstaltungen.

Im Facebook-Kommentarbereich der Stadt zeigt sich dann in beschämender Weise, zu welch einem obrigkeitshörigen Büttel eine Vielzahl von Bürgern bereits mutiert sind. Anscheinend selbst nicht mehr fähig, das Angebot eines Künstlers eigenverantwortlich anzunehmen oder eben – aus welchen Gründen auch immer – abzulehnen, wird dem diktatorischen und gesinnungspolitischen Tun des OB euphorisch Beifall geklatscht:

Devotes Volk (Bild: Screenshot)

Andere indes zeigen sich regelrecht entsetzt und machen sich ernsthaft Sorgen um den demokratischen Zustand dieses Landes:

„Sind jetzt alle wahnsinnig geworden ???? Erst mal würde das höchstwahrscheinlich wegen Corona sowieso nicht stattfinden und dann kann man doch nicht ein Konzert absagen nur weil der Künstler seine Meinung gesagt hat. Seit wann ist Redefreiheit und Meinungsfreiheit verboten? Wenn ich seine Aussagen nicht zutreffend finde oder sogar absolut missbillige , dann gehe ich einfach nicht hin!!! Das ist doch Wahnsinn!!!
Wo führt das alles noch hin???“

„Künstler sollen aufgrund ihrer politischen Einstellung wieder von Auftritten abgehalten werden – DAS ist nicht mit einer weltoffenen und toleranten Stadt vereinbar. Überhaupt hat die Stadt politisch neutral zu sein und sich aus solchen Angelegenheiten herauszuhalten, so lange sich Äußerungen nicht in strafrechtlich relevanten Bereichen bewegen. Die Instrumentalisierung der Verwaltung für politische Zwecke ist ein Skandal.“

„Sorry aber herr Sierau solte sich daraus halten , nur weil Xavier die Wahrheit in einem 2 Jahre alten Video gesungen hat, einer anderen Band Namens Feine Sahne Fischfile durfte in Dortmund auftreten die Deutschlandfeindliche Lieder und Hasslieder singen und die Hasslieder gegen die Polizei singen zb Bullenhelme sollen fliegen das ist also OK“