Asylanten hauen aus Quarantäne-Heim ab

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Polizeieinsatz (Symbolbild: shutterstock.com)

Sachsen-Anhalt/Halberstadt – Aus der unter Quarantäne stehenden „zentralen Erstaufnahme (Zast) für Geflüchtete“ in Sachsen-Anhalt haben sich am Montag mehrere Asylbewerber illegal verdünnisiert. Der Rechtsstaat greift mit aller Härte durch: Gegen die betreffenden Personen wird ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. 

Während sich der Bundesbürger devot an die Corona-Beschränkungen hält, sich jene, die sich erlauben, zaghaft nachzufragen, ob die Regierung gedenkt, das Land wirtschaftlich komplett an die Wand zu fahren und dafür mit „Öffnungsdiskussionsorgien“ gerügt werden, gehen die Asylbewerber in der unter Quarantäne stehenden „zentralen Erstaufnahme (Zast) für Geflüchtete“ in Sachsen-Anhalt andere Wege und pfeifen auf Merkels Corona-Shutdown.

Am Montag hatten sich insgesamt acht dieser „Schutzsuchenden“ – aus Albanien und Georgien nach Deutschland geflüchtet – aus der unter Quarantäne stehenden Unterkunft illegal entfernt, um einem gemütlichen Feldwegspaziergang zu frönen.

Wie die Bild-Zeitung mitteilt, sei gegen alle beteiligten Asylbewerber ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet worden. Man darf – wie bisher auch – davon ausgehen, dass der Rechtsstaat gleiches Recht für alle walten lässt und mit aller Härte auch gegen die „Schutzbefohlenen“ vorgehen wird.

Dem Bundesbürger drohem bei gleichen Verstößen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz empfindliche Strafen:

In der seit Ende März wegen positiver Corona-Infektionen unter Quarantäne stehenden Halberstadter Einrichtung kam es zu tumultartigen Aufständen. So in der letzten Woche, als ein Streit zwischen zwei größeren Gruppen entbrannte. „Dabei wurden mittels Steinen und waffenähnlichen Gegenständen mehrere Fensterscheiben und Türverglasungen eines Wohnblocks beschädigt beziehungsweise zerstört“, berichtete ein Polizeisprecher.

„Aktivisten“ und „Unterstützer“ hatten daraufhin an der Landesregierung Kritik geäußert und unter anderem eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerber gefordert. Die Behörden lehnten dies ab. Trotz Corona wurde am Wochenende eine Demonstration der Unterstützer in Halle genehmigt. Währenddessen schickten die Behörden zeitnah Übersetzer und Sozialarbeiter in die Einrichtung, legten mehrsprachige Informationsblätter aus und richteten einen Lieferservice ein, um den Bewohnern Waren des täglichen Bedarfs wie Hygieneartikel und Zigaretten zur Verfügung zu stellen.

Polizeikräfte wurde ebenfalls gebunden, da die Einsatzbehörde die Präsenz von Beamten erhöhte und inzwischen eine Hundertschaft die Einrichtung seit den gewalttätigen Ausschreitungen bewacht. Trotzdem konnten sich am Montag jedoch die freiheitsliebenden, unter Quarantäne stehenden Asylbewerber aus der Einrichtung unerlaubterweise entfernen. (SB)