Unterste Schublade: Trump-bashing in der „ZEIT“

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US-Surgeon General Dr. Jerome Adams - Foto: Screenshot Youtube

In der „ZEIT“ ist ein Artikel von Rieke Havertz erschienen, der unter dem Gesichtspunkt seiner denunziatorischen Bösartigkeit gut in eine reichsweit gelesene Zeitung des Jahres 1940 gepaßt hätte. Trump-bashing vom allerperfidesten. Mit „Amerika läßt seine Ärmsten“ sterben ist er überschrieben. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Es ist wohl wahr, daß es unter der afroamerikanischen Bevölkerung der USA prozentual mehr arme Leute gibt, als unter den Weißen. Wahr ist aber auch, daß es unter den Asiaten in den USA prozentual mehr Reiche gibt als unter den Weißen. Die Generallinie von Rieke Havertz ist: Trump ist ein asozialer Rassist, weil er sich nicht um die Afroamerikaner kümmert. Stimmt das?

In Chicago sterben sehr viel mehr Afroamerikaner an Covid-19 als Weiße„, lautet die Bildunterschrift gleich am Anfang des Artikels. Das ist schon deswegen dreist, weil es nicht wenige Mediziner und Ärzte gibt, die bestreiten, daß man überhaupt behaupten kann, es sei jemand an Covid 19 gestorben. Ihre Begründung: Das Zusammenspiel von Covid 19 mit einer Reihe anderer Faktoren, wie z.B. dem allgemeinen Gesundheitszustand vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Ein 90-Jähriger mit Krebs im Endstadium, außerdem Diabetes und Asthma, der sich auch noch das Coronavirus eingefangen hat, stirbt definitiv nicht an Covid 19, sondern mit Covid 19. Vielleicht wäre er ohne Covid 19 noch 91 geworden. Das mag sein. Auf alle Fälle wird er statistisch aber als „Coronatoter“ geführt, wenn das Coronavirus zum Zeitpunkt seines Todes bei ihm nachgewiesen worden war. Es ist übrigens höchst verdächtig, daß dieser sehr berechtigte Kritikpunkt an der statistischen Zählweise seit Wochen genannt wird – und daß sich die Zählweise dennoch nicht ändert. Auffällig ist auch, daß es der deutsche Medien-Mainstream gewesen ist, aus dem heraus in den vergangenen Tagen nicht ohne einen hämischen Unterton darauf verwiesen wurde, daß es in den USA inzwischen 1.000 „Coronatote“ mehr gebe, als in Italien. Eine solche Häme ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, daß Italien gut 60 Mio. Einwohner hat und die USA etwa 330 Millionen. Aber sei´s drum: Stimmt es, daß Donald Trump in der „Coronakrise“ erst eine Schlafmütze gewesen ist und sich dann auch noch in einen asozialen Rassisten verwandelt hat?

So viel steht fest: Als Reaktion auf eine drohende Pandemie konnte die US-Regierung unter Donald Trump bereits am 30. Januar mit einem Krisenstab aufwarten, die deutsche Bundesregierung allerdings erst am 27. Februar, also einen knappen Monat später. Trotzdem wurde Donald Trump ausgerechnet in den deutschen Medien als „Schlafmütze“ gebrandmarkt. Und wie sieht es mit Donald Trumps chronischer Asozialität aus? Es war die „Welt„, die am 21. März ganz überrascht titelte: „Trump erschafft über Nacht einen Sozialstaat“. Es sei eines der größten Hilfspakete in der amerikanischen Geschichte, hieß es in der „Welt“: „Präsident Donald Trump will eine Billion Dollar zur Verfügung stellen, um die Folgen der Coronavirus-Epidemie zu mildern. Die Maßnahmen sollen der Wirtschaft seines Landes helfen, sollen Firmen und Bürger vor dem Ruin retten. Sie finden in beiden Parteien Zustimmung – und könnten die USA fast über Nacht radikal verändern. Ein neues Gesetz schreibt nun landesweit die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vor – in anderen Industrienationen selbstverständlich, in den USA ein Novum. Die spärlichen Leistungen der Arbeitslosenversicherung sollen steigen. Wer keine Krankenversicherung besitzt, erhält für bestimmte Behandlungen Zuschüsse. Tests auf eine mögliche Ansteckung mit Sars-CoV-2 sind ab sofort kostenlos. Später ist sogar eine einmalige Zahlung an die Bürger geplant: 1200 Dollar für jeden Erwachsenen, 500 Dollar pro Kind. Zugleich wollen die Republikaner die Unternehmensteuern senken und Hunderte Milliarden Dollar bereitlegen, um Firmen Kredite zu gewähren.

Rieke Havertz in der „Zeit“: „Afroamerikaner, das zeigen erste Statistiken aus unterschiedlichen Bundesstaaten, sterben im Vergleich zu Weißen sehr viel häufiger an Covid-19. In Chicago, im mittleren Westen der USA, leben knapp drei Millionen Menschen. Die Stadt zählt bislang etwas mehr als 5.500 Infizierte, mehr als die Hälfte von ihnen sind Afroamerikaner. Und sind sie infiziert, ist ihr Risiko, zu sterben, extrem hoch: „Infizierte Schwarze sterben sieben Mal so häufig wie jede andere Bevölkerungsgruppe“, sagte Lorie Lightfoot, demokratische, afroamerikanische Bürgermeisterin von Chicago, in dieser Woche.“ – Und wie das so zu sein scheint bei der „Zeit“: Wenn eine afroamerikanische Bürgermeisterin etwas sagt, dann wird das so übernommen. Keine weiteren kritischen Fragen. Der Grund dafür, daß Schwarze angeblich krass überproportional häufig sterben, hat gefälligst im Rassismus des US-Präsidenten gesehen zu werden. Afroamerikaner seien ihm egal. Das darf man für üble Verleumdung halten.

Das „Wall Street Journal“ schrieb am 11. Februar, daß Trump im November 2016 enorme Stimmenanteile von Afroamerikanern erhalten hat, und daß allein ein weiterer 3-Prozent-Zuwachs in dieser Wählergruppe ausreichen würde, ihm bei den Wahlen 2020 den Sieg zu sichern. Das war also 12 Tage, nachdem es in den USA einen Corona-Krisenstab gegeben hat, und 16 Tage, bevor es in Deutschland einen gab. Will uns Rieke Havertz etwa erzählen, die Afroamerikaner wüssten nicht, was gut für sie ist? Und könnte die Meldung der Bürgermeisterin von Chiacago womöglich etwas damit zu tun haben, daß sie den Demokraten angehört? Die Demokraten haben bisher bekanntlich nicht viel ausgelassen, um Donald Trump mit den übelsten Methoden ans Bein zu pinkeln. Erst „Russiagate“, dann „Impeachment“ – und jede Menge Nickeligkeiten die ganze Zeit dazwischen und seither.

US-Surgeon General Dr. Jerome Adams

Tatsache ist, daß es der US-Surgeon General, Dr. Jerome Adams, also der Chef der nationalen Gesundheitsbehörden, gewesen ist, der am 9. April als Problem bei den Coronainfektionen von Afroamerikanern – er selbst ist übrigens einer – deren generellen Gesundheitszustand als ein „Corona-Handicap“ bezeichnete. „CNN“ berichtete ausführlich hier. Und es war Adams, der zusagte, daß die US-Regierung das überproportionale Coronaproblem der Afroamerikaner verstärkt im Blick haben werde. Ursache für das disproportionale Coronaproblem von Afroamerikanern sei aber nicht ihre Rasse, sondern ihre Lebensumstände. Sie leben zu einem größeren Prozentsatz als Weiße in dicht besiedelten Gebieten und in Hochhäusern. Das ist aber evident nicht erst seit November 2016 so, als Donald Trump US-Präsident wurde. Das war schon zu Barack Obamas Zeiten so und lange vor denen ebenfalls. Aus der disproportionalen Sterblichkeit von Afroamerikanern, die mit Covid 19 sterben, läßt sich ein asozialer Rassismus Donald Trumps jedenfalls nicht ableiten. Das Maßnahmenpaket der US-Regierung macht keinerlei Unterschiede hinsichtlich der Begünstigten.

Interessant ist aber, daß US-Surgeon General Adams ebenfalls ausführte, die US-Regierung wolle Bill Gates´ „predictive contagion model“ fallen lassen. Das bedeutet, daß sich die US-Regierung in ihrem Handeln von anderen Daten leiten lassen wird, als denen, welche die von Gates dominierte WHO zur Verfügung stellt. Auch die Johns Hopkins Universität dürfte damit keinen Einfluß mehr auf die zu treffenden Maßnahmen der US-Regierung haben. Für uns in Deutschland bedeutet das, daß wir vermutlich bald weitere Daten zur Kenntnis nehmen werden, die nicht mehr nur auf der Schiene WHO –> JHU –> RKI & Charité daherkommen. Das wird spannend werden.

Die „Zeit“

Nun ist es so, daß es nicht zufällig die „Zeit“ ist, die einer Rieke Havertz viel Platz für unsubstantiiertes Trump-bashing zur Verfügung stellt. In diesem Video, das gut mit Quellenangaben bestückt ist, heißt es, die Bill & Melinda Gates-Stiftung habe nicht nur finanzielle Verbindungen zur Charité und zum RKI (Spendenhöhe auf der Seite der Gates-Stiftung angegeben mit ca. 83.000 $ resp. 235.000 $), sondern auch welche zur „Zeit“ und zum „Spiegel“. Möglicherweise dürfte darin der Grund für die „Zeit“ gelegen haben, Rieke Havertz desinformatorische Hetztirade gegen Donald Trump vom Stapel zu lassen. Muß aber nicht. Bei der „Zeit“ hasste man den US-Präsidenten schon lange vor der Coronakrise. Was mit dem gegenständlichen Artikel von Rieke Havertz allerdings endgültig daherkommt, das ist die unschöne Vermutung, daß es den begeisterten Stürmer-Leser von anno dunnemals noch immer gibt – und daß er heute eben gern die „Zeit“ liest. Politische Inhalte ändern sich, charakterlich ändert sich hingegen wenig im Lauf der Generationswechsel. Auch wenn der ehemalige „Hundsfott“ heute zum „Mitbürger mit einem sozialethisch fragwürdigen Charakter“ avanciert ist, so ist er doch seinem Wesen nach noch immer derselbe.

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