Medialer Viren-Mainstream: „ntv“ – die Schmierinfektion

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Kennt mehr Fakten,als "ntv" lieb sein dürfte: Donald Trump - Foto: Imago

ntv ist ein Medienerzeugnis aus dem Hause RTL. Wer seinen regierungskonformen Alarm liebt, muß ntv anschauen. Mehr Liebe geht nicht. Wer allerdings die Medienlandschaft nüchtern analysiert, der merkt schnell, daß er sich bei ntv nur eine journalistische Schmierinfektion holt. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

So tödlich ist Populismus in der Corona-Krise„, titelte ntv am 19. April und nannte auch gleich die Namen derer, die getroffen werden sollten: „Trump, Bolsonaro, Salvini und Co.„. Wie dämlich ist ntv? – So dämlich, daß man den Verfassern Benjamin Konietzny und Roland Peters noch immer die Formulierung „so tödlich“ durchgehen ließ. „So tödlich“ ist die dämliche Antwort auf die dämliche Frage „wie tödlich?“. Tödlich ist tödlich, keine Abstufug möglich. In einer Virenkrise könnte es sein, daß Viren tödlich sind. Populisten sind lediglich populistisch.

Illustriert ist die journalistische Schmierinfektion per Buchstabenvirus mit dem Foto eines Massengrabs auf Hart Island im Long Island Sound/New York. Wer liegt dort? Aktuell sind es „Coronatote“, die in namenlosen Gräbern verscharrt werden. Bulldozer schieben Erde über die schlichten Särge. Was fehlt als Info zu dem Bild? Nein, nicht daß Hart Island gerade noch zur Bronx zählt. Sie wissen schon: „Bronx“ – die Armen, die Benachteiligten und Diskriminierten wohnen dort. „Subliminal info“, sozusagen. Es wäre nicht zielführend gewesen, im Zusammenhang mit Trump das Wort „Bronx“ nicht irgendwo unterzubringen. Daß Hart Island seit über 100 Jahren der Ort ist, an dem die Stadt New York Obdachlose, Mittellose und Unidentifizierte in Massengräbern bestattet, ist hingegen keine zielführende Info. Weglassen! Wir sehen: Drei Särge übereinander in Zweierreihen. Paßt aber gut zu „Pandemie“ und „außer Kontrolle geraten“, so ein Foto von der Begräbnisstätte für unbekannte Mittellose, derer niemand mehr gedenken will. Und die sterben natürlich auch als Uninfizierte während einer „Corona-Pandemie“ und werden auf Hart Island so bestattet, wie immer schon. Aber für ntv ist dieses Foto das Bild der Wahl, um zu illustrieren, „wie tödlich“ der Populismus ist. Also: Wie tödlich ist er? – Antwort: So tödlich.

Allein für diese Abgefeimtheit hätte man die beiden Verfasser zu Patriarchatszeiten an den Löffeln hinter ihrem Schreibtisch hervorgezogen und maulschelliert. Wie schön, daß die Zeiten der selbstherrlichen Selbstjustiz des Patriarchen Geschichte sind. Wie schön? – So schön.

USA, Brasilien, Großbritannien, Norditalien – überall dort, wo Politiker mit Hang zum Populismus regieren, werden die Menschen vom Coronavirus besonders bedroht. Andere werden Opfer totalitärer Tendenzen.“ – wie jetzt? Nur „die Menschen“ werden vom Coronavirus bedroht – und andere als „die Menschen“ werden zu Opfern totalitärer Tendenzen? Sind Deutsche keine „die Menschen“, wo sie doch gerade zu Opfern totalitärer Tendenzen werden? Ist die Suspendierung der Grundrechte in Deutschland etwa antitotalitär? Vielleicht, weil hierzulande nicht nur einfache Populisten regieren, sondern fanatische Linkspopulisten, die gar nicht anders können, als den lieben langen Tag total antitotalitär zu sein? – So wird´s wohl sein. Genau so sieht eine journalistische Schmierinfektion nämlich aus, wenn man sie unter dem Mikroskop betrachtet.

Die Corona-Pandemie hat die Welt vor eine neue Herausforderung gestellt„, schmieren Konietzky und Peters dem Leser in die entzündlichen Augen. Und das ist schon wieder nur die halbe Wahrheit, also keine. Wie halb ist die Wahrheit? – So halb. Mal bei der Kanzlerin nachfragen, was die ganze Wahrheit zur Welt ist. Aha. Nicht nur steht die Welt vor einer Herausforderung, sagt die Kanzlerin, sondern die Herausforderunhg ist auch noch eine Bewährungsprobe. Schon haben wir den Salat. „Die Corona-Pandemie hat die Welt vor eine neue Herausforderung und eine neue Bewährungsprobe gestellt“, hätte der Satz lauten müssen vor lauter Lauterkeit mit „L“ wie „Lauterbach“, die Herren ntv-Meinungsartikelschreiber. Nichts zu danken.

Die Schuldfrage ist in der Corona-Pandemie nicht zu beantworten.“ – Kein Problem. Wir warten einfach bis nach der „Corona-Pandemie“ und beantworten sie dann erst.

Es gibt Länder wie Frankreich, die früh drastische Maßnahmen ergriffen haben und dennoch hohe Opferzahlen zu beklagen haben. Es gibt andere wie Mexiko, wo die linkspopulistische Regierung bislang einen laxeren Umgang wählen und vergleichsweise wenige Menschen gestorben sind. Doch es gibt Staatschefs, die anscheinend bereit sind, für ihre Agenda das Leben ihrer Bürger aufs Spiel zu setzen.“ – Gar nicht zu reden von „Nachrichtensendern“, die für ihre Agenda die Informiertheit des Lesers aufs Spiel setzen. Aber geschenkt. Wenn also die mexikanische Regierung das Leben der Mexikaner trotz „laxen Umgangs“ mit dem Virus, dem vermaledeiten, nicht aufs Spiel setzt, dann ändert das nichts daran, daß die US-Regierung das Leben der US-Amerikaner sehr wohl aufs Spiel setzt, wenn sie nicht so lax agiert wie die mexikanische Regierung. Was lernen wir also? – Konietzky und Peters sind vermutlich von alleinerziehenden Müttern großgezogen worden.

Die USA waren laut „Global Health Security Index“ so gut wie kein anderes Land auf eine Pandemie vorbereitet. Sie haben für Katastrophen ihre Protokolle, auch für eine Pandemie; aber keinen Notfallplan gegen einen Präsidenten, der eine Gefahr so lange wie möglich ignoriert und verharmlost, weil er es für politisch opportun hält. Genau das tat Donald Trump, der damit den wertvollen zeitlichen Vorsprung verplemperte. Mindestens zwei Wochen, da sind sich alle Experten einig, mit denen ntv.de gesprochen hat, hatte er den EU-Staaten für eine konzertierte Krisenreaktion voraus. Das kostet Menschenleben.“ – Der Nachteil an der Abschaffung des Patriarchats ist, daß die beiden Verfasser dieser Schmierinfektion keinerlei Kosten haben werden für eine derartig dreiste Lüge. Tatsache ist nämlich, daß die US-Regierung bereits am 30. Januar einen Krisenstab gebildet hatte, die deutsche Bundesregierung hingegen erst knappe vier Wochen später, am 27. Februar nämlich. Das heißt, daß dann, wenn Trump zwei Wochen „verplempert“ hätte, die Bundesregierung fast sechs Wochen nicht nur „verplempert“, sondern regelrecht „dilettantisch in die Tonne getreten“ hätte. Mit der Zahl der Toten, die das gekostet hat, hätte man den ganzen amerikanischen Bevölkerungsschwund von zwei Wochen wieder auffüllen können, wahrscheinlich. Wie beispiellos das verplemperte Menschenleben der „die Menschen“ ist, läßt sich an jeder Mortalitätsstatistik ablesen. Nirgendwo abweichende Werte von den coronafreien Jahren. Wie beispiellos ist also die ganze trumpsche Verplemperei? – Antwort: So beispiellos.

Natürlich könnte man sich als wackerer jouwatch-Virenheld, der sich vor keiner Schmierinfektion fürchtet, weitermachen und den ntv-Artikel der beiden Opfer alleinerziehender Mütter noch gründlicher in der frischen Luft zerreißen, der virenfreien. Aber wozu? Viel interessanter ist, wer bei ntv was aus welchem Grund schmiert.

WHO is „ntv“?

„ntv“ ist ein Produkt, das zu einer Zeit erfunden wurde, als es bereits viele alleinerziehende Mütter gegeben hat. Das war im Jahr 1992. Bereits damals war die objektiv wahre Nachricht von der Nachricht über eine subjektive Meinung abgelöst worden, weswegen ein wachsender Markt für Meinungsnachrichten entstand, der alleinerziehenden Müttern sehr entgegenkam. Gut möglich ist, daß Konietzky und Peters (ich recherchiere das jetzt nicht) damals noch die Kinder gewesen sind, die heute als Erwachsene intellektuell so schwer benachteiligt sind. Beteiligt an der Gründung des Meinungsnachrichtensenders „ntv“ war der große Meinungsnachrichtensender CNN aus Amerika. Etwa zur selben Zeit hatte Donald Trump eine kleine Gastrolle in dem Film „Kevin allein in New York“. Der ehemalige CNN-Chef Walter Isaacson wurde später Vorsitzender des Aspen-Institus. Mitglied dort ist Claus Kleber (ZDF). Geschäftsführer von „ntv“ ist heute Tanit Koch, eine ausgesprochene „Powervrouw“, ehemals Büroleiterin von Kai Diekmann („Bild“), später dann Chefredakteurin von „Bild“. Seit März 2019 ist sie nicht mehr nur Geschäftsführerin von „ntv“, sondern auch noch Chefredakteurin der Zentralredaktion in der RTL- Mediengruppe. Außerdem war sie „Young Leader“ der „Atlantik-Brücke“, in der Claus Kleber ebenfalls Mitglied ist – und die eine Organisation aus eben jener Zeit ist, in der amerikanische Lobbygruppen noch ungehindert Weltpolitik machen konnten, weil es keinen Donald Trump gegeben hat, der sie dabei gestört hätte.

Insofern soll die journalistische Schmierinfektion von Konietzky und Peters wahrscheinlich ein liebedienerischer Loyalitätsbeweis denen gegenüber sein, denen der Kittel wegen Trump inzwischen gehörig brennt. Wir haben in Deutschland schließlich eine „Corona-Pandemie“ als Exclusiv-Entertainment-Show von chinesischer KP, Bill Gates (Bundesgesundheitsamt, WHO, Charité, RKI) und Michael Bloomberg (Johns Hopkins Universität), die einer von der US-Regierung, Japan, Taiwan und Australien geforderten Untersuchung auf ihren Wahrheitsgehalt harrt. Je nachdem, was diese Untersuchung zutage fördert, wird sich auch das Schicksal der Heimsuchung im Kanzleramt entscheiden. Bei „ntv“, dem ZDF, der „Bild“ und fast dem gesamten deutschen Medien-Mainstream dürfte gewaltige Panik herrschen bei der Vorstellung, daß sie allesamt als Desinformanten und Panikmacher auffliegen. Das Volk ist panisch wegen des Virus, die Redaktionen sind panisch wegen des möglichen Abfaluens der Volkspanik (Aspen- und Atlantikmerkel: „Eröffnungsdiskussionsorgien“). Konietzky und Peters haben wahrscheinlich „die Pistole an den Kopf gehalten bekommen“: „Ihr schreibt das jetzt so, sonst …“ – Na ja, und wie das mit den Söhnen alleinerziehender Mütter so ist: Die machen halt, was Mama Tanit ihnen aufträgt. Brave Jungs.

Disclaimer: Wie unrecht könnte ich haben? – Antwort: So unrecht.