Mosern, pöbeln, bevormunden: Heiko Maas macht den dicken Maxe

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Foto: Collage

Plumper Antiamerikanismus ist für Deutschlands Außenminister und fleischgewordene Dauerzumutung Heiko Maas ein zeitloses Thema. Es muss, zur tagespolitischen Manifestation, dem jeweiligen Anlass nur flugs angepasst werden. Aktuell ist es Donald Trumps Weigerung, der Weltgesundheitsorganisation WHO 400 Millionen Dollar zu zahlen.

Grund genug für Klein-Heiko, letztes noch nicht zerdepperte diplomatische Porzellan zu zerschlagen und den transatlantischen Graben weiter zu vertiefen. Eine Woche, nachdem sich Maas vor Ostern oberlehrerhaft über mangelhafte, zu zaghafte oder ineffiziente Maßnahmen anderer Staaten im Umgang mit Corona ausgelassen (und schon hierbei kein gutes Haar an der Trump-Administration gelassen) hatte, legt er nun nach – und lästert bei seinem Amtskollegen Mike Pompeo über Donald Trump ab.

„Nachdrücklich“ bitte er Pompeo darum, so Maas, „die Folgen zu bedenken und während der fortdauernden Krise zunächst keine Schritte zu operationalisieren, die die zuständigen Institutionen im System der Vereinten Nationen nachhaltig schwächen würden“. Kein Wort über die berechtigte Kritik an der WHO, deren Lobbyabhängigkeit von Pharmaunternehmen und politische Voreingenommenheit. Stillschweigen über die gravierenden Fehleinschätzungen zur Pandemie und die viel zu spät erfolgte Gefahreneinstufung.

Einseitig, voreingenommen, undiplomatisch

Es gab gute Gründe für Trump, die WHO-Mittel einzufrieren; Maas geht auf keinen von ihnen ein und betreibt dafür das gewohnte Bashing gegen den Präsidenten. Alles, was dem SPD-Außenamtschef zur WHO über die Lippen kam, war im „heute“-Interview im ZDF dies: Es gäbe „keine internationale Organisation, die nicht ihre Arbeit auch noch verbessern kann“.

Henry M. Broder kommentierte Maas‘ vollmundiges Auftreten gestern auf der „Achse des Guten“ beißend wie folgt:  „Wenn man einem Würstchen die Gelegenheit gibt, sich wie eine dicke Salami aufzuführen, dann macht es das auch. In normalen Zeiten ist das komisch bis peinlich, in Zeiten wie diesen kotzerbärmlich.“ Dem ist buchstäblich nichts hinzuzufügen. (DM)