Wegen Ramadan: Kirchen bleiben zu

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Muslime beim Ramadan 2019 in Halle-Neustadt (Foto:Imago/epd)

Offenbar traut die Regierende ihren muslimischen Schäfchen nicht zu, im anstehenden Ramadan Abstandsregeln einzuhalten und befürchtet Chaos in den Moscheen. Deshalb gilt ihr Wort: Die Kirchen bleiben zu – basta.

Die Kanzlerin hat gesprochen, ihre Miinisterpräsidentenriege folgt unterwürfig. Aus Angst vor einem „Corona-Ramadan“ müssen Christen auf die ihnen im Grundgesetz zugesicherte Ausübung ihrer Religion verzichten.

Was in den ohnehin schon leeren Kirchen leicht durchzusetzen wäre – Abstand zum nächsten Gläubigen – scheint in Moscheen ausgeschlossen. Offenbar hat man von staatlicher Seite Angst vor Kontrollbesuchen, würden doch „Ungläubige“ die Räume der Rechtgläubigen betreten. Maßregelungen würden hier wohl auf wenig Verständnis stoßen. Ein weiterer Kniefall vor der neuen Religion im Lande.

Offizielle Begründung laut Bild: Es gäbe bei den Muslimen im Gegensatz zu den christlichen Kirchen und Synagogen „keinen offiziellen Ansprechpartner“, deshalb bleiben alle Gotteshäuser bis zum Ende des Ramadan verschlossen.

Islam-Funktionär und Vorsitzender des (kleinen) Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek zeigt Verständnis. Er trage die Entscheidung, die Moscheen weiter geschlossen zu halten, mit, verkündete er in der Bild. Die Gesundheit stehe in diesem speziellen Fall über der Ausübung der Religion. Angesichts der zu erwartenden Massen Allah-Gläubiger in den Moscheen, könne man ihre Öffnung „nicht verantworten“, findet Mazyek denn auch ohne sich den Hinweis zu verkneifen, es handle sich um einen „immensen Eingriff in die Religionsfreiheit“.

Einige Politiker von SPD und CDU zeigen Unverständnis für die beschlossene Maßnahme. „Es kann nicht sein, dass aus Sorge vor Versammlungen zum Ramadan die Politik entscheidet, dass die Kirchen leer bleiben sollen“, findet NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Auch Wolfgang Bosbach (Kirchen sind an normalen Sonntagen eh schon leer) und Sigmar Gabriel („schräge Argumentation“) tun sich mit der Kanzlerinnen-Vorgabe schwer.

Schließlich handelt es sich hierbei um eine – weitere – schwere Grundgesetzverletzung. Doch das juckt die Ewig-Kanzlerin wenig. Es gilt: Gesetz ist, was Merkel sagt. (MS)

 

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