Berliner Corona-Soforthilfeskandal: Islamistischer Hassprediger unterwies Breitscheidplatz-Attentäter

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Armih bei einer Predigt (Screenshot:Youtube)

Berlin – Immer bunter, immer doller: Wie sich nun herausstellt, unterrichtete der islamistische Hassprediger Ahmad Armih, der Corona-Soforthilfen von 18.000 Euro zu Unrecht kassiert hat, den Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri und den IS-Terroristen und vormaligen Rapper „Deso Dogg“.

Der 1973 geborene gebürtige Palästinenser, der unter dem Aliasnamen Ahmad Abul Baraa predigt, war während des libanesischen Bürgerkrieges nach Deutschland gekommen und betreibt seit 17 Jahren islamische Missionsarbeit im gesamten  Bundesgebiet, wie „Bild“ berichtet. In der 2010 gegründeten As-Sahaba-Moschee in der Torfstraße/Ecke Sprengelstraße durchlief „Abul Baraa“ seine Radikalisierung und wurde zum Imam. „In seinen Predigten schürt er immer wieder die Angst vor der Rache Allahs und des Propheten – die all diejenigen treffe, die die Vorschriften des Koran nicht strenggläubig beachten“, schreibt die Zeitung.

Unbeirrt von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die im Rahmen einer Hausdurchsuchung diese Woche Teile des mutmaßlich abgezockten Corona-Hilfsgeldes sicherstellte, predigt der Salafist weiter im Internet und verbreitet seine fundamentalistischen, verfassungsfeindlichen Ansichten. Bereits im Dezember 2018 war Armih Zielobjekt einer Razzia in der As-Sahaba-Moschee: Damals wurden 16.000 Euro Bargeld und Datenmaterial sichergestellt; wie auch bei dem aktuell erschlichenen Corona-Geld bestand auch damals dringender Tatverdacht, dass der Hassprediger in den Nahost-Kriegsgebieten Terroristen des IS aktiv unterstützen könnte, so „Bild“.

In Berlin boomt der Salafismus

Nun wurde bekannt, dass unter Armihs Hörern unter anderem den später zum IS-Mörder in Syrien gewandelte Rapper „Deso Dogg“ wie auch der Breitscheidplatz-Terrorist Anis Amri waren. Zudem unterhielt er laut „Bild“ enge Kontakte zu Reda Seyam, jenem ägyptischen Terroristen, der als Drahtzieher der Terror-Anschläge von Bali im Oktober 2002 mit 150 Toten gilt. Dass ihn angesichts solcher Verbindungen der deutsche Verfassungsschutz auf dem Schirm hatte, macht es umso unverständlicher, dass die Berliner Förderbank IBB ungeprüfte Corona-Hilfsgelder an den – offiziell als Sozialhilfeempfänger gemeldeten – Armih auszahlte.

In Berlin wächst die Salafistenszene rund doppelt so schnell an wie im restlichen Bundesgebiet: 2019 zählte der Landesverfassungsschutz hier 1120 Personen zum Milieu der härtesten Islamisten – laut Aussagen seines Chefs Michael Fischer waren dies 100 mehr als im Vorjahr und entspricht einem Anstieg von zehn Prozent. „Bild“ resümiert: „Berlin hat womöglich ein größeres Salafistenproblem als die Republik insgesamt“. (DM)

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